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9.8.07

Hilfe für die Bevölkerung in Gaza

Die Israelis zeigen trotz der schwierigen und gefährlichen Lage im Gazastreifen, trotz der Raketen auf Sderot, dass ihnen die notleidende Zivilbevölkerung dort nicht egal ist. Die israelischen Verteidigunskräfte arbeiten mit dem Gaza District Coordination and Liaison Office (DCL) zusammen und bemühen sich nach Kräften, viele Tonnen Hilfsgüter über die Grenze in den Gazastreifen zu transportieren.
Seit Mitte Juni passierten 50.000 Tonnen Hilfsgüter, wie Zucker, Salz, Öl, Mehl, Milchpulver, Reis, Fleisch, Fisch, Setzlinge, Stroh, Windeln, Medikamente, Tierfutter und anderes den Grenzübergang Sufa und weitere 4.000 Tonnen den Übergang Kerem Shalom.
Israelisches Außenministerium 07.08.2007

19.7.07

Mit Israel sehr unzufrieden

Mit Israel sehr unzufrieden - das ist die momentane Meinung über sein Land – ich spreche von Udi, meinem Lehrer – der unzufrieden und gar nicht einverstanden damit ist, wie Israel mit den Flüchtlingen in seinem Land umgeht. Da sind zum einen die Darfur-Flüchtlinge, die zur Zeit über die Grenze von Ägypten einströmen und die Israel zwar bereitwillig herein lässt, aber nicht sofort über deren Status entscheidet und die Menschen im Unklaren darüber lässt, ob und wie lange sie bleiben dürfen.

Für Udi ist es klar: diesen Menschen muss man sofort unbürokratisch helfen und ihnen Asyl für die Dauer des im Sudan tobenden Bürgerkrieges in Israel zusichern. Ägypten will die Flüchtlinge nicht aufnehmen.

So sollte Israel auch hilfsbereiter mit den Palästinensern aus dem Gazastreifen, die in die Westbank kommen wollen, umgehen, und ihnen die Durchreise ohne wenn und aber gewähren. Stattdessen müssen die Leute an den Checkpoints der Grenzübergänge tagelang ohne Essen warten, können nicht vor und nicht mehr zurück.

Israel müsste genau wissen, in welcher Not Flüchtlinge sind, denn die Juden, die in den Dreißigerjahren vor dem NS-Regime in der Schweiz hofften, Zuflucht zu finden, wurden abgewiesen, was ein Unglück für viele bedeutete. Wo ist Israels traditionsgemäße Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft in diesem Fall geblieben?


(Udi studiert Linguistik in Tübingen und seine Familie wohnt in Tel Aviv in Israel.)

20.6.07

Grenzen überwinden


Ein Arzt kennt keine Grenzen

Eldad Kisch opfert jede Woche seinen freien Tag, um kranken Palästinensern zu helfen. Im Warteraum der improvisierten Klinik drängen sich palästinensische Patienten. Die Räume gehören zu einem Gebäude der benachbarten Moschee. Ein hübsches Mädchen mit einem rosa Kopftuch und dazu passendem Lidschatten versperrt ungeduldigen und neugierigen Leuten den Zutritt.
Der jüdische Arzt Eldad Kisch kämpft gegen die Zeit. Ihn interessiert es nicht, dass das palästinensische Dorf nahe Jenin als Hochburg des Islamischen Dschihad gehandelt wird. Auch die wehende Fahne mit dem Bild eines Jungen, einem „Märtyrer, der im Kampf gegen Israel starb“, beeindruckt ihn wenig.

„Ich bin nicht gerade glücklich darüber, dass ich unter dem Poster eines Schaheeds (Märtyrer) arbeiten muss. Im Grunde genommen denke ich, dass es völlig inakzeptabel ist, wenn sich jemand in die Luft jagt, aber ich kann mir vorstellen, dass diese Leute total frustriert sind.“

Der pensionierte Doktor
Eldad Kisch ist Holocaustüberlebender. Er wuchs in Amsterdam in einer säkularen, aber traditionellen jüdischen Familie auf. „Ich wurde mit einem Hauch Zionismus erzogen, schon vor dem Krieg.
Nun arbeitet er bereits seit einigen Jahren für die israelische Organisation „Ärzte für Menschenrechte“, die jedem in Israel und in den palästinensischen Gebieten, der in Not ist, medizinische Versorgung zukommen lassen will. Fast jeden Samstag fährt Kisch in palästinensische Dörfer, um zu helfen: „Ich finde es unerträglich, dass es Menschen gibt, die gerade mal 10 Kilometer von meinem wunderschönen Haus entfernt in Dritte-Welt-Verhältnissen leben. Ich kann ihr Wohlergehen verbessern und sehe das als meine Pflicht an.“

Diese Woche haben sich außerdem etliche jüdisch-israelische Ärzte, Chemiker und Krankenschwestern zusammengetan, um palästinensische Dörfer und Flüchtlingslager an ihrem freien Samstag zu besuchen. Aufgrund der frostigen Atmosphäre zwischen Israel und den Palästinensern gerät jeder Besuch zu einer nervenaufreibenden Aktion. Offiziell dürfen jüdische Israelis die palästinensischen Gebiete aus Sicherheitsgründen nicht betreten. „Wir müssen genau wie die Palästinenser durch Checkpoints hindurch. Ob wir durchkommen oder nicht, hängt vollkommen von der Laune der Soldaten im Dienst ab. Einmal habe ich drei Stunden in der glühenden Sonne warten müssen. Heute hat es nur eine halbe Stunde gedauert.“

Israel Heute

6.6.07

Darfur Flüchtlinge an Israels Grenzen

An der israelisch-ägyptischen Grenze finden Soldaten der israelischen Grenzpatrouillen sich zur Zeit mit anderen Aufgaben konfrontiert, als Kampf: sie kümmern sich um Flüchtlinge aus Darfur. Ganze Familien haben kilometerweite Wanderungen durch Sudan und Ägypten hinter sich und einmal in Israel angekommen, sind sie in Sicherheit vor den erbarmungslosen arabischen Milizen in dem Krisengebiet. Aber zunächst müssen die Männer hinter Gitter und weil Sudan für Israel Feindesland ist, erhalten sie nicht ohne weiteres Flüchtlingsstatus. Insofern einige Leute von Kibbuzim oder Hotels aufgenommen werden, bekommen sie die Chance einer Duldung. Die Israelisch Regierung hat noch zu entscheiden, wer für die Flüchtlinge zuständig ist und was mit ihnen geschehen soll.

JerusalemOnline