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23.12.14

Palästinenser, die Israel lieben - Interview mit Naim Khoury

Bethlehemer Pastor:

Es gibt Palästinenser, die Israel lieben

Naim Khoury ist Direktor der Holy Land Mission und Pastor der First Baptist Church in Bethlehem. Schon oft hat er mutig Dinge beim Namen genannt. Israel Heute-Korrespondent Ryan Jones hat mit ihm über die Situation in Bethlehem gesprochen, die wachsende christliche Opposition gegen Israel, der sich sogar einige aus der messianischen Gemeinde anschließen, und wie Gläubige von außerhalb den Konflikt besser verstehen können.


Israel Heute: Wie sieht die Situation für Christen in Bethlehem momentan aus?

Dr. Naim Khoury: Es wird von Jahr zu Jahr schwerer. Das hat verschiedene Gründe. Die schlechte Wirtschaft, unter der jeder leidet, besonders die Christen, und wegen der viele auswandern. So viele Christen verlassen Bethlehem, und das ist schlecht für die ganze Gemeinde. Viele gehen auch wegender politischen Situation, die immer schlimmer wird, sowohl von innen als auch von außen. Der politische Apparat (der Palästinensischen Autonomiebehörde) funktioniert nicht, er hilft dem eigenen Volk nicht.

Von außen versuchen die Israelis, ihre Grenzen zu sichern, um sich vor Selbstmordanschlägen zu schützen. Und in dieser schweren Zeit fehlt jegliche Unterstützung seitens der „Mutterkirche“. Die Weltkirche hat sich in Zeiten der Not nicht zu den Christen in Bethlehem gestellt. Viele in der Weltkirche würden sagen, dass sie an der Seite der Christen in Bethlehem stehen, indem sie gegen Israel sind. Israel für alles verantwortlich machen, funktioniert nicht. So kann man keine Saat des Friedens säen. So sollten Christen nicht handeln.

Christen müssen die Saat des Friedens und der Liebe und der Harmonie in die Herzen und Gedanken der Menschen säen. Wir müssen die Mentalität verändern. Die alle zwei Jahre stattfindende „Christus am Checkpoint“-Konferenz am Bethlehemer Bible College schlägt einen anderen Kurs ein. Es steht ihnen frei, zu denken und zu sagen, was sie wollen. Ich nehme an dieser Konferenz nicht teil, ich bin sogar dagegen, weil sie nicht biblisch fundiert ist. Dort sind Wölfe im Schafspelz, die Politik spielen.

Als bibelgläubiger, evangelikaler Christ, der sich auf das ganze Wort Gottes stellt, denke ich, dass man nicht politisch involviert sein sollte. Die Bibel als Ganzes, also Altes und Neues Testament, ist die wahre Antwort auf unsere Situation. Diejenigen bei „Christus am Checkpoint“ gehen zum Checkpoint und demonstrieren gegen Israel, aber das ist nicht der rechte Umgang mit der Situation. Man sollte den Titel ändern. „Christus am Checkpoint“ ist politisch, nicht biblisch. Die Botschaft bei „Christus am Checkpoint“ ist, dass christliche Zionisten sich politisch engagieren, und zwar im Widerspruch zur Bibel.


Jeder israelfreundliche Christ aus dem Ausland, dem ich begegne, bezieht seine Einstellung aus dem Wort und dem Bund Gottes. Die andere Seite bezieht ihre Position auf die Ersatztheologie. Vor ein paar Jahren habe ich mich einmal damit beschäftigt und herausgefunden, dass die meisten palästinensischen Christen und Kirchen sich auf die Ersatztheologie stützen.

Das ist so, weil sie sich mit Politik beschäftigen. Ich betrachte diejenigen, die biblisch an der Seite Israels stehen, nicht als politisch.

Trotzdem wird argumentiert, dass Christen Israel blind unterstützen.

Israel ist nicht perfekt. Keine Nation ist das. Das heißt aber nicht, dass ich die grundlegenden Lehren meines Glaubens im Bezug auf das Wort Gottes in Abrede stellen muss.

Heißt das, als palästinensischer christlicher Leiter sehen Sie eine Verbindung zwischen der Bibel und dem modernen Staat Israel?

Ja. Biblisch gesehen gibt es daran keinen Zweifel. Ich muss das akzeptieren, weil man nicht einen Teil der Bibel akzeptieren und den Rest verleugnen kann. Ich glaube an die ganze Bibel als unfehlbares, von Gott inspiriertes Wort. Und das ist auch meine Antwort an jene, die den Staat Israel nicht akzeptieren oder die Ersatztheologie benutzen, um zusagen, die Kirche habe Israel ersetzt. Diese Leute müssen ihre Bibel lesen. Die Kapitel 9 bis 11 des Römerbriefs sprechen davon, dass Gott Israel nicht fallengelassen hat. Der Bund und die Verheißungen sind noch immer von Bedeutung. Und das ist biblisch, nicht politisch.

Jassir Arafat hat jedes Mal zu Weihnachten verkündet, dass Jesus Palästinenser gewesen sei. Hat sich seine Botschaft bei jungen palästinensischen Christen festsetzen können?

Zu glauben, dass Jesus ein Palästinenser war, ist aus historischen Gründen einfach nicht möglich. Seit es die Palästinensische Autonomiebehörde in Bethlehem und der Region gibt, wurde Weihnachten immer mehr zu einer nationalen Veranstaltung. Das ist etwas anderes als ein religiöses Fest. In Bethlehem begegnet einem der Weihnachtsmann und lauter Schneemänner, aber man hört nichts über Jesus. Und die jungen Leute wissen es nicht besser. Oder es interessiert sie einfach nicht. Sie freuen sich über den Feiertag, aber ich habe keinen getroffen, der wirklich versteht, worum es geht.

Sie legen Jesus eine Kaffijeh (Palästinensertuch) an. Das ist bloß eine symbolische Geste, aber sie verstehen nicht, was sie tun.

Haben Sie Angst davor, dass die Verfolgung, der die Christen in Syrien und im Irak ausgesetzt sind, auch Christen im Heiligen Land erreichen könnte?

Bis jetzt sehe ich keine Bedrohung in dieser Hinsicht, und das nur angesichts der Existenz des Staates Israel. Der sicherste Ort für Christen ist hier, weil Israel weder dem IS noch irgendeiner anderen Terrorgruppe erlauben wird, Christen in diesem Land zu ermorden.

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass 77 Prozent der Araber in der Region lieber unter israelischer Herrschaft leben würden als in einem palästinensischen Staat.

Vielleicht sogar noch mehr. Einige haben Angst, das auszusprechen.
Seien wir ehrlich, israelische Araber haben viele Privilegien und Vorteile unter Israel, die sie unter der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht haben würden. Da ist es nur logisch, dass diese Leute lieber in Israel bleiben wollen.

Würde die Errichtung eines palästinensischen Staates die Situation für die Araber vor Ort verbessern?

Ich weiß es nicht. Die Palästinenser haben einfach keine Agenda. Was würden sie für ihr Volk tun, gäbe es einen unabhängigen Staat? Seit die Palästinensische Autonomiebehörde hier 1995 Einzug gehalten hat, wurde nicht viel für die Menschen getan. Es gibt einfach keine klare Linie. 

Pastor Steven Khoury
 
Gibt es Hoffnung für diesen Konflikt?

Ich glaube nicht. Jedenfalls nicht zur Zeit. Wer weiß, was in Zukunft sein wird. Was könnte Israel tun, um den palästinensischen Christen zu helfen? Es werden bereits mehr Arbeitserlaubnisse für Arbeit in Israel ausgegeben. Aber nicht jeder kommt an solch eine Erlaubnis heran. Ich wünschte, die Christen könnten einfach nach Israel kommen, ohne Erlaubnis. Als christlicher Leiter sehe ich nichts Schlimmes darin. Im allgemeinen haben die Christen Israel keinen Schaden zugefügt.

Was würden Sie Christen von außerhalb mit auf den Weg geben, die in diesem Konflikt Partei ergreifen?

Man kann nicht die Juden lieben und die Araber hassen. Und man kann nicht die Araber lieben und die Juden hassen. Jesus ist für alle gestorben, er liebt beide. Möge Gott Eure Augen und Herzen öffnen, damit Ihr seht, dass es palästinensische Araber gibt, die Jesus lieben und Israel lieben. Die Stellung beziehen und dafür einen Preis zahlen, dass sie das Wort Gottes in diesem Land verkünden. Bitte seid nicht auf einemAuge blind. Macht die Augen auf und seht die Not. Auf beiden Seiten.


Informationen zu Dr. Khoury und seinem Dienst unter www.fbcbethlehem.com

9.9.13

Uralte Kupferminen unter Kontrolle von David und Salomo

Jahrelang wurde davon ausgegangen, dass die berühmten Kupferminen im Timna-Park (Foto) in der südisraelischen Wüste von den alten Ägyptern betrieben worden waren. Nun konnten Archäologen jedoch nachweisen, dass die Minen von Edomitern betrieben und den Israeliten überwacht wurden – so wie es auch schon in der Bibel steht. Möglich wurde diese Entdeckung durch moderne Technik. 


 Laut dem Archäologenteam aus Tel Aviv lag der Höhepunkt des Kupferabbaus im zehnten Jahrhundert vor Christus. In dieser Zeit herrschten die Könige David und Salomo. Festgestellt wurde das Dank der C-14-Methode – einer Technologie, die es noch nicht gab, als die Stätte zum ersten Mal untersucht worden war. „Zwei Statuen alter Ägypter empfangen jeden, der durch den Eingang geht,“ erklärte Dr. Erez Ben-Yosef. „Dennoch wurde der gesamte Ort 'König Salomos Minen' genannt. Eine Bezeichnung, die der mythologische Archäologe Nelson Glueck in den 1930er Jahren prägte. Der Begriff wurde jedoch schon in den 1960er Jahren wieder abgeschafft.“ Laut Ben-Yosef wurde der Begriff verworfen, nachdem der antike Tempel der ägyptischen Gottheit Hathor in der Nähe der Minen gefunden worden war.
Der Altertums-Wissenschaftler Beno Rothenberg sah den Hathor-Tempel als Beweis, dass der gesamte Bereich vom späten 14. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 12. Jahrhunderts vor Christus vom neuen ägyptischen Königreich aus unterhalten wurde. „Rothenberg war ein exzellenter Archäologe, aber die C-14-Methode gab es noch nicht, als er seine Recherchen durchführte.“, so Ben-Yosef.

Das Team aus Tel Aviv benutzte elf Proben – zehn Dattel-Samen und einen Oliven-Kern – aus den hunderten Samen und Knochen, die im sogenannten „Sklavenhügel“ gefunden wurden. Dort sollen die Sklaven gelebt haben, die in der Mine arbeiteten. Diese Annahme war jedoch immer umstritten. Ben-Yosef warnte, dass diese neue Entdeckung nicht beweisen kann, wer tatsächlich dort arbeitete. „Es gibt keinen Beweis, der nahelegt, dass Salomo oder David wirklich an dieser Stätte waren. Und wir konnten keinerlei Tongefäße aus Jerusalem entdecken. Aber das ist auch in Ordnung. Akzeptiert man die biblische Geschichte, so haben die Israeliten die Minen nie selbst unterhalten.“ 

„Die Geschehnisse in der Bibel stimmen mit den Funden am Sklavenhügel überein. Es ist denkbar, dass die Bevölkerung nahe der Mine eine antike Gruppe der Edomiter war. Diese standen unter Jerusalemer Kontrolle, als David mit seinen Eroberungen begann,“ erklärte Ben-Yosef. „Ich glaube, Jerusalem hatte eine Garnison dort stationiert, deren Aufgabe es war, das Gebiet zu verteidigen und von den Edomitern Steuern einzutreiben.“ 

israel heute

21.6.13

Antizionismus im palästinensischen Christentum


Der Aufstieg des modernen Zionismus und der Höhepunkt des jüdischen Nationalismus in der Wiedergeburt Israels als Nation überschnitt sich mit einer nachhaltigen Welle von arabischem Nationalismus. Diese einander entgegenstehenden Kräfte stellen Christen in der Region vor die Wahl, entweder die Lage biblisch zu betrachten und sich an die Seite Israels zu stellen oder zusätzlicher Verfolgung zu entgehen und sich der antiisraelischen Meute anzuschließen.

Der messianische Historiker Gershon Nerel weist in einer Studie für die Hebräische Universität Jerusalem nach, dass ein Großteil der palästinensischen Christen letzteres gewählt haben. Sie benutzen ihre Kirchen und immer häufiger auch die modernen Medien wie das Internet dazu, die nachfolgende Generation mit der Ersatztheologie zu indoktrinieren. „Arabische Christen verschiedener Denominationen reproduzieren die antiisraelische Theologie, die in historischen Kirchen entstanden ist“, schreibt Nerel. 

„Die Leitungsgremien der palästinensischen Katholiken, Protestanten und Griechisch-Orthodoxen verbreiten antizionistische und antiisraelische Propaganda, die angeblich biblisch begründet sei. Arabische Christen weisen regelmäßig darauf hin, dass sich die Geschichte der Kirche in zwei Jahrtausenden entfaltet hat, um ihre jeweilige Theologie und nationale Position zu rechtfertigen.“ Um dies zu tun, müssten palästinensische Theologen sich an der „systematischen Entjudaisierung“ beteiligen, um „Ansprüche zu legalisieren, indem sie auf einem palästinensischen Evangelium fußen“. Dies lasse mittlerweile sogar Jesus „palästinensisch“ erscheinen, obendrein Maria und die Apostel. 

Einige gingen so weit, den palästinensisch-arabischen nationalistischen Kampf mit dem Kampf Jesu gegen Sünde und Tod zu vergleichen. Der lutherische Bischof Munib Younan erklärte im Jahr 2001 in seiner Osterpredigt: „Die palästinensische Kirche ist eine Kirche, die das Kreuz trägt ... eine Kirche wahren Märtyrertums.“ Die Verfolgung aber ist keine, die aus der Verbreitung des Evangeliums resultiert. Bischof Younan bezeichnet seine Kirche als „Märtyrer“, weil sie erleiden müsse, was Jesus litt: die brutale Unterdrückung von Wahrheit und Gerechtigkeit. Nerel schreibt, dass „der Tod derjenigen Palästinenser, die im Kampf gegen Israel umkamen, mit dem Opfertod Christi am Kreuz gleichgestellt wird“. 

Nicht nur Jesus muss für solche Propaganda und Manipulation herhalten. Manche palästinensischen christlichen Leiter vergreifen sich auch an jüdischen Helden aus dem Alten Testament. „War Samson nicht ein Selbstmordattentäter?“, fragt Rev. Naim Ateek von Sabeel in seinem vierteljährlichen Magazin Cornerstone. „Handelte er im Auftrag des Gottes der Gerechtigkeit, der die Befreiung der Unterdrückten will?“ Ateek hat gewissermaßen die Larve weggezogen und das Vertrauen der modernen palästinensischen Kirche in die Ersatztheologie demaskiert, so Nerel. „Die Geschichte Samsons wird benutzt, um den Vorwurf gegen die ‚Ungerechtigkeit des Gottes Israels im Alten Testament‘ zu untermauern. 

Ateek hält ‚die alte Heilsgeschichte des jüdisch-zionistischen Gottes‘ für ‚irrelevant‘.“ Als Israel nach langem Exil wie durch ein Wunder ein nationaler Staat wurde, war die Kirche gezwungen, einige falsche Lehren zu hinterfragen, die man lange Zeit aufrechterhalten hatte. 

Viele wissen heute: Das moderne Israel ist ein Beweis dafür, dass Gott die Juden weder zu ersetzen gedenkt noch Seine Zusagen an sie zurücknimmt. Ein Großteil der palästinensischen Kirche geht den entgegengesetzten Weg. Pastor Phillip Saad steht der baptistischen Gemeinde in Haifa vor. Der israelisch-arabische Christ beklagt in Bezug auf die Bemühungen der palästinensischen Kirche, sich auf die Seite des muslimischen Nationalismus zu stellen, dass es christliche Denominationen im Land gebe, die „Verbindungen mit Gruppen eingehen, welche sich Gottes Plan widersetzen“.

Von Ryan Jones

14.5.13

Shavuot


„So sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Lande einbringen wirst, das Jehova, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort gehen, welchen Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen“ (Deut 26:2)

Shavuot wird in der Erntezeit gefeiert, daher ist ein anderer Name für das Fest auch Chag HaKatzir, das Erntefest. Während der Zeit des ersten und zweiten Tempels gingen die jüdischen Bauern hinaus auf ihre Felder und markierten die Früchte die zu treiben beginnen mit einem Faden. Dann legten sie die Früchte in einen besonderen Korb, um sie zum Tempel nach Jerusalem als Opfer zu bringen.
Shavuot markiert den ersten Tag an dem die Bauern begannen die ersten Früchte zu bringen, daher ist er auch als Yom HaBikkurim, Tag der Erstlingsfrüchte bekannt.




 Shavuot ist eine Feier des Lebens, eine Zeit in der wir unsere Völkerschaft beteuern und unseren Überfluß feiern. Gewöhnlich essen wir Milchprodukte an Shavuot und dekorieren unsere Häuser und Synagogen mit Blumen und Ziergrün.

Shavuot bedeutet Wochen und bezieht sich auf das Zählen der sieben Wochen ab Pessach bis zu der Zeit an der die Israeliten die Tora erhielten, am sechsten Silvan.

1.3.13

Juden, die an Jesus glauben - unerwünscht?

Die messianischen Juden haben keinen leichten Stand. Obwohl sie doch die Menschen sind, die Jesus in seiner Zeit als er in Judäa und Samaria das Reich Gottes predigte, zuerst erreichen musste und konnte.
 Nur eine kleine Schar – ein Überrest Israels – hatte die Botschaft angenommen – alle zwölf Apostel, die Frauen und Paulus waren Juden(!) - und kurz vor seiner Auffahrt in den Himmel gab Jesus seinen Aposteln die Vollmacht und den Auftrag, seine Worte und Taten den Menschen bekannt zu machen, und zwar genau dieser Reihenfolge: “.... ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.” Und Paulus hat das aufgenommen indem er sagt:

“Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen”. (Für Griechen können alle Nicht-Juden stehen)
Römer 1,16.

Die Messianischen Juden werden mit Verachtung gestraft und sitzen sozusagen zwischen allen Stühlen. Sie werden in Israel kaum geduldet, vielleicht in Ruhe gelassen aber oftmals verfolgt und diskriminiert, und hier in Deutschland werden sie von den sogenannten Israel-Freunden, die sich ja ach so eifrig für Juden und Israel einsetzen – nicht dass ich ihren Einsatz geringschätze - leider ausgegrenzt. 

Sind Juden, die an Jesus glauben, keine Juden in ihren Augen? Zu den groß angelegten Konferenzen, wie die letztes Jahr in Frankfurt und die kommende Israel Konferenz in Berlin, sind die messianischen Juden, wenn sie offiziell auftreten, unerwünscht. Juden, die an Jesus glauben, und deren Organisationen, wie zum Beispiel “Beit Sar Shalom”, die sich für das Bekanntmachen des Evangeliums unter Juden stark machen, werden geschnitten und abgelehnt, weil viele Menschen der Meinung sind, “Judenmission”, wie es verächtlich genannt wird, das geht gar nicht.
Dass Muslime, vertreten durch Salafisten, bei uns im Land heftig für den Islam missionieren, scheint dagegen nicht zu stören. 
Über Jesu Kreuz war die Tafel angebracht, auf der stand, wer er war - wer er ist: "der König der Juden." Er kam als Jude, zu den Juden und ist ihr König, aber sie sollen ihn nicht kennenlernen dürfen? Das ist nicht nachzuvollziehen.  

Wladimir Pikman von der oben erwähnten Organisation Beit Sar Shalom drückt es so aus: "Brauchen Juden Jesus zum Heil? Die Frage ist echt komisch. Sind Juden keine Menschen? Warum erlauben sich Christen, Jesus von Juden fernzuhalten? Warum wagt derjenige, der behauptet, an Jesus zu glauben, überhaupt eine solche Frage zu stellen? Christen sollten wissen, dass Jesus das Beste ist, dessen jeder Mensch bedarf, und aufhören, Juden in Bezug auf ihren Messias zu benachteiligen. Sie sollten stattdessen überlegen, wie man den Juden durch Wort und Tat Jesu Güte und Liebe richtig vermitteln kann. Damit sowie mit weiteren Argumenten und entsprechenden Bibelstellen können wir messianische Juden gut und gerne den anderen Christen helfen." 

Dass jetzt auch die Kirchen diese – gegen Jesu Gebot gerichtete – Ansicht vertreten und den Jesus-gläubigen Juden die kalte Schulter zeigen, macht nur deutlich, dass die Kirchen sich um Jesu Missionsauftrag nicht mehr scheren und es ihnen nur noch darum geht, dem Mainstream zu folgen und mit allen Aktionen möglichst angepasst zu sein. 
Die Worte schrieb ich auf grund dieses Artikels: idea.de
Dazu gibt es auch zu lesen:  
  

17.2.12

Der Konflikt um Orthodoxe

In Israel ist ein Konflikt, der lange unter der Oberfläche schwelte, offen ausgebrochen. Der Berichterstattung darüber mangelt es zum Teil sehr an Differenzierung.      (Teil 2)

Der "Spiegel" geht von zehn Prozent Orthodoxen in Israel aus. Aber selbst bei einem Anteil von 30 Prozent Orthodoxen, mit dem der "Spiegel" in 50 Jahren rechnet, wären die Orthodoxen noch immer eine Minderheit. Das Magazin schreibt, Israel ähnele in vielem "mehr Iran als Europa". Diese Bewertung ist abwegig. Damit macht er aus einem Phantom eine Wirklichkeit.

Auf elementare Fakten in dieser Debatte weist der Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff hin. Er schreibt über die israelische Realität: "Für den Fall, dass dies nicht klar sein sollte, sei betont: In Israel wird niemand hingerichtet, weil er die Ehe gebrochen, eine Demonstration gefilmt oder einen wie auch immer gearteten ideellen 'Krieg gegen Gott' initiiert hat - alles Gründe, um im Iran zum Tode verurteilt zu werden. Wir haben hier in Israel eine größere Freiheit zur Äußerung unserer Meinung als in Deutschland. Auch gibt es in Israel keine Gesetzgebung, die jemanden - vergleichbar mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 - aufgrund seiner Abstammung oder rassischen Zugehörigkeit diskriminieren würde.

Die Vergleiche des modernen jüdischen Staates Israel mit dem nationalsozialistischen Deutschland, Mullahregime in Teheran oder dem Apartheidsystem Südafrikas sind falsch, unwahr und - falls wider besseres Wissen und mit propagandistischer Absicht verbreitet - gelogen!

Dass diese und viele andere Unwahrheiten auch von Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung verbreitet werden, macht sie noch lange nicht wahr. Vielmehr belegen diese schamlos übertriebenen Aussagen von Juden über ihre eigene Gesellschaft und ihren eigenen Staat, dass uns keine Wahl bleibt, als den alten Ratschlag des Juden Saul aus Tarsus zu beherzigen: < Prüft aber alles und das Gute behaltet. > (1. Thessalonicher 5,21)"

Dazu gehört auch zu bedenken, dass es keine Bibel gäbe, wenn nicht ernsthaft gläubige Juden das Wort Gottes auf das Genaueste gehütet, bewahrt und getreulich abgeschrieben hätten. Rabbiner Yehuda Teichtal, der das jüdische Bildungszentrum Berlin leitet, hat unlängst geschrieben: < Wenn Moses heute in eine Synagoge kommen und aus unserer Thora lesen würde, so könnte er feststellen, dass diese Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Abstand für Abstand genauso ist, wie die, die er vor 3284 Jahren geschrieben hat. >
Gerade aus einer christlichen Perspektive gehört auch dieser Aspekt zu einer fairen Bewertung orthodoxer Lebenswirklichkeit.
Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG

11.2.12

Der Konflikt um Orthodoxe

In Israel ist ein Konflikt, der lange unter der Oberfläche schwelte, offen ausgebrochen. Der Berichterstattung darüber mangelt es zum Teil sehr an Differenzierung.        (Teil 1)

Manche Ultraorthodoxe lehnen den Staat Israel ab, weil er nicht vom Messias, sondern von Menschen ausgerufen wurde. Sie hätten es gerne, dass Frauen und Männer in Bussen getrennt sitzen und wollen, dass auf Werbeplakaten keine Frauen mehr zu sehen sind. Sie wollen der Mehrheit vorschreiben, wie sie zu leben hat und konnten einige Erfolge erzielen. Der Mehrheitsgesellschaft ist der Konflikt bewusst geworden, sie setzt sich jetzt gegen die ultraorthodoxe Anmaßung zur Wehr. Es fanden große Demonstrationen und verschiedene Protestaktionen statt.
Es sind nicht alle Orthodoxen so gestrickt, wie die Eiferer. Viele Orthodoxe distanzieren sich von den Radikalen, einige kamen sogar zu den Demonstrationen. Viele Orthodoxe sind gelehrsame Gläubige, friedliebend und weltoffen, ebenso dem Wort verbunden, wie dem Nächsten zugewandt. Das Bild, das die Presse jetzt vom orthodoxen Judentum zeichnet, hat mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.
Medien funktionieren nach dem Schwarmprinzip. Wer als erster eine Story hat, von der man annehmen darf, dass sie Auflage und Quote nach oben treibt, löst damit eine Schwarmbildung aus: Flugs schwimmen alle Seit an Seit beschleunigt in dieselbe Richtung. Solange, bis woanders neue Beute gewittert wird.

Auch der "Spiegel" berichtete getreu dem Motto: "Die größte Übertreibung ist der dickste Köder" über das Geschehen. Das Land zwischen Hightech und Tugendwahn sei auf dem Weg der Talibanisierung. Bald werde der Sittlichkeitsterror die Oberhand behalten. Als Beleg präsentierte die Autorin eine rechte Schauergeschichte von zwei total verhüllten Frauen. Als Beweisfoto dienen zwei Kleiderberge, unter denen sich Frauen verbergen.
Berichtet wird von einer besonderen Gestrengen, die 27 (!) Lagen Stoff übereinander trage, um sicherzustellen, dass die Sittlichkeit gewahrt bleibe. Sogar die Wände der Dusche habe diese Frau verhüllt, sie wolle ihr Ehrgefühl auch nicht von den Wänden verletzen lassen. Sie halte es auch für sittlicher, nicht mehr zu sprechen, Schrift und Gesten genügen ihr. Dass sie als Kind missbraucht wurde und vier Jahre im Gefängniss saß, erfährt der Leser am Rande. Solch extreme Einzelfälle sind kaum eine Gefahr für ein freies Israel und sagen mehr über die Psyche der betreffenden Frau aus, als über die Realität des Landes. 
Der "Spiegel" rechnet anhand der Geburtenrate der Frommen vor, wie lange es wohl dauert, bis alle Frauen in Israel so rumlaufen müssen, wie es die erwähnte Frau innerhalb ihrer vier Wände für richtig hält. Diese Gefahr existiert nicht. Keine relevante Gruppe im Judentum erhebt diese Forderung.

Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG

27.8.11

Mit dem Wort Gottes in den Kampf

  „Denn mit Dir erstürme ich einen Wall, und mit meinem Gott überspringe ich eine Mauer. Gott - Sein Weg ist untadelig; des HERRN Wort ist lauter; ein Schild ist Er allen, die sich bei Ihm bergen.“
Psalm 18:30-31


Angesichts des Plans der Palästinenser, am 20.9. bei der UNO die Anerkennung als Staat zu beantragen, fürchten immer mehr Menschen einen massiven Angriff der Palästinenser auf die Grenzen Israels. Je nachdem, wie weit sich die israelischen Truppen dann gezwungen sehen, sich und die Grenze zu verteidigen, könnte sich die Situation schnell verschlechtern und in einen offenen Krieg umschlagen. Um junge israelische Soldaten auf die wohl schwersten Kämpfe in ihrem bisherigen Leben vorzubereiten, wenden sich einige Vertreter der Armee der Bibel zu. Religiöse Kommandeure in der Armee sind der festen Überzeugung, dass die biblischen Berichte die jungen Soldaten am besten motivieren können, mutig zu kämpfen. Säkulare Stimmen mögen oft protestieren, doch Fakt ist, dass die mutigsten Heldentaten normalerweise von bibeltreuen israelischen Soldaten vollbracht werden. (Israel Today, Ryan Jones)

3.9.10

Rosh Hashana Teil I

Ursprung

Mit Rosh Hashana, was wörtlich "Kopf des Jahres" heißt, wird das jüdische Neujahr gefeiert. Wir gehen heute von dem Jahr 5770 in das Jahr 5771 des jüdischen Kalenders über. Der Feiertag wird am Ersten des jüdischen Monats Tishri, in diesem Monat der 9. September, besser gesagt, am Abend davor begangen. Man kennt dem Feiertag auch als „Jom Teruah“, der Tag der Trompeten.
Rosh hashana erinnert die Juden vor allem an Gottes Erschaffung des Universums, denn nach rabbinischer Überlieferung und Tradition erschuf der HERR das Universum an genau diesem Tag. Und ebenso glaubt die jüdische Tradition, dass das Schicksal der Gläubigen bzw. der Gerechten, der „tzaddikim“ im Buch des Lebens und das Schicksal der Sünder, der „resha-im“ im Buch des Todes aufgeschrieben wird.

Zehn Tage zur Umkehr

Jedoch hat der Mensch zehn Tage "Aseret Jemei Tschuwa", bis Jom Kipur, Zeit, umzukehren und seine Sünden zu bekennen, um eine Änderung seines Schiksals zu erreichten und erst am Jom Kipur kann er mit Gott versöhnt werden.

So löst Rosh Hashana eine zehn Tage Periode aus, in der Gebet, Selbstprüfung und Umkehr geübt wird, und die dann in den höchsten heiligen Feiertag, den Tag der Sühne, auch Versöhnungstag, dem JOM KIPUR mündet. Diese zehn Tage werden "Jamim Norai'm" genannt, die Tage der Ehrfurcht oder die höchsten heiligen Tage.

Am 9. Tishri wird von dem Vorsänger in der Synagoge das heiligste aller Gebete, das "Kol Nidrei" gesungen. Kol Nidrei heißt: alle Gelübde, und hierbei werden alle unerfüllten Schwüre und Gelübde, die im Laufe des Jahres gemacht wurden, für nichtig erklärt, damit Gott allen auch die schweren Urteile, die als Folge der unbeachteten Schwüre auf den Menschen lasten, erlassen mag.

Sept.

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

Eilul

Tishri

28

29

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Seli-chot


Erev R-h

Rosh ha-shana

Jamim Norai'm

Kol Nidrei

Jom Kippur





Teil II folgt.


11.1.10

40 Tage Fasten und Gebet Für die Gemeinde Jesu, Deutschland und Israel


Zeit: von 6. Januar bis 14. Februar 2010

Deutschland befindet sich – wie alle Nationen – auf dem Weg in das biblische „Tal der Entscheidung“ (Joel 4,14). Dort wird sich letztendlich entscheiden, ob unser Volk zu den „Schafen“ oder den „Böcken“ (Matt. 25,31ff) zählen wird. Auf dem Weg dorthin wird es zu Vorentscheidungen kommen. Zum Beispiel in Bezug auf unsere Stellung zu Gottes Plänen mit Israel und Jerusalem einerseits und den Plänen der EU und der UN auf der anderen Seite. Diese Frage wiederum hängt zusammen mit der Frage, wie ernst Deutschland – nicht zuletzt im Umgang mit dem radikalen Humanismus und dem radikalen Islam – seine eigenen jüdisch-christlichen Wurzeln nimmt.
Das Schicksal Deutschlands wiederum wird maßgeblich davon beeinflusst, inwieweit wir als Gemeinde Jesu in der Gnade Gottes (Röm. 5,20) in unsere Berufung hineinwachsen, inmitten
unserer Gesellschaft „Salz und Licht“ (Matt. 5,13–14) und eine „königliche Priesterschaft“ (1. Petr. 2,9) zu sein.

Und für einen derartigen nationalen geistlichen Durchbruch hin zu dieser neuen Ebene der Vision, der Einheit, der Demut und der Vollmacht der Gemeinde Jesu bedarf es des kollektiven Fastens und Gebets. Sich daran zu beteiligen, dazu möchte ich allen Lesern, ja allen gläubigen Christen in Deutschland von Herzen Mut machen! Die 40-Tages-Initiative Anfang 2010 bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit.

Unterstützt wird diese Initiative durch:

Harald Eckert - Christen an der Seite Israels
Ortwin Schweizer - Wächterruf
Michael Winkler - Forum Leben Networking
Jobst Bittner - TOS
Keith Warrington -

Mehr Info hier

11.11.09

Auf welcher Seite stehst du?

Das ist die Evangelisch-Lutherische Kirche Beit Jala. In dieser Kirche habe ich damals, im Jahr 1985 / 86 zusammen mit einer anderen Deutschen und Pfarrer Shihade die Gottesdienste für die Gemeinde gestaltet, Lieder herausgesucht und dann im Gottesdienst gesungen.


Er war ein echt netter Mensch. Alle Palästinenser, die ich kennenlernte, waren nett und haben mich gut behandelt. Meine angeheiratete Familie hat mich angenommen, hineingenommen und die herzliche Verbindung besteht bis heute.

Ich wage heute gar nicht daran zu denken, welche Lehre mich beeinflusst und welche Sichtweise ich entwickelt hätte, wäre ich jedoch in Beit Jala geblieben. Ich hätte es aber wahrscheinlich gar nicht als falsch empfunden.


Man muss ja nur verhindern, dass ein Mensch die Bibel liest, als Gottes Wort ernst nimmt und die praktische Lehre dazu bekommt. (Normal in vielen Kirchen, nicht wahr?). Dann ist er offen für alles, was die Welt an Ideologien, Lehren, politischen Ansichten und Religionen zu bieten hat. Und das Vermischen mit dem christlichen Glauben ist dann kein Kunststück mehr. Für die Christen in Bethlehem sowieso nicht. Ihre Tradition und Gemeinschaft gibt ihnen zwar Halt aber keinen wirklichen Glauben. Schon damals konnte ich sehen, das nur da, wo echter Glau
be da war, die Leute sich von ihren moslemischen Landsleuten deutlich distanzierten. Allerdings hörte ich auch niemanden Solidarität mit Israel bekunden.

Ich glaube, die palästinensischen Christen lebten und leben heute noch in einer permanenten ideologischen Zwickmühle. Ihr Ausweg: möglichst über beide Themen, die Moslems und Israel, so wenig wie möglich reden. Dann kommt man auch nicht in die Verlegenheit, sich offenbaren zu müssen. Das führte bei vielen aber auch zu einer Identitätskrise. Die Lösung daraus war: a) emigrieren, b)
sich klar auf die eine oder andere Seite schlagen. Die meisten, die im Land blieben, schlugen sich auf die andere Seite, wie man an Jadalla Shihade sieht.
Ich wäre wahrscheinlich sowohl geistlich als auch politisch in einer Grauzone steckengeblieben. Aber bei mir hatte Gott - wie an vielen Stellen meines Lebens - seine Hand im Spiel.

Dass ich aber in dieser Zeit in meiner politischen Haltung (sofern ich überhaupt eine politische Haltung hatte!) sehr pro-palästinensisch beeinflusst worden war,
lässt sich daran erkennen, dass ich in den ersten Jahren in Deutschland (ab 1989) zu pro-palästinensischen Veranstaltungen gegangen bin. Ich hatte, weil mein Leben bei den Arabern ja nicht schlecht war, meine Identität verlagert und mich ganz eins mit den Palis gefühlt. Und dass wollte ich auch zeigen. Ich war sogar bei Felicia Langers Veranstaltungen in Tübingen und habe ihr Beifall geklatscht!
Allerdings hatte ich nie eine Israel-feindliche Einstellung. Da ich mit meinem Mann sehr oft in Israel rumgereist bin, haben wir viele nette Israelis kennengelern
t.
Dennoch konnte ich in den ersten Jahren in der CGR bei Vorträgen und Predigten über Israel nur mit Unruhe zuhören und musste manches Mal vorzeitig rausgehen, weil ich die Lobhudelei, wenn von dem wunderbaren, auserwählten Volk, das die Wüste zum Blühen bringt, geschwärmt wurde, nicht ertragen konnte. Erst nach und nach fing sich mir an, das Wort Gottes zu erschließen.

Wir wurden in der Gemeinde dazu angehalten, die Bibel ganz zu lesen. Die Bibel nach Bibelleseplan in einem Jahr durch! Das blieb nicht ohne Auswirkung. Zusammen mit einer guten Auslegung bzw. Lehre hat es den Effekt, dass man die größeren geistlichen Zusammenhänge erkennt, Gottes Wort als sein Wort an uns Menschen wertet und natürlich entdeckt, was die Bedeutung von Israel ist.
Wie ich allerdings eine geradezu enthusiastische Liebe für Sein Volk bekommen habe, ist mir bis heute unerklärlich. Denn Er hat mir diese Liebe für die Juden und Israel in mein Herz gelegt.

Ich wurde verwandelt, meine Haltung um 180 ° gedreht. Dennoch, mein Herz schlägt noch immer sehr für die Palästinenser, die ich immer als liebenswürdige, warmherzig Menschen kenengelernt habe. Aber es ist mittlerweile schwer, das zu zeigen. Denn die Palis sind einfach so erbärmlich und machen alles falsch, was man nur falsch machen kann. Die Christen lassen sich von den Moslems in eine politische Haltung drängen, die Moslems werden vom Islam verkorkst, und alle lassen sich von ihren moslemischen "Brüdern" im Ausland in diesem Konflikt gängeln und missbrauchen. Sie lassen zu, dass Radikale und Korrupte das Sagen haben und haben nicht den Mut gegen die Lügen und das offensichtliche Unrecht aufzubegehren. Sie überlassen ganz Bethlehem - die berühmteste christliche Stadt der Welt - und die angrenzenden Orte den Moslems und weinen dann, weil die Israelis in die gefährliche Region keine Touristen mehr lassen wollen.

Sie lassen sich seit sechzig (!) Jahren in dreckigen Flüchtlinglagern einpferchen. Wobei es wohlhabende Palis gibt, die ihr neues komfortables Haus mitten ins Lager bauen, aber so dass es nicht gleich sichtbar ist. Die teilweise immensen sozialen Unterschiede, werden aber natürlich ungern zu Sprache gebracht. Es geht dabei ja auch nicht um Mangel an Geld, sondern um ein politisches Druckmittel der Welt gegenüber, die nicht aufhören soll, das Leid der Palästinenser zu bedauern und als Ergebnis der unmenschlichen Unterdrückungspolitik der israelischen Besatzung anzuklagen.
Diese schwache und ganz eindeutig ungerechte und nicht friedensbereite Haltung der Palästinenser, wie sie sich heute mehr und mehr zeigt, macht es mir eher leicht, meine Sympathiebekundungen für die die Palästinenser zu zügeln.
Aber ich sehe, dass es auch anders geht. Es gibt ganz wenige echte Christen, die in ihrem Umfeld das Evangelium und die Liebe Gottes verbreiten. Ohne Rücksicht auf Verluste. Man weiß nicht, wie lange noch. Sie gilt es zu unterstützen und für sie zu beten.


Wenn ich die Fotos betrachte, denke ich immer mit etwas Wehmut an die Zeit zurück, als die Lage dort noch nicht ganz so hoffnunglos war die Grenzen offen und Bethlehem, Beit Jala und Beit Sahour noch christlich waren.
Wann werden die Palästinenser zum Frieden finden? Ich denke erst, wenn sie die Bibel aufschlagen und es einsehen:
"Auch wenn ich nicht bei euch bleibe, sollt ihr doch Frieden haben. Meinen Frieden gebe ich euch; einen Frieden, den euch niemand auf der Welt geben kann. Seid deshalb ohne Sorge und Furcht!" (Jesus zu seinen Jüngern)