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18.3.08

Gut gesprochen, Angie

Ja, sie hat gut gesprochen, angefangen in ivrit und dann weiter auf deutsch - was allein schon eine historische Sensation war - weise Sätze, sehr klug formuliert mit der richtigen Wortwahl. Sie hat kein wichtiges Thema ausgelassen und zu allem das Richtige gesagt: dem Holocaust, den deutsch-israelischen Beziehungen, dem Nahost Konflikt und dem Iran-Problem. Obwohl sie in ihrer Rede nur Israel zu Ehren kommen ließ, hat sie es dennoch geschafft, die Palästinenser nicht zu verprellen.


Einige Ihrer Sätze müssen Balsam auf die israelische Seele, bzw. Musik in den israelischen Ohren gewesen, sein, denn die israelische Presse hörte sie heraus:

Zitate:
"Die Shoah erfüllt uns Deutsche mit Scham. Ich verneige mich vor den Opfern, ich verneige mich vor den Überlebenden und vor all denen, die ihnen geholfen haben, dass sie überleben konnten."

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"60 Jahre Israel - das sind 60 Jahre großartiger Aufbauarbeit der Menschen unter schwierigen Bedinungen - das sind 60 Jahre Herausforderungen im Kampf gegen Bedrohungen für Frieden und Sicherheit."
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"Terrorangriffe sind ein Verbrechen und sie bringen keine Lösung in dem Konflikt."
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"Ich weiß sehr wohl: Sie brauchen keine ungebetenen Ratschläge von außen und schon gar nicht von oben herab. Eine Lösung kann am Ende nur durch Sie hier in Israel und die Palästinenser selbst erfolgen"

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"Gerade an dieser Stelle sage ich ausdrücklich: Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet."
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" Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar."
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"Mit immer währender Verantwortung für die Vergangenheit, mit gemeinsamen Werten, mit gegenseitigem Vertrauen, mit großer Solidarität für einander, und mit vereinter Zuversicht. In diesem Geist feiern wir das heutige Jubiläum. In diesem Geist wird Deutschland Israel nie allein lassen, sondern treuer Partner und Freund sein."



Die ganze Rede kann man hier lesen:

Bundesregierung online

Weltonline.de


BotschaftdesStaatesIsrael

oder hören:

Die Bundesregierung


5.3.08

Darf ein Deutscher......

vor der Knesset in Jerusalem deutsch sprechen?

In der Knesset ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob Angela Merkel dort ihre Ansprache auf Deutsch halten darf. Die Bundeskanzlerin will am 16. März mit einer großen Delegation nach Israel reisen. Anlass ist das 60-jährige Bestehen des jüdischen Staates.

"Der Klang der deutschen Sprache beleidigt mein Ohr", sagte der israelische Abgeordnete Arieh Eldad. "Im Staat Israel leben noch Zehntausende Überlebende, die das Deutsch stört - trotz der 65 Jahre, die seit dem Zweiten Weltkrieg vergangen sind." Er fügte hinzu: "Solange unter uns noch Leute leben, die der Klang der deutschen Sprache an Anweisungen zum Mord und das Geschrei der SS-Leute in den Todeslagern, Ghettos, Konzentrationslagern, bei der Zwangsarbeit und den Todesmärschen erinnert, so lange ist es angemessen, dass die deutsche Sprache in der Knesset-Vollversammlung nicht zu hören ist."


Am Montag schrieb Eldad in einem Brief an Knesset-Sprecherin Itzik: "Die historische Diskussion über die Beziehungen mit Deutschland ist noch nicht beendet. Ich gehöre zu denjenigen, die noch keine deutschen Produkte kaufen, und ich habe geschworen, niemals deutschen Boden zu betreten." Dennoch würde er, wenn er Premierminister in Israel wäre, nach Deutschland fahren, um den Empfang der besonderen U-Boote zu beschleunigen, die kein anderer Staat in der Welt für die Israelis herstelle. Die Abgeordnete Esterina Tartman pflichtete ihm bei: "Auch wenn Deutschland zu unseren größten Freunden in der Welt gehört und auch wenn das heutige Deutschland sich erkennbar bemüht hat, die Verbrechen der Vergangenheit 'wiedergutzumachen' - obwohl sie nicht wiedergutzumachen sind -, muss Deutschland verstehen, dass die Knesset das Abgeordnetenhaus des ganzen jüdischen Volkes ist." Tartman sagte weiter: "Die Wunde der Katastrophe des jüdischen Volkes ist nicht vernarbt und wird niemals vernarben." Solange der Klang der deutschen Sprache auch nur bei einem einzigen Juden Salz in diese Wunde streue, "sollte Merkel bei aller Freundschaft und Zuneigung, die ich ihr gegenüber entgegenbringe, davon absehen, auf Deutsch zu sprechen und ihre Ansprache auf Englisch halten".

Im Februar 2005 begann Bundespräsident Horst Köhler seine Rede deshalb mit ein paar hebräischen Sätzen, bevor er ins Deutsche wechselte. Johannes Rau, der im Jahr 2000 sprach, hatte sich erst Protest geregt. Ihm wurde es aber letztendlich erlaubt, auf Deutsch zu sprechen, weil er "der größte Freund Israels in Deutschland" sei, wie der damalige Knesset-Präsident Awraham Burg befand. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen. Doch Rau habe Israel mehr als 30-mal besucht.

Rau bat damals in seiner Rede vor der Knesset um "Vergebung für das, was Deutsche getan haben". Er war der erste deutsche Politiker, der vor dem Parlament in Jerusalem sprechen durfte. Etwa ein Drittel der Knesset-Abgeordneten jedoch war der Sitzung ferngeblieben.

israelnetz.com


Eure Meinung würde mich interessieren! - Was denkt ihr? Sind die Juden zu empfindlich, oder kann man das verstehen? - Kommentare

14.2.08

Video ll Olmert in Berlin

Ministerpräsident Ehud Olmert - Ansprache bei der Pressekonferenz zusammen mit Angela Merkel am Dienstag, 12. Februar 2008 (die ganze Rede /englisch)

Video ansehen - Media Player


Auszüge aus Olmerts Rede:

Vielen Dank, Kanzlerin Merkel, für Ihre Einladung und die sehr herzliche Gastfreundschaft, die Sie mir und meiner Delegation erwiesen haben. Dies ist nicht das erste Mal, Sie haben es bereits früher getan und es war mir immer eine Freude, hierher zu kommen und Ihre sehr interessanten und tiefgehenden Sichtweisen von der Realität, mit der wir in unserem Teil der Welt konfrontiert sind, zu hören. Ich bin besonders glücklich darüber, dass wir, auf Grund vergangener Gespräche, entschieden haben, die Grundlage der Beziehung zwischen Deutschland und dem Staate Israel auszubauen und zu erweitern. Wie Sie es sehr richtig gesagt haben – und davon sprachen wir ausführlich in unseren privaten Gesprächen – die Beziehung zwischen dem deutschen Volk und dem jüdischen Volk in Israel hat eine einzigartige Geschichte. Ihnen ist voll und ganz bewusst, was die enorme historische Verantwortung Deutschlands für unsereVergangenheit und somit auch für die Bildung einer anderen Zukunft bedeutet."
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"Dies ist eine sehr besondere Situation – eine gewisse Balance zu halten, mit einer Hand den Kampf gegen den Terror zu führen und gleichzeitig den Verhandlungen zwischen uns und den Palästinensern nicht den Schwung zu nehmen. Die einzige Art und Weise, in der dies getan werden kann, besteht, denke ich, in der Tat darin, die Verhandlungen mit den Palästinensern weiter zu führen, um eine Basis der Hoffnung, dass es in Zukunft besser aussehen wird, aufbauen zu helfen, aber gleichzeitig nicht unseren Feldzug gegen Terroristen im Gaza-Streifen und anderswo zu stoppen. Ich meine, unsere Position ist sehr klar gemacht worden: Wir werden weiter die Terroristen bekämpfen. Wir werden nicht aufhören, wir werden niemandem Nachsicht gewähren, wir werden jeden fassen, und wir werden dies mit Stärke, Entschlossenheit und ohne jegliche Verzögerung tun."

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„Israel ist der Meinung, dass die Iraner in ihren Plänen zur Schaffung einer Kapazität für nicht-konventionelle Waffen voranschreiten. Nichts von dem, was wir wissen, hat unsere Haltung in dieser Angelegenheit geändert. Wir sind sicher, dass die Iraner an einer ernsthaften, teils heimlichen Operation zur Schaffung nicht-konventioneller Kapazitäten zu Gange sind.“
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Sie waren das erste ausländische Staatsoberhaupt, der mich besuchte, kurz nachdem ich im Januar 2006 in das Amt des Ministerpräsidenten Israels katapultiert worden war, und Ihre Freundschaft und tief emotionale Haltung zum Staate Israel und dem jüdischen Volk hat mich und mein Volk sehr bewegt und ich will Ihnen meinen Dank dafür aussprechen."