Christen und messianische Juden - Ihr Stand, ihre Probleme, ihre Wünsche, ihre Ansichten
16.7.10
Hilfe für Kranke in Israel
In ganz Israel gebe es Krankenhäuser, die jeden Monat Menschen wieder gesund nach Gaza zurückschickten, nachdem sie wegen schwerer Krankheiten in Israel behandelt worden seien. Er verurteilte die Hamas, die davon nur Nutzen hat, aber im Gegenzug nichts tut. „Es ist an der Zeit, dass die Hamas uns etwas zurückgibt: wir wollen einen unserer Söhne zurück, der seit vier Jahren ohne medizinische Betreuung festgehalten wird - im Austausch für Hunderte von Menschen, deren Leben jeden Monat in israelischen Krankenhäusern gerettet werden“, so Barabasch.
ArutzSheva
21.2.08
Arme, arme Hamas
„Unsere Position vor den palästinensischen Wahlen (im Januar 2006, Anm.) war, dass wir ganz Palästina ohne Beschränkung auf den Gazastreifen und das Westjordanland befreien müssen. Aber nachdem wir durch die Wahlen Teil des politischen Systems wurden, teilen wir mit den anderen Palästinenserfraktionen die Position, dass wir einen Staat im Gazastreifen, Westjordanland und Jerusalem errichten müssen und dann einen Waffenstillstand mit Israel schließen. Aber das bedeutet nicht, dass wir die anderen Ziele, wie die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, vergessen haben.
Die Hamas bekommt die Anerkennung nicht von den USA und Europa, sondern von den Palästinensern. Wir suchen nicht jemanden, der uns als Repräsentant anerkennt, sondern fragen uns, wie man über eine Organisation, die bei den letzten Wahlen 62 Prozent der Stimmen bekommen hat, sagen kann, dass da nur Fanatiker drinsitzen. Und wieso der Westen die Menschen in Gaza, die ohne Medikamente und Nahrungsmittel leben und unter den israelischen Luftangriffen leiden, im Stich lässt.
Ein Beispiel: Ich habe hunderte Politiker aus Europa getroffen. Sie fragen mich immer nach Gilat Shalit. Ich habe jedoch nie eine Frage über die 1000 von Israel in den vergangenen zwei Jahren getöteten Palästinenser gehört. Israel denkt über einen Einmarsch in Gaza nach? Die Israelis werden den Gazastreifen nie wieder besetzen. Sie würden einen sehr hohen Preis dafür zahlen. Was wir wollen und worum wir die Fatah von Präsident Mahmud Abbas bitten, ist, eine Einheitsregierung mit uns zu bilden. Das ist der einzige Weg. Aber wir wissen, dass das nicht die Entscheidung von Abbas ist. Das ist die Entscheidung der USA und Israels: Und die sagen ihm, dass sie den Friedensprozess stoppen werden, wenn er mit uns spricht.
In Annapolis dachte Abbas, dass ihm die Verhandlungen mit den Israelis einige Früchte einbringen werden. Aber er hat gar nichts bekommen, außer Geld. Und die Palästinenser werden ihre Rechte niemals für Geld verkaufen. Es gibt keinen Weg, dass die Israelis Abbas das Westjordanland geben werden. Die Gespräche haben keine Zukunft. 2008 wird überhaupt nichts für die palästinensische Agenda passieren. US-Präsident George Bush war hier, hat viel versprochen und nichts gemacht. Die Israelis bauen die Mauer weiter und erniedrigen die Regierung von Abbas.
Auf die Frage des Interviewers: "Wird die Hamas weitere Anschläge gegen Israel durchführen?" sagte Marzook: "Ja, natürlich. Es ist das Recht der Palästinenser, sich selbst zu verteidigen. Wir können den Palästinensern nicht sagen: "Haltet still, während die Israelis euch töten. Ich kann nicht sagen, hört auf zu kämpfen. Sie können die Palästinenser auch nicht dafür beschuldigen, mit welchen Mitteln sie kämpfen. Wir haben eben keine Raketen, wie die Israelis."
(DER STANDARD, Printausgabe, 19.2.2008)
10.2.08
Die Köpfe der Hydra
Am Samstag war bei einem palästinensischen Raketenangriff aus dem Gazastreifen in der israelischen Stadt Sderot ein achtjähriges Kind so schwer verletzt worden, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Olmert wollte die "gezielte Liquidierung" von führenden Palästinensern nicht ausschließen. "Wir werden weiter alle Terroristen angreifen", sagte der Ministerpräsident.Der israelische Wohnungsbauminister Seev Boim hat dazu aufgerufen, führende Vertreter der palästinensischen Hamas Bewegung gezielt zu töten. Im Gazastreifen müsse eine "kriegerische Sprache" gesprochen werden, sagte Boim im israelischen Militärfunk. Die Angriffe müssten "den
Köpfen der Hydra" gelten, dazu zähle auch der frühere palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija. Bei einem israelischen Angriff mit einer ferngesteuerten Drohne wurde Mohammed d Mutar von den Essedin-el-Kassam-Brigaden der Hamas getötet. Er hatte Waffen von Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt.
Die israelische Regierung protestierte bei den Vereinten Nationen mit einem Schreiben von UN-Botschafter David Gillerman an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gegen den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Gillerman nannte die anhaltenden Angriffe "schwere Terrorakte" und bezeichnete den Beschuss als "Teil einer Kampagne der Hamas-Führer mit dem Hauptziel, Israelis zu töten".
Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert wird derweil zu einem zweitägigen Besuch in Berlin erwartet. Am Montag ist ein Besuch des Jüdischen Museums in Berlin geplant. Für Dienstag sind Treffen Olmerts mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Horst Köhler und Bundestagspräsident Norbert Lammert geplant.
Französische Nachrichtenagentur AFP
18.1.08
Wir können dies nicht als eine Routine akzeptieren
Man braucht nicht darauf hinzuweisen, wie viel Arbeit in jede solche Aktion investiert wird, wie viel gewaltige Anstrengung, Fantasie, exakte Planung die Kommandanten der Armee und des SHABAK investieren, um die zu erreichen, die für den Terror verantwortlich sind, um den unerträglichen Beschuss auf die Bürger des Südens zu beenden.
Ich weiß, dass es in solchen Situationen sehr leicht ist, sich zu feurigen Parolen hinreißen zu lassen. Dies ist nicht unser Stil, dies ist nicht der Weg dieser Regierung. Wir wollen keinen Krieg im Gaza-Streifen führen, wir wollen seine Bewohner nicht schädigen. Wir haben absolut keine Lust dazu, auch nur einen Bewohner Gazas zu töten, aber wir sind weder in der Lage, noch bereit dazu, diesen von dort kommenden unaufhörlichen Beschuss auf Bürger des Staates Israel zu ertragen. Daher werden wir weiter agieren, weise und entschlossen, mit maximaler Präzision, die es uns ermöglichen wird, jene zu treffen, die uns treffen wollen, und nicht unbeteiligte Zivilisten, die zu Opfern des Extremismus, der Gewalt, des Hasses und der Hetze der Führer der Terrororganisationen im Gaza-Streifen werden.
Sie machen keinen Unterschied – Frauen, Kinder, unbeteiligte Zivilisten; sie wollen jeden einzelnen von uns treffen. Wir werden weiterhin – obwohl es manchmal schwer ist, sich zurückzuhalten, in einer Form agieren, die es uns ermöglicht, zu den Terroristen zu gelangen, zu denen, die schießen, zu denen die die Raketen schicken, zu denen, die sie ausrüsten, auf dass sie ihre Strafe erhalten werden.
Gerade heute ist bekannt gegeben worden, dass 75 Prozent der Kinder der Stadt Sderot unter Schock leiden. Ich weiß, dass wir nicht selten auf die Zahl der in physischer Hinsicht Verletzten blicken und uns sagen, dass Gott Sei Dank während des irrsinnigen Beschusses von gestern, von heute, keiner unserer Bürger getötet worden ist. Aber jeder, der weiß, was im Süden des Landes passiert, weiß, was für ein hoher seelischer Preis, war für eine schwere emotionale Bürde auf dem Leben dieser Menschen lastet, auf den Eltern, auf den Kindern, in einer Weise, die ihnen den Seelenfrieden zerstört und die Freude am Leben nimmt.
Wir können diese Realität nicht als eine Routine akzeptieren, mit der man leben muss. Wir wissen uns auch offenherzig und rational zu sagen, dass es keine einfache Antwort gibt, die all dies komplett zu beenden vermöchte, keinen verborgenen Knopf, keinen Zauberplan, der uns sagt, wie wir handeln sollten, und alles wäre im Nu vorbei, aber wir wissen, dass wir dagegen kämpfen müssen. Und im Süden wird ein Krieg geführt. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ein Teil der kühnsten und tapfersten Soldaten der Armee und des SHABAK nimmt daran teil und dieser Krieg hört nicht auf.
Der Zeitpunkt wird kommen, da sich die Waagschale in diesem Krieg in der Weise neigen wird, dass der Beschuss im Süden nicht mehr so sein wird, wie er jetzt ist, und ich glaube, dass sie sich letztendlich bemühen werden, sich an andere Normen anzupassen als diejenigen, die sie heute antreiben. Ich weiß, dass das Herz des gesamten Staates Israel mit den Bewohnern des Südens schlägt. Ich weiß, dass es keinen leichten Weg gibt - gewiss nicht mit Reden -, um die Bewohner des Südens zu beruhigen und ihre Sorgen, ihren Schmerz und die Angst, mit der sie täglich zu kämpfen haben, zu verringern. Wir tun die Dinge, die getan werden müssen, in der richtigen Balance und mit der richtigen Bedachtsamkeit, und vor allem bekämpfen wir weiter den Jihad und die Hamas und jeden, der der dazugehört – ohne Kompromiss, ohne Verzicht und ohne Mitleid.“
Ministerpräsident Ehud Olmert in einer Rede am 17. Januar vor dem israelischen Industriellenverband.
Außenministerium des Staates Israel