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20.10.09

Goldstone Mission kontra Friedensprozess

von Danny Ayalon

Acht Jahre lang, während derer die Hamas wahllos israelische Zivilisten mit Raketen beschoss, hat die UNO geschwiegen. Erst als Israel nach Jahren der Zurückhaltung daran ging, dem Terror ein Ende zu setzen, handelte der Menschenrechtsrat – indem er Israel verurteilte. Dieses einseitige Gremium verabschiedete eine einseitige Resolution, die eine einseitige Untersuchung verlangte. Im vergangenen Monat wurden die Ergebnisse dieser „Untersuchung“ von Richter Richard Goldstone dem Menschenrechtsrat vorgelegt. Doch statt verantwort
ungsbewusst mit dem Bericht umzugehen, haben sich die Ratsmitglieder in eine weitere antiisraelische Farce eingefunden, die selbst Goldstone als einseitig empfand.

Es hat bereits Dutzende internationaler Untersuchungen zur Gaza-Operation gegeben, und Israel hat mit beinahe allen von ihnen voll zusammengearbeitet, einschließlich derjenigen des UN-Generalsekretärs. Nur in Fällen, wo es ohne jeden Zweifel klar war, dass eine Untersuchung von einer politischen Agenda – und nicht von der Sorge um Menschenrechte - motiviert war, entschied sich Israel gegen die Zusammenarbeit. Die Untersuchungsmission des Menschenrechtsrats war leider solch ein Fall.

Traurigerweise ist das, was Israel von Beginn an klar war, erst jetzt Goldstone klar geworden. Er sucht sich nun selbst von den Ergebnissen seines eigenen Tuns zu distanzieren. Vergangenen Freitag berichtete er der Schweizer Tageszeitung Le Temps über seine Enttäuschung über das Vorgehen des Menschenrechtsrats: „Der Resolutionstext betrübt mich, da er nur Anschuldigungen gegen Israel enthält und nicht einen einzigen Satz, der die Hamas verurteilt.“

Wir müssen nun mit den Konseq
uenzen fertig werden. Die Übernahme des Goldstone-Berichts stellt in mehr als einer Hinsicht nichts weniger als eine Belohnung für den Terrorismus dar. Erstens pervertiert die am Freitag verabschiedete Resolution die Wirklichkeit der Hamas-Kriminalität und beschuldigt das Opfer statt des wahren Täters der Kriegsverbrechen in Gaza. Für den Menschenrechtsrat war es völlig irrelevant, dass die Hamas schwere Kriegsverbrechen begangen hat, indem sie offen zu Israels Vernichtung aufrief, gezielt Tausende von Raketen auf israelische Zivilisten abfeuerte, Zivilisten in Gaza durch das Feuern aus bewohnten Gebieten gefährdete und Gilad Shalit entführte. Ebenso irrelevant war es für den Menschenrechtsrat, dass Israel eine Verantwortung für den Schutz seiner Bürger trug und alles unternommen hatte, um eine Konfrontation und zivile Opfer zu vermeiden.

Die einzige relevante Überlegung für den Menschenrechtsrat war die Tatsache, dass sich eine Gelegenheit bot, Israel in der internationalen Arena zu dämonisieren.
Zweitens unterminiert die Resolution gemäßigte Palästinenser, die an einem Frieden mit Israel interessiert sind. Innerhalb der palästinensischen Gesellschaft geht ein Machtkampf vonstatten. Es ist ein Nullsummenspiel, in dem jeder Erfolg für den Extremismus auf Kosten der Unterstützung der Mäßigung geht. Wenn der „Schwanz“ der Hamas mit dem „Hund“ des Nahen Ostens wedeln darf, nimmt die palästinensische Straße sich das zu Herzen, und die gesamte Region nimmt das zur Kenntnis. In unserer Nachbarschaft liebt jeder den Gewinner. Wenn also ein internationales Gremium das brutale Verhalten der Hamas unterstützt und es abermals zum Israel-Bashing missbraucht, verliert die Palästinensische Autonomiebehörde von Mahmoud Abbas ihr Gesicht, verlieren die moderaten arabischen Staaten an Boden und gewinnt die Achse Hisbollah-Syrien-Iran an Stärke.

Drittens schafft die Resolution ein neues Hindernis im globalen Kampf gegen den Terrorismus. Eine neue Form der Kriegsführung hat sich entwickelt, in der Terrorgruppen „feindliche“ Zivilisten von hinter einem Schutzschild „freundlicher“ Zivilisten aus angreifen. Diese Resolution gewährt den Terroristen Immunität und hindert gesetzestreue Staaten daran, ihre Bürger zu beschützen. Mit dem Segen des Menschenrechtsrats wird diese Taktik von Terroristen auf der ganzen Welt wiederholt werden, zum Nachteil all der anderen Demokratien, die gegen den Terrorismus kämpfen; Millionen unschuldiger Zivilsten werden in Gefahr gebracht.
Schließlich – und das ist das Tragischste – hat diese ganze Episode Israelis dazu verleitet, die Grundannahmen anzuzweifeln, die sie bislang in ihrer internen Debatte um den besten Weg zum Frieden geleitet haben. Die meisten Israelis haben die Bereitschaft ihrer politischen Führung unterstützt, kalkulierte Risiken auf sich zu nehmen, um den Friedensprozess voranzutreiben, in der Annahme, dass die „Welt“ solche Bemühungen unterstützen und sie sich nach allen Seiten absichern.

Die Israelis nahmen an, dass sie, wenn die Dinge nach dem Schließen von Kompromissen nicht funktionierten, zumindest das Recht auf Selbstverteidigung beibehalten würden und die Welt die in ihrem Kampf unterstützen würde.
Nun jedoch ist ein Albtraum wahr geworden. Nach man das greifbare Risiko auf sich genommen hatte, ein umstrittenes Gebiet um des Friedens willen zu verlassen, wurde Gaza zu einer gesetzlosen Enklave des von der Hamas geführten und vom Iran getragenen Terrorismus. Doch als Israel zur Selbstverteidigung gezwungen wurde, reagierte die Welt nicht mit Unterstützung und Verständnis, sondern mit Anschuldigungen wegen „Verbrechen gegen die Menschheit“. Verdammt, gleich ob sie handeln oder nicht, fragen sich die Israelis jetzt: „War es das Opfer wert?“ Während die Israelis ihre Optionen abwägen, kommt der Goldstone-Schneeball in Fahrt. Von Genf ist die Angelegenheit nun an die UN-Vollversammlung in New York zur weiteren Behandlung überwiesen worden. Aber es ist noch immer nicht zu spät. Eine internationale Zurückweisung des Umgangs des Menschenrechtsrats mit dem Goldstone-Bericht würde der israelischen Öffentlichkeit signalisieren, dass die Welt ihre Kompromisse für den Frieden tatsächlich unterstützt.

Danny Ayalon ist der stellvertretende Außenminister in Israel.

jpost

6.1.09

Presseerklärung


Presseerklärung der Botschaft des Staates Israel zur israelischen Militäroperation im Gazastreifen - 28.12.2008

1. Der Grund: Der kontinuierliche Raketenkrieg der Terrororganisation Hamas gegen Israel Eine Viertelmillion israelischer Bürger wird seit acht Jahren unaufhörlich von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen mit Tausenden von Raketen beschossen. Vor einer Woche hat die Hamas entschieden, die von Ägypten vermittelte Waffenruhe der letzten Monate endgültig zu zerstören.

2. Das Ziel: Die Zerstörung der Infrastruktur des Hamas-Terrors und der Schutz der Bevölkerung in Südisrael Die unvermeidbare Militäroperation dient dem langfristigen Schutz israelischer Bürger im Süden des Landes. Zu diesem Zweck soll die Infrastruktur des Terrors im Gaza-Streifen zerstört und der Hamas sowie ihren Verbündeten die Möglichkeit entzogen werden, Raketen und Mörsergranaten abzuschießen und andere Terrorakte zu verüben.

3. Die Verantwortung: Die Eskalation der Lage ist das direkte Resultat der Politik der Hamas Die Waffenruhe wurde von der Terrororganisation Hamas nicht nur zur Fortsetzung des Terrors gegen israelische Bürger, sondern auch zur massiven Aufrüstung genutzt. Dies zeigt sich an dem sprunghaft angestiegenen Waffenschmuggel und der Erweiterung des Arsenals von Raketen mit immer längerer Reichweite.

4. Palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde Die Hamas missbraucht Zivilisten nicht nur als Zielscheiben, sondern auch als menschliche Schutzschilde, indem sie ihre Operationszentren inmitten von Bevölkerungszentren in Gaza platziert. Israel ist hingegen darum bemüht, die Verletzung von Zivilisten zu vermeiden. Die Verantwortung für zivile Opfer liegt einzig und allein bei der Hamas. Beim Großteil der Opfer der gegenwärtigen Militäroperation im Gaza-Streifen handelt es sich jedoch ohnehin um Terroristen der Hamas. Ohne Frage stellt die absichtliche Platzierung militärischer Ziele im Herzen bewohnter Gebiete durch die Hamas eine ernsthafte Verletzung des internationalen Rechts dar. Demgegenüber anerkennt das internationale Recht das Recht auf Selbstverteidigung, wie es Israel derzeit für sich in Anspruch nimmt.

Wer auch immer Israel dazu aufruft, die Kampfhandlungen einzustellen, muss sich an die Adresse der Hamas wenden. Sobald sie das Feuer einstellt, wird auch Israel dies tun.
Die vom Iran unterstützte Hamas will die Zerstörung Israels. In ihrer
Charta vom 18. August 1988 propagiert die Terrororganisation dies als ihr zentrales Ziel.
Im Gegensatz dazu möchte Israel lediglich seine Bürger vor der
Bedrohung des palästinensischen Terrors schützen. Israel hat den Gaza-Streifen im Sommer 2005 nicht vollständig verlassen, um in ihn zurückzukehren.

mfa

28.12.08

Israel hat keine andere Wahl mehr

Der israelische Armeesender meldete am Sonntagmorgen, 28.12.2008, in der Nacht seien in mindestens fünf Fällen Gruppierungen getroffen worden, die Raketen auf Israel abfeuern wollten. Ein Militärsprecher bestätigte Berichte, denen zufolge auch eine Moschee getroffen wurde. Es handle sich um eine «Basis für Terroraktivitäten», sagte er.

Nach den schwersten Luftangriffen seit Jahrzehnten erwägt Israel nach Informationen aus Militärkreisen auch einen möglichen Einmarsch im Gazastreifen. Mehrere hundert Soldaten seien auf dem Weg zur Grenze, teilten israelische Offiziere mit. Auch zahlreiche israelische gepanzerte Fahrzeuge rollen zu einem möglichen Bodeneinsatz in Richtung Gazastreifen.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hatte am Samstagabend gesagt, die Operation solle «vertieft und ausgeweitet» werden und werde «weder kurz noch leicht» sein. Barak hatte in einem Interview des britischen Fernsehsenders Sky News gesagt, dass Israel mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschieren würde, wenn dies notwendig sei.

Mindestens 230 Menschen waren am Samstag bei den Luftangriffen auf Einrichtungen der radikal- islamischen Hamas getötet worden. Etwa 780 Palästinenser wurden bei der Operation «Gegossenes Blei» zum Teil schwer verletzt. Israel will mit dem Einsatz den andauernden Raketenbeschuss seiner Grenzorte unterbinden.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist am späten Samstagabend zu Beratungen über die Lage im Gazastreifen zusammengekommen. Vor Beginn der Sitzungen sagte der palästinensische Uno-Beobachter Rijad Mansur über die israelischen Luftangriffe: «Diese kollektive Bestrafung ist unmenschlich, unmoralisch und sollte sofort gestoppt werden.» (A.Efroni)

Hier braucht man nun nicht mehr weiter zu berichten, denn alle arabischen Führer und Positionsträger überbieten sich mit ihrem Tadel, ihren harschen Kritiken und Verurteilungen bezüglich der gezielten Luftangriffe, die die Hamas regelrecht herausgefordert hatte. Die Hamas ist verantwortlich für das Leid der Bevölkerung im Gazastreifen. Nun erwägt die IDF den Einsatz von Bodentruppen. Das ist schlimm, und mehr Menschen werden sterben, aber Israel hat mal wieder keine Wahl. Jedes Land würde bei solchem Dauerbeschuss mit Raketen und Granaten der Geduldsfaden reißen und etwas unternehmen, um die Bevölkerung zu schützen.

Die Berichterstattung ist stark beeinflusst von der Manipulation der Hamas und daher kann man kaum dem Wahrheitsgehalt der Nachrichten auch in unseren Medien trauen. Alle Zahlen der Opfer sind immer mit Vorbehalt zu nehmen, und selbst Filmmaterial kann manipuliert sein. Daher nur israelische Nachrichten hören / lesen. Die israelischen Medien kaschieren versehentlich getroffenen zivile Opfer unter den Palästinensern nicht, aber übernehmen nicht ungeprüft die Zahlen, die von den palästinensischen Medien weitergegeben werden.

Möge es Israel gelingen, die Terroristen zu erwischen, die Zivilisten zu verschonen. Gott ist mit dir, Israel!

Nachrichten engl.
Nachrichten dt.