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21.7.08

Israelis zu Gast in Reutlingen

In diesen Tagen haben zehn Israelis aus Hadera neun Tage in Reutlingen in Baden-Württemberg verbringen können. Sie waren von einer freien Christlichen Gemeinde eingeladen worden. Bei den Gästen handelte es sich um Angehörige von Terror-Opfern, die jeder ein Familienmitglied bei einem Bombenanschlag im Jahr 2002 auf einen Linienbus in Haifa verloren hatten. Bei diesem Anschlag waren die meisten Opfer Kinder und Jugendliche.

Der Kontakt wurde zwischen dem Gemeinde Ehepaar Christel und Klaus Amman und dem in Israel wohnenden Reiseleiter Heinz Reusch hergestellt.

Bei einem Empfang im Rathaus hielt Bürgermeister Robert Hahn eine Willkommens-Ansprache und hieß die Gruppe herzlich in Reutlingen willkommen. Eben so sprach der Pastor Gerhard Kirschenmann zu den Eingeladenen sowie der Stadtrat der Stadt Hadera, Yigal Yaakobi, sozusagen als Sprecher der kleinen Gruppe. Er betonte, wie sich alle sehr wohlgefühlt haben und sagte: "Wir sind hier eine kleine 'Familie', doch in Israel sind wir eine große Familie von Geschädigten. Wir sind hier als Botschafter des Friedens, für eine bessere Welt."

Er segnete anschließend die Stadt Reutlingen, die Gemeinde und Israel.

(Dieser kleine Berich entstand, da ich in Reutlingen wohne und an dem Empfang im Rathaus teilnahm.)

9.8.07

Hilfe für die Bevölkerung in Gaza

Die Israelis zeigen trotz der schwierigen und gefährlichen Lage im Gazastreifen, trotz der Raketen auf Sderot, dass ihnen die notleidende Zivilbevölkerung dort nicht egal ist. Die israelischen Verteidigunskräfte arbeiten mit dem Gaza District Coordination and Liaison Office (DCL) zusammen und bemühen sich nach Kräften, viele Tonnen Hilfsgüter über die Grenze in den Gazastreifen zu transportieren.
Seit Mitte Juni passierten 50.000 Tonnen Hilfsgüter, wie Zucker, Salz, Öl, Mehl, Milchpulver, Reis, Fleisch, Fisch, Setzlinge, Stroh, Windeln, Medikamente, Tierfutter und anderes den Grenzübergang Sufa und weitere 4.000 Tonnen den Übergang Kerem Shalom.
Israelisches Außenministerium 07.08.2007

19.7.07

Mit Israel sehr unzufrieden

Mit Israel sehr unzufrieden - das ist die momentane Meinung über sein Land – ich spreche von Udi, meinem Lehrer – der unzufrieden und gar nicht einverstanden damit ist, wie Israel mit den Flüchtlingen in seinem Land umgeht. Da sind zum einen die Darfur-Flüchtlinge, die zur Zeit über die Grenze von Ägypten einströmen und die Israel zwar bereitwillig herein lässt, aber nicht sofort über deren Status entscheidet und die Menschen im Unklaren darüber lässt, ob und wie lange sie bleiben dürfen.

Für Udi ist es klar: diesen Menschen muss man sofort unbürokratisch helfen und ihnen Asyl für die Dauer des im Sudan tobenden Bürgerkrieges in Israel zusichern. Ägypten will die Flüchtlinge nicht aufnehmen.

So sollte Israel auch hilfsbereiter mit den Palästinensern aus dem Gazastreifen, die in die Westbank kommen wollen, umgehen, und ihnen die Durchreise ohne wenn und aber gewähren. Stattdessen müssen die Leute an den Checkpoints der Grenzübergänge tagelang ohne Essen warten, können nicht vor und nicht mehr zurück.

Israel müsste genau wissen, in welcher Not Flüchtlinge sind, denn die Juden, die in den Dreißigerjahren vor dem NS-Regime in der Schweiz hofften, Zuflucht zu finden, wurden abgewiesen, was ein Unglück für viele bedeutete. Wo ist Israels traditionsgemäße Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft in diesem Fall geblieben?


(Udi studiert Linguistik in Tübingen und seine Familie wohnt in Tel Aviv in Israel.)