Christen und messianische Juden - Ihr Stand, ihre Probleme, ihre Wünsche, ihre Ansichten
9.8.07
Hilfe für die Bevölkerung in Gaza
Seit Mitte Juni passierten 50.000 Tonnen Hilfsgüter, wie Zucker, Salz, Öl, Mehl, Milchpulver, Reis, Fleisch, Fisch, Setzlinge, Stroh, Windeln, Medikamente, Tierfutter und anderes den Grenzübergang Sufa und weitere 4.000 Tonnen den Übergang Kerem Shalom.
Israelisches Außenministerium 07.08.2007
21.7.07
Wie wahre Christen
doch führ ihn dir zurück mit deiner Rechten."
Jüdisches Sprichwort

Über etwas, was in Israel geschieht, aber worüber in den Medien nicht berichtet wird habe ich in Arutz Sheva, dem israelischen Online-Nachrichten Magazin gelesen und es hat mich so freudig berührt, dass meine Begeisterung für Israel und dieses Volk emporschnellte wie der Kurs einer Aktie. Lest selbst.
Am 20. Juli hat Israel einige von den 256 inhaftierten Palästinensern freigelassen, die nach Willen von Israels Ministerpräsident Olmert amnestiert werden sollen, wie dem palästinensischen Fatah Führer Mahmud Abbas bei Gesprächen als eine „Geste des guten Willens“ zugesagt wurde. Ein gefangener Palästinenser jedoch sagte: Nein, danke! und bestand darauf im israelischen Gefängnis zu bleiben, wie das zuständige Amt in Israel berichtete. Der Mann, der unter Arthritis leidet, will weiterhin die gute und kostenlose medizinische Behandlung bekommen, die ihm und allen Gefängnisinsassen bei den Israelis zuteil geworden war.
Israel gibt den Bewohnern der PA Gebiete schon seit langem beste medizinische Versorgung, egal ob es sich um Zivilisten oder Terroristen handelt. Erst letzten Monat wurden mehrere Araber, unter ihnen auch Fatah-Terroristen (!), die Verwundungen in Gaza erlitten hatten, in israelische Krankenhäuser eingeliefert. Sei es ein Kleinkind mit Leukämie, eine Frau, die bei Gefechten während der Fatah Hamas Auseinandersetzungen in Gaza lebensgefährlich verletzt wurde oder ein Terrorist, der bei Gefechten gegen die Israelis verwundet wurde. Alle bekommen die gleiche erstklassige medizinische Behandlung. Da kommt es nicht selten vor, dass ein verwundeter Terrorist neben einem israelischen Opfer von Terroranschlägen oder Raketenangriffen im selben Krankenhaus liegt, wenngleich der Terrorist streng bewacht wird.
Ein siebzehnjähriger Palästinenser, der bei Hebron zwei israelische Grenzpolizisten mit einem Messer angegriffen hatte, wurde in ein Krankenhaus in Israel gefahren, nachdem er durch Schussverletzungen schwer verwundet wurde, die einer der Kommandeure ihm beigebracht hatte. Befragungen durch die Sicherheitsbeamten in Israel wurde durch die Ärzte so lange verwehrt, bis sein Zustand es aus medizinischer Sicht erlaubte. Aber selbst die Bemühungen der israelischen Mediziner ihren palästinensischen Nachbarn zu helfen, werden noch von Terroristen torpediert und sie greifen die Israelis immer wieder an.
Einmal fuhr sogar eine israelische Ambulanz in die PA Gebiete hinein, um ein sechs Monate altes schwer krankes Baby aus Ramallah in ein Krankenhaus in Tel HaShomer bei Tel Aviv für eine spezielle Behandlung zu holen. Die Israelis halfen auch Bewohnern im nördlichen Gazastreifen nach einer Flutkatastrophe durch Abwässer, bei der über hundert Palästinenser verletzt wurden. Im Barzilai Krankenhaus in Ashkelon, in das die meisten der Israelis gebracht werden, die Hilfe nach Raketenangriffen aus Gaza benötigen, erhielten schon duzende PA Bewohner medizinische Hilfe. Der Krankenhausdirektor von Barzilai, Dr. Ron Lobel sagt: „Wir fragen nicht danach, ob jemand zur Hamas gehört, zum Islamic Jihad oder aus Sderot ist, wir behandeln sie alle gleich.“
Die Israelis verhalten sich hier wie wahre Christen, denn Jesus sagte: Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen. Die Israelis haben uns das allen vorgemacht.
19.7.07
Mit Israel sehr unzufrieden
Mit Israel sehr unzufrieden - das ist die momentane Meinung über sein Land – ich spreche von Udi, meinem Lehrer – der unzufrieden und gar nicht einverstanden damit ist, wie Israel mit den Flüchtlingen in seinem Land umgeht. Da sind zum einen die Darfur-Flüchtlinge, die zur Zeit über die Grenze von Ägypten einströmen und die Israel zwar bereitwillig herein lässt, aber nicht sofort über deren Status entscheidet und die Menschen im Unklaren darüber lässt, ob und wie lange sie bleiben dürfen.
Für Udi ist es klar: diesen Menschen muss man sofort unbürokratisch helfen und ihnen Asyl für die Dauer des im Sudan tobenden Bürgerkrieges in Israel zusichern. Ägypten will die Flüchtlinge nicht aufnehmen.
So sollte Israel auch hilfsbereiter mit den Palästinensern aus dem Gazastreifen, die in die Westbank kommen wollen, umgehen, und ihnen die Durchreise ohne wenn und aber gewähren. Stattdessen müssen die Leute an den Checkpoints der Grenzübergänge tagelang ohne Essen warten, können nicht vor und nicht mehr zurück.
Israel müsste genau wissen, in welcher Not Flüchtlinge sind, denn die Juden, die in den Dreißigerjahren vor dem NS-Regime in der Schweiz hofften, Zuflucht zu finden, wurden abgewiesen, was ein Unglück für viele bedeutete. Wo ist Israels traditionsgemäße Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft in diesem Fall geblieben?
(Udi studiert Linguistik in Tübingen und seine Familie wohnt in Tel Aviv in Israel.)
20.6.07
Grenzen überwinden

Ein Arzt kennt keine Grenzen
Eldad Kisch opfert jede Woche seinen freien Tag, um kranken Palästinensern zu helfen. Im Warteraum der improvisierten Klinik drängen sich palästinensische Patienten. Die Räume gehören zu einem Gebäude der benachbarten Moschee. Ein hübsches Mädchen mit einem rosa Kopftuch und dazu passendem Lidschatten versperrt ungeduldigen und neugierigen Leuten den Zutritt.
Der jüdische Arzt Eldad Kisch kämpft gegen die Zeit. Ihn interessiert es nicht, dass das palästinensische Dorf nahe Jenin als Hochburg des Islamischen Dschihad gehandelt wird. Auch die wehende Fahne mit dem Bild eines Jungen, einem „Märtyrer, der im Kampf gegen Israel starb“, beeindruckt ihn wenig.
„Ich bin nicht gerade glücklich darüber, dass ich unter dem Poster eines Schaheeds (Märtyrer) arbeiten muss. Im Grunde genommen denke ich, dass es völlig inakzeptabel ist, wenn sich jemand in die Luft jagt, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Leute total frustriert sind.“
Der pensionierte Doktor Eldad Kisch ist Holocaustüberlebender. Er wuchs in Amsterdam in einer säkularen, aber traditionellen jüdischen Familie auf. „Ich wurde mit einem Hauch Zionismus erzogen, schon vor dem Krieg. Nun arbeitet er bereits seit einigen Jahren für die israelische Organisation „Ärzte für Menschenrechte“, die jedem in Israel und in den palästinensischen Gebieten, der in Not ist, medizinische Versorgung zukommen lassen will. Fast jeden Samstag fährt Kisch in palästinensische Dörfer, um zu helfen: „Ich finde es unerträglich, dass es Menschen gibt, die gerade mal 10 Kilometer von meinem wunderschönen Haus entfernt in Dritte-Welt-Verhältnissen leben. Ich kann ihr Wohlergehen verbessern und sehe das als meine Pflicht an.“
Diese Woche haben sich außerdem etliche jüdisch-israelische Ärzte, Chemiker und Krankenschwestern zusammengetan, um palästinensische Dörfer und Flüchtlingslager an ihrem freien Samstag zu besuchen. Aufgrund der frostigen Atmosphäre zwischen Israel und den Palästinensern gerät jeder Besuch zu einer nervenaufreibenden Aktion. Offiziell dürfen jüdische Israelis die palästinensischen Gebiete aus Sicherheitsgründen nicht betreten. „Wir müssen genau wie die Palästinenser durch Checkpoints hindurch. Ob wir durchkommen oder nicht, hängt vollkommen von der Laune der Soldaten im Dienst ab. Einmal habe ich drei Stunden in der glühenden Sonne warten müssen. Heute hat es nur eine halbe Stunde gedauert.“
Israel Heute