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25.1.08

Internationaler Holocaust Gedenktag


Am 27. Januar 1945 erreichten sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz und befreiten die noch Überlebenden. Fast fünf Jahre lang waren dort Menschen gequält und ermordet worden: Roma, Sinti, Jenischen, Polnische Intellektuelle, russische Kriegsgefangene, oppositionelle Christen, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, Behinderte und natürlich vor allem Juden. Nach der Befreiung der Konzentrationslager gingen grauenvolle Bilder um die Welt: sie legten endgültig offen, dass in Deutschland und im besetzten Europa zwölf Jahre lang Millionen Menschen in Ghettos, Konzentrationslagern und Vernichtungslagern gedemütigt, gequält, zu Arbeit gezwungen, ausgehungert, gefoltert, erschossen, in Experimenten missbraucht, vergast und verbrannt worden waren.

1996 erklärte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum nationalen Gedenktag in Deutschland "für die Opfer des Nationalsozialismus". Der Deutsche Bundestag trifft sich seitdem alljährlich zu einer Feierstunde. Die UNO hat im Oktober 2005 den 27. Januar offiziell zum Holocaust-Gedenktag erklärt und eine Resolution angenommen, in der alle Mitgliedstaaten aufgerufen werden, an diesem Tag an den Judenmord zu erinnern.

In Israel wird der Tag der Shoah, genau: Holocaust Märtyrer- und Heldentag, ebenfalls einmal im Jahr begangen. Das Wort "Shoah", hebräisch Begriff = große Katastrophe. Der Jom haShoah wird in Israel am 27. Nisan (dieses Jahr 2. Mai) begangen, indem um 10 Uhr eine Sirene die Menschen zwei Minuten lang zum Innehalten aufruft; in dieser Zeit ruht der Verkehr, wird nicht gearbeitet, schweigend verharren die Menschen für zwei Minuten an dem Ort, an dem sie gerade sind, in ganz Israel.

Die israelische Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem veranstaltet zu diesem Anlass zum ersten Mal ein dreitägige Konferenz für Jugendliche aus aller Welt an der "International School for Holocaust Studies" in Jad Vashem.




Weitere Informationen unter dem folgenden Link:
http://www1.yadvashem.org/education/department/hebrew/
january27Congress.html

6.10.07

Neo-Nazis in Israel

Die Neo-Nazi Gruppe, die in Petach Tikwa entdeckt worden war und die Öffentlichkeit in Israel geschockt hatte, ist nur die Spitze des Eisberges von einem Phänomen, das offensichtlich weiter verbreitet ist, als bisher angenommen. Wie es aussieht, identifizieren sich viele Israelis, obwohl sie doch in Israel leben, mit der Nazi-Ideologie. Zalman Gilichinsky, Gründer der Initiative DMIR, Zentrum für Antisemitismus-Opfer in Israel, sagt: „wir wissen, dass noch mehr Gruppen dieser Art in Haifa, Akraiot, Ashdod, Ashkelon, Beer Sheva und Jerusalem existieren. Was in Demona passierte, kam jetzt zum ersten Mal in den Nachrichten, aber wir wussten seit Jahren von derartigen Aktivitäten hier bei uns. Diese Leute sprechen und schreiben wie Neo-Nazis, sie hören Neo-Nazi Musik und haben im Internet ihre Foren in russischer Sprache und schauen sich ihre Aktionen von Gleichgesinnten in Russland an. Angefangen hat es mit Grafiti von Hakenkreuzen und Sachbeschädigung und nun weiten sich tätliche Angriffe gegen Personen immer mehr aus“. Gilichinsky sprach mit einem Jungen, der schon vor 10 Jahren während der Schulzeit als einziger Jude in seiner Klasse so schlimm unter Antisemitismus litt, dass er zu seinen Eltern sagte, er wolle kein Jude mehr sein, er wolle zum Christentum konvertieren.

Gilichinsky hatte über die Zeitung Kontakt zu Mensch gefunden, die sich bereit erklärten, über Erfahrungen mit Antisemitismus in Israel zu sprechen und was ihnen widerfahren war. Daraufhin wurde die Intiative gegründet. Auf die Hilferufe an die Behörden, an die Regierung, um dieser Gefahr Einhalt zu gebieten, wurde von Seiten der Regierung nicht reagiert. Man kehrte das Thema unter den Teppich.

Seht hierzu einen Filmbeitrag aus Arutz Sheva