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28.1.09

Gabriela Shalev

Gabriela Shalev ist Israels Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Wir haben die Verantwortung, gegen die Kräfte des Antisemitismus vorzugehen, gegen religiösen Eifer und Rassismus in jeglicher Form.

Wir haben die Verantwortung, die Lehren aus dem Holocaust zu lernen und zu lehren, um dafür zu sorgen, dass er nie wieder passiert.

Wir haben die Verantwortung, nicht zu schweigen. Denn zu schweigen und den Schrecken des Holocaust gegenüber gleichgültig zu bleiben, ist die größte Sünde von allen, von der Leugnung abgesehen.

Wir haben die Verantwortung, keinen Volkermord an dem jüdischen Volk zuzulassen, an keinem Volk.

Wir haben die Verantwortung, jene zu verurteilen, die Kinder zum Morden und Töten im Namen Gottes erziehen.

Wir haben die Verantwortung, jeglichen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen zu verurteilen, der zur Vernichtung eines anderen Mitgliedsstaates aufruft und sich für die Holocaust-Leugnung stark macht.

6.10.07

Neo-Nazis in Israel

Die Neo-Nazi Gruppe, die in Petach Tikwa entdeckt worden war und die Öffentlichkeit in Israel geschockt hatte, ist nur die Spitze des Eisberges von einem Phänomen, das offensichtlich weiter verbreitet ist, als bisher angenommen. Wie es aussieht, identifizieren sich viele Israelis, obwohl sie doch in Israel leben, mit der Nazi-Ideologie. Zalman Gilichinsky, Gründer der Initiative DMIR, Zentrum für Antisemitismus-Opfer in Israel, sagt: „wir wissen, dass noch mehr Gruppen dieser Art in Haifa, Akraiot, Ashdod, Ashkelon, Beer Sheva und Jerusalem existieren. Was in Demona passierte, kam jetzt zum ersten Mal in den Nachrichten, aber wir wussten seit Jahren von derartigen Aktivitäten hier bei uns. Diese Leute sprechen und schreiben wie Neo-Nazis, sie hören Neo-Nazi Musik und haben im Internet ihre Foren in russischer Sprache und schauen sich ihre Aktionen von Gleichgesinnten in Russland an. Angefangen hat es mit Grafiti von Hakenkreuzen und Sachbeschädigung und nun weiten sich tätliche Angriffe gegen Personen immer mehr aus“. Gilichinsky sprach mit einem Jungen, der schon vor 10 Jahren während der Schulzeit als einziger Jude in seiner Klasse so schlimm unter Antisemitismus litt, dass er zu seinen Eltern sagte, er wolle kein Jude mehr sein, er wolle zum Christentum konvertieren.

Gilichinsky hatte über die Zeitung Kontakt zu Mensch gefunden, die sich bereit erklärten, über Erfahrungen mit Antisemitismus in Israel zu sprechen und was ihnen widerfahren war. Daraufhin wurde die Intiative gegründet. Auf die Hilferufe an die Behörden, an die Regierung, um dieser Gefahr Einhalt zu gebieten, wurde von Seiten der Regierung nicht reagiert. Man kehrte das Thema unter den Teppich.

Seht hierzu einen Filmbeitrag aus Arutz Sheva

23.5.07

Antisemitismus in Israel ?

Unbekannte Personen brachen am Wochenende in die religiöse Schule „Branco Weiss“ in Haifa ein, zerrissen Bibeln und verbrannten sie. Außerdem sprühten sie Hakenkreuze und antisemitische Sprüche an die Tafeln und Wände der Schule. Die Polizei erklärte, dass es sich bei dieser Tat um Unfug von Jugendlichen handelt. Bürgermeister Joni Jahav sagte, dass die Verbrennung der Bibeln an schreckliche Tage in der Menschheitsgeschichte (Nazizeit) erinnern würde.

Quelle: nai