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22.3.13

Statt freier Meinungsäußerung, Antisemitismus - in den USA

Ein 22-jähriges Mädchen kommt zu einer Solidaritätskundgebung von Friedensaktivisten in einer Fußgängerzone in Oakland, USA, bei der sich Leute mit Kreide auf der Straße äußern können. Verschieden Menschen habe schon verschiedene Sätze auf die Pflastersteine gekritzelt. Sie schreibt auf hebräisch: „Das Volk Israel lebe“ auf den Boden. Sehen Sie im Video, was passiert.


21.3.13

Rede von Jonathan Sacks in AIPAC Rede

"Heute hasst man Menschen nicht wegen ihrer Rasse oder ihrer Religion...nein, aber wegen ihres Staates... z. Bsp. Israel."


Antizionismus ist der neue Antisemitismus.



 Rabbi Lord Jonathan Sacks Speaking about Israel at AIPAC

"Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, wo ein Palästinenser im nationalen Fernsehen auftreten und die Regierung kritisieren kann, und am nächsten Tag immer noch als freier Mann herumlaufen kann."  

"Israel ist the only country in the Middle East, where a Palestinian can stand up on national Television and critisize the government and the next day still be a free human beeing."

28.1.13

Internationaler Holocaust Gedenktag

Warum begehen wir am 27. Januar in unseren Gemeinden diesen Gedenktag? Weil es alle christlichen Gemeinden und Kirchen tun, und wir uns verpflichtet fühlen, mitzumachen? Auf jeden Fall ist es für uns anders als in anderen Ländern. In Deutschland wird es immer ein wichtiges Element bleiben, weil wir im Land der Täter leben. Aber Gedenken um des Gedenken willens ist nur ein Ritual.

2007 sagte der damalige Europakommissar Jan Figel anlässlich des Holocaustgedenktages in Brüssel: „Der Holocaust ist nicht nur eine Tragödie die in der Vergangenheit geschah, sondern etwas woran man immer wieder erinnert werden muss, um nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen“.
Ich meine auch, heute gehört zum Gedenken auch das Mahnen und den Blick auf die Gegenwart zu lenken.

Wie steht es um unser Land?
Im vergangenen Jahr fand eine Umfrage durch das Magazin Focus heraus, das jeder 5. Deutsche unter 30 Jahren keine Ahnung hat, was Auschwitz eigentlich war. Was wissen wir Deutschen über den Holocaust? Haben wir die Vergangenheit bewältigt? Können bei uns Juden wieder in Frieden leben uns sich bei uns wieder wohlfühlen? Ist in unserer Gesellschaft Hass gegen Juden ausgemerzt? Und das Land der Juden – Israel? Besteht eine gute Beziehung zwischen Deutschland und Israel?

Die Fragen lassen sich Gott sei Dank nicht mit einem klare NEIN, aber leider auch nicht mit einem klaren JA beantworten. Solange auf deutschen Schulhöfen „Jude“ als Schimpfwort gilt, Menschen beleidigt oder gar angegriffen werden, weil sie als Juden zu erkennen sind, ist solange in Kirchen und in intellektuellen Kreisen hochmütige Moralprediger einseitige Kritik dem Staat Israel gegenüber äußern und helfen, dass alte Ressentiments wieder wachgerufen werden und Antisemitismus begünstigt wird, und solange nicht mal vor Boykottaufrufen gegen israelische Waren haltgemacht wird, solange steht es nicht so gut um unser Land.

Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Das Wort Gottes an Abraham gerichtet, sollten eigentlich wir Nationen uns zu Herzen nehmen.

Wir Christen können diesen Gedenktag nützen, um für unser Land zu beten, dass Gott Gnade hat, dass die Bevölkerung ihre Ressentiments überwindet und eine Liebe zu Israel aufkeimt.

Wir können für unsere Regierung beten, dass die Verantwortlichen ihre Entscheidungen auf christlichen Werten beruhen lassen und sich zu Israel stellen, auch dann, wenn ihnen das Schicksal der Palästinenser wichtig ist. Wir können für die Christen im Land beten, dass Israel ein Thema in den Gemeinden wird. Wir können vor allem auch für die Medien beten, dass sie durch eine gerechte, ungefärbte möglichst wahrheitsgemäße Berichterstattung ein unverfälschtes Bild über Israel verbreiten. Haben doch die Medien sehr viel Macht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und damit zu fördern, ob Israel verflucht oder gesegnet wird.

Es gehört Mut dazu, sich gegen die allgemeine Meinung zu stellen, leider ist es heute auch mutig, Juden oder Israel zu verteidigen. Heute wie damals, zur Zeit des Dritten Reiches. Nur dass man heute höchstens Angst haben muss, seine Zuhörer oder seinen Ruf zu verlieren. Damals musste man Angst haben, seine Freiheit oder sein Leben zu verlieren.
Ein Beispiel von einem Menschen, der damals keine Angst hatte, Juden zu verteidigen, möchte ich hier vorstellen.


Es dreht sich um Otto Mörike und seine Frau Gertrud.

Er war Pfarrer in der Evangelischen Kirche und Mitglied im Reichsbruderrat der Bekennenden Kirche von Württemberg. Der Bruderrat half Juden und stellte ihnen Zufluchtsorte zur Verfügung.

Mörike stellte sich von Anfang an den Nazis entgegen. Er und seine Frau Gertrud verfassten regimekritische Aufsätze gegen Hitlers Politik.
Währen andere schwiegen, beklagte Otto Mörike auch immer wieder öffentlich die Existenz der Konzentrationslager und die Verbrechen, die die Gestapo ungestraft beging. Die Aggression der Regierung gegen die Kirche und den christlichen Glauben, sowie auch die Abschaffung einer gerechten Gerichtsbarkeit und der Verfall jeglicher Moral, sah Mörike als Beginn einer Entwicklung voraus, die Verdammung von Gott auf sich ziehen würde und damit auch die Zerstörung des Landes.

Er erntete für diese Äußerungen zweimal Angriffe einer wütenden Menschenmenge, die von SA Leuten angeführt wurde. Er wurde schwer misshandelt bevor er inhaftiert wurde. Seine Stellung als Pfarrer in Kirchheim/Teck verlor er danach.

Im November 1943, versteckten Otto und seine Frau das jüdische Ehepaar Max und Karoline Krakauer in ihrem Haus in Flacht, zusammen mit einem verletzten Pflegekind, ihren eigenen fünf Kindern und noch weiteren Personen. Um jeglichen Verdacht von sich abzulenken, trat Mörike mit dem jüdischen Paar in der Öffentlichkeit auf und erklärte allen, sie seien aus Berlin geflohene arische Bekannte.

   Max und Karoline Krakauer
Die Krakauers konnten ohne Meldung bei der Polizei nicht länger als vier Wochen in Flacht bleiben, aber Mörike fühlte sich verantwortlich für das Paar und organisierte bis zum Ende des Krieges andere geheime Unterkünfte für sie.

Am 3. Nov. 1970 beschloss die israelische Organisation „Yad Vashem“, Otto und Gertraud Mörike als Gerechte unter den Völkern anzuerkennen.

1.2.11

Eine Menge Holz für ein Land, so groß wie Hessen

Gedanken zur aktuellen Lage

Die Macht des Westens im Allgemeinen und sein politischer und kultureller Einfluss auf die muslimisch-arabische Welt schwindet mehr. Eher westlich orientierte Staatsführer werden gestürzt. Die kulturellen Grenzen zwischen der westlichen Welt und dem Islam werden nach und nach deckungsgleich mit den politischen Grenzen zwischen den neuen, einander feindlich gesinnten Blöcken. Der Clash of the civilisations kommt in eine neue Phase.

Zwar singen die meisten westlichen Medien das Lied von der Demokratisierung, doch man braucht sich nur an das Beispiel Iran im Revolutionsjahr 1979 erinnern, um sich zu vergegenwärtigen, wohin eine von vielen erhofften Demokratisierung geführt hat: zu einem Gottesstaat, zu einem islamistisch-klerikalfaschistischen Staat. Es muss in den „revolutionären“ islamischen Staaten von heute nicht so weit kommen, aber die Gefahr besteht zweiflesohne.

Die islamistischen Muslimbrüderschaften halten sich bis jetzt auffallend zurück. Das verlangt nach einer Erklärung, gerade wenn man bedenkt, dass damit zu rechnen ist, dass die z.B. ägyptische Muslimbrüderschaft mit mindestens 30 % der Wählerstimmen bei einer demokratischen Wahl zu rechnen hat. 30 % ! (Die NSDAP hatte im Deutschen Reich bei den beiden Wahlen 1932 37 % und 33 %) Die Taktik der Muslimbruderschaft scheint klar: so lange wie möglich soll der Schein einer demokratischen Entwicklung aufrecht erhalten werden. Die nützlichen Idioten im Westen sollen weiter von der Demokratie träumen, bis die Islamisten das Feld von hinten aufrollen. Frei nach dem biblischen Motto: die Letzten, die machtvoll in Erscheinung treten, werden am Ende die Ersten sein, nämlich diejenigen, die die Macht übernehmen.

Die degenerierten Linken aller Länder kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus. Während ihr „antiimperialistisches“ Hätschelkind Ahmadinedschad die iranische Opposition wieder im Griff hat und ganz im Sinne der westlichen Linken wieder gegen den großen und den kleinen Satan hetzen darf, werden die eher mit der USA und dem übrigen Westen verbundenen Staatsführer wie Mubarak aus dem Amt gejagt. Diese pervertierte Linke war bei Volksaufstand im Iran mucksmäuschenstill, wo es doch wohl auch um die Freiheit ging, doch nun rennen sie wie aufgescheuchte Hühner selbst bei Stuttgart 21-Demos mit Transparenten wie „Freiheit für Tunesien“ oder „Freiheit für Ägypten“ herum. Freiheitsheuchler!

Noch bleibt zwar abzuwarten, auf welche Länder diese „Revolution“ noch übergreift und inwieweit sie auf Dauer (!) tatsächlich zu demokratischeren Verhältnissen führt , aber eines scheint sicher: die islamischen Länder werden so oder so damit von einem weiteren Islamisierungsschub erfasst werden, der die Konfrontation zwischen dem Westen und der arabisch-muslimischen Welt weiter verschärfen wird.

Und Obama! Wie hoffnungsschwanger waren doch selbst gestandene Linke, dass mit diesem Präsidenten eine Ära des Friedens anbricht und die muslimische Welt die unterwürfig ausgestreckte Hand Obamas zum Frieden annimmt. Was musste man sich „damals“ nicht für Hoffnungsgesäusel und Lobhymnen anhören. Doch die Wahrheit ist: für den politischen Islam ist diese Kompromissbereitschaft und dieses Islamverstehertum von Obama nur ein sicheres Zeichen seiner Schwäche. Schon damals tönte ein islamischer Studentenverband in den USA: "Endlich hat Obama sein Dhimmitum erkannt!" Genau das ist ja das Credo von kulturrelativistischen Multikultischätzern: man muss nur lieb genug gegenüber den Vertretern des politischen Islams sein, selbstverständlich auch ganz lieb gegenüber der gemäßigen Hamas, den gemäßigten Taliban oder den „gemäßigten Islamisten“ (dieser nun völlig ins politische Irrenhaus weisende Begriff macht momentan medial seine Runde!) , dann wird alles gut. Doch für die arabische Mentalität ist es fast unmöglich, Kompromissbereitschaft und Entgegenkommen der anderen Seite n i c h t als Schwäche und Zeichen der Sturmreife zu interpretieren. Israel weiß ein Lied davon zu singen.

Israel. Noch einigermaßen loyal von den USA unterstützt, steht es ansonsten mehr denn je ganz alleine im Kampf gegen das sich um es herum zusammenbrauende islamische Unheil. Ägypten war unter Mubarak für Israel eine Sicherheitsgarant erster Güte. Fällt Mubarak, was so gut wie sicher ist, dann kann für Israel alles nur noch schlimmer werden. Übernehmen jetzt oder auch erst in ein paar Jahren die Muslimbrüder die Macht in Ägypten, dann wird den Israelis wohl nichts anderes übrigbleiben, als ihre Atomwaffen schärfer denn je zu schalten. Denn zu der prekären Situation hinzu kommt die neue Todesfeindschaft der Türkei, die Atomdrohung des Iran, die neuen Hizbollah-Machthaber im Libanon, womöglich noch eine islamistische Revolution in Jordanien.... Das ist eine Menge Holz für ein Land so groß wie Hessen! Ganz abgesehen vom dem im Westen seuchenartig sich ausbreitenden „antizionistischen“ Antisemitismus. Wenn Israel fallen sollte, dann werden weltweit die Sektkorken knallen und in den muslimischen Ländern wird man sich vor Freude in die Luft sprengen.

Wer hat gute Gegenargumente, um die Stimmung aufzuhellen?

von R.K.