Christen und messianische Juden - Ihr Stand, ihre Probleme, ihre Wünsche, ihre Ansichten
20.4.09
Eklat mit Adolfmadinedjad
Mehrere Delegierte verließen während der Ansprache in Protest den Saal, wie auf dem Video zu sehen - auf Initiative von, man höre und staune, Frankreich.
Ahmadinedschad sprach von einer "vollkommenen rassistischen Regierung" Israels. Der Staat Israel sei unter dem "Vorwand jüdischen Leidens" im Zweiten Weltkrieg gegründet worden. Eine ganze Nation sei heimatlos geworden, meinte er unter Hinweis auf Palästina. "Zionisten" und ihre Verbündeten hätten den Krieg im Irak geplant. Der Zionismus sei der "personifizierte Rassismus".
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht das Forum durch Ahmadinedschad missbraucht. "Jedes UN-Mitglied hat die Verpflichtung, die Regeln der Vereinten Nationen voll einzuhalten", sagte Ban. Dazu gehöre, dass kein Land ein anderes UN-Mitglied diskriminieren dürfe. Er warf Ahmadinedschad vor, die Konferenz missbraucht und Israel beleidigt zu haben. "Das ist eine völlig inakzeptable Situation", sagte der UN-Generalsekretär.
17.4.09
Deutschlands Teilnahme steht auf der Kippe
Eine Teilnahme sei vom Ausgang der Verhandlungen über den umstrittenen Entwurf einer Abschlusserklärung abhängig, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag in Berlin.
Das Thema beschäftige die Bundesregierung seit Wochen intensiv, und es ist klar, dass es keine leichtfertige Entscheidung ist, wenn Deutschland erstmals nicht an einer UN-Konferenz teilnehme.
"Deutschland hat die moralische Verpflichtung, sich entschieden gegen diese Konferenz zu wehren." Das Simon Wiesenthal Center, das weltweit gegen Antisemitismus kämpft, ruft Regierungen zum Fernbleiben auf. "Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel muss den Boykott anführen", fordert das Center.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte plädiert jedoch für eine Teilnahme Deutschlands an der Antirassismuskonferenz der Vereinten Nationen. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt für einen Boykott der Veranstaltung, sagte Institutsdirektor Heiner Bielefeldt am Freitag im Deutschlandfunk. Dies würde der UN nur Schaden zufügen.
Am Donnerstag versuchte der Iran laut Diplomaten, eine Passage über den millionenfachen Judenmord der Nazis im Entwurf für das Abschlussdokument der Konferenz zu streichen. Islamische Länder setzen sich zudem dafür ein, dass ein Verbot der Kritik an Religionen ins Schlussdokument aufgenommen wird. Westliche Staaten hingegen wollen eine Verurteilung Israels und das Verbot einer Religionskritik verhindern.
Die Bundesregierung will an diesem Wochenende entscheiden, ob sie eine Delegation zu dem Treffen schickt. Ein Nein aus Berlin wäre der erste deutsche Boykott einer UN-Konferenz. Auch die anderen EU-Staaten drohen mit Fernbleiben. Die US-Regierung unter Barak Obama, ließ ihre Teilnahme bis Freitag offen.
Navi Pillay, die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, wirbt bis zuletzt für eine Teilnahme der Europäer und Amerikaner. Doch die Menschenrechtsaktivisten sind sich bewusst, dass die Genfer Konferenz zu einer Neuauflage der UN-Antirassismuskonferenz in Durban ausarten könnte.
FOCUS.ONLINE
FR.ONLINE
6.3.09
Bravo !!
Italien wird als einzigstes europäisches Land nicht an der UN-Rassismus-Konferenz, Durban II, teilnehmen.
Der italienische Außenminister Franco Frattini teilte am Donnerstag mit, dass sein Land seine Delegation aufgrund "aggressiver und antisemitischer Stellungnahmen" im Entwurf des Abschlussdokuments von den Verhandlungen im Vorfeld abgezogen habe.
Da hat Italien was verstanden, was Deutschland offensichtlich nicht bekümmert.
Denn diese Konferenz verspricht eine Neuauflage der in 2001 stattgefundenen Anti-Rassimus-Konferenz, Durban I, zu werden, wo eine einzige antiisraelische Hassparade und Verunglimpfung und haltlose Verurteilung des einzigen demokratischen Landes im Nahen Osten und UN-Mitglieds Israel veranstaltet wird.
Kanada und selbstverständlich Israel boykottieren die Konferenz offiziell von Anfang an und die USA hat es endlich auch kapiert, wie wichtig es ist solche Zeichen zu setzen.
Schade Deutschland :-(
15.12.08
Boykott von antisemitischer Konferenz
“Die Bundesregierung soll die „Durban Review Conference“ im April 2009 in Genf (Durban II) boykottieren und eine Initiative in der Europäischen Union mit dem Ziel eines Boykottes aller EU-Staaten starten, fordert der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Dr. h.c. Johannes Gerster.
Die Konferenz von Durban im Jahre 2001 hatte unter der Flagge eines angeblichen „Antirassismus“ und unter dem Mantel der Vereinten Nationen unsägliche antisemitische Angriffe gegen Israel und alles Jüdische in der Welt produziert und ausgesondert. Unter maßgeblicher Führung arabischer und islamischer Staaten und Organisationen wurde im Wesentlichen billige Hasspropaganda betrieben, obwohl sich „Antirassismus“ und „Hasspropaganda“ selbstverständlich ausschließen.
Die Vorbereitung von Durban II lässt erkennen, dass der Missbrauch der UN und die Hasstiraden gegen Israel eine Neuauflage finden sollen. Dass die islamische Republik Iran zum inneren Kreis der „Vorbereiter“ gehört, beweist, wieder einmal wurde der Bock zum Gärtner gemacht. Religiöse Minderheiten und unterdrückte Frauen im Iran müssen es als Verhöhnung ihrer Menschenrechte ansehen, dass die iranischen Machthaber als Vorkämpfer von Antirassismus international akzeptiert werden.
Die Bundesregierung sollte wie z.B. Kanada die Teilnahme ablehnen und die EU-Staaten zu einer geschlossenen Absage bewegen. Damit würde der Durban II Konferenz jedwede Relevanz genommen und dem Kampf gegen Rassismus auch im Iran ein wichtiger Dienst geleistet.”
aus dem Newsletter der is. Botschaft, Berlin