Christen und messianische Juden - Ihr Stand, ihre Probleme, ihre Wünsche, ihre Ansichten
9.8.13
Können die Palästinenser überhaupt Frieden?
Das hat der Außenminister John Kerry vielleicht noch gar nicht begriffen, dass Abbas etwas über seinem Volk hinweg einfädelt, er dessen Unterstützung gar nicht hat und die Palästinenser für Frieden vielleicht noch gar nicht bereit sind.
Da gibt es die Ladenkette "Fox", Bekleidungsgeschäfte aus Israel, die gerne eine Filiale in Ramallah eröffnen würde, denn es hat sich gezeigt, dass die Palästinenser auf die Produkte von Fox scharf sind und sich diese Investition lohnen würde. Zwei Geschäftsleute sind durch die Friedens-Anstrengungen von John Kerry ermutigt worden, diesen Schritt zu wagen.
Aber "Anti-Normalisations" Aktivisten und Journalisten haben eine regelrechte Kampagne gegen die zwei Geschäftsleute von Fox mit fast täglichen Drohungen gestartet, so dass die ihre Pläne aufgegeben haben, ihr Projekt gestoppt und die bereits investierten tausenden Dollar damit in den Sand gesetzt haben. Für etwa 150 Palästinenser wären Arbeitsplätze entstanden, wenn der Laden eröffnet worden wäre.
Sogar Drohungen, den Laden mit Brandbomben anzugreifen, gingen ein und obwohl die Eröffnung von der Palästinensischen Autonomiebehörde bereits genehmigt worden war, konnte niemand was tun, um den Shop zu schützen.
Diese Sache mit dem Laden ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber sie zeigt, was auf Abbas zukommt, wenn er nur wagt, auf irgendwelche Friedensvereinbarungen mit Israel bei den Verhandlungen einzugehen. Dann wird sich diese "Anti-Normalisations"-Bewegung auf ihn stürzen. Obwohl die Fox-Mode äußerst beliebt bei palästinensischen Frauen und Männern ist, hatte noch niemand gewagt, einen Laden zu eröffnen, stattdessen wurde die populäre Kleidung von Kleinhändlern überall verkauft. Jeder hat Angst vor dieser sehr mächtigen Bewegung, die jeglichen Kontakt zu Israelis verbietet.
Und obwohl diese Bewegung den vollen Support von der PA hat, haben sich dessen Vertreter und Führer der Fatah bereits in offenen Treffen mit Israelis zusammengefunden, sowie es auch Sicherheits-Kooperationen und -koordinationen zwischen der IDF und der West Bank gibt. Niemand scheint sich an dem Widerspruch zu stören.
In der letzten Woche sind hochrangige Fatah Funktionäre zu Gesprächen über Frieden und Koexistenz mit israelischen Kollegen in die Knesset eingeladen worden - Wochen vorher waren israelische Politiker in Ramallah bei der Fatah eingeladen, im Rahmen eines Projekts der Genfer Friedensinitiative.
Und während die palästinensischen Aktivisten ganz eifrig damit beschäftigt waren, den Besitzern des Fox Bekleidungsgeschäfts zu drohen, saßen ihre Repräsentanten, Saeb Erekat und Mohammed Stayieh, zusammen mit Israels Ministerin Zipi Livni in Washington bei Friedensgesprächen und Möglichkeiten der Koexistenz.
Also Abbas und seine Minister müssen sich Mühe geben, die eigenen Leute, das eigene Volk auf möglichen Frieden und Zusammenleben vorzubereiten.
Und die palästinensischen Schulbücher, voll mit Hass gegen Israel und Landkarten ohne Israel, sollte die palästinensische Regierung auch ganz schnell wieder einsammeln.
30.4.13
Israel – dieses glückliche kleine Land
Netanjahu dachte einen Moment nach und sagte: „Mir wäre lieb, wenn man sich an mich als den Führungspolitiker erinnert, der Israels Sicherheit bewahrte.“
Auf den ersten Blick könnte Netanjahus Ziel öde erscheinen. In einem Jahr wird er der Premierminister mit der längsten Amtszeit in der Geschichte des Staates sein und alles, was er will, ist die nationale Sicherheit zu bewahren? Warum zielt er so tief? Und doch reagierte das Publikum im Studio auf Netanjahus bescheidenes Ziel mit donnerndem Applaus.
Nach einer Pause zum Sammeln seiner Gedanken murmelte ein klar verwirrter Kitzis so etwas wie „Nun, wenn Sie es schaffen Frieden zu schließen, hätte ich nichts dagegen.“
Das Publikum war still.
Der Unterschied zwischen dem Jubel des Publikums und Kitzis schockierter Enttäuschung über Netanjahus Antwort offenbarte – einmal mehr – die klaffende Lücke zwischen der Sicht auf die Welt des israelischen Mainstreams und der, die Mitglieder unserer Elite-Klasse teilen.
Die israelische Öffentlichkeit gab unseren Eliten in den 1990-er Jahren die Gelegenheit ihre Friedensfantasien auszuprobieren. Wir gaben ihrem Frieden eine Chance, was uns mit massivem Terror und internationaler Isolation vergolten wurde.
Wir haben kein Interesse daran, diese Erfahrung noch einmal zu machen.
Wir werden den Linken gegenüber freundlich sein, wenn sie höflich sind. Wir würden sogar ihre Sendungen sehen, wenn nichts anderes läuft oder sie leidlich unterhaltsam sind. Aber wir werden ihnen nicht mehr zuhören.
Das ist der Grund, dass US-Präsident Barack Obamas Besuch im März keinen Einfluss auf die öffentliche Meinung oder die Regierungspolitik hatte.
Obama kam, umarmte Netanjahu und überschüttete uns mit Liebe, so wie es Bill Clinton damals in den wilden Neunzigern machte. Er pries uns in den Himmel und erzählte uns, er stehe hinter uns. Und dann erzählte er uns, wir sollten unsere Führungspolitiker zwingen Jerusalem, Judäa und Samaria unseren eingeschworenen Feinden zu geben, obwohl sie ihre Kinder lehren danach zu streben unsere Kinder zu töten.
Und wir lächelten und wünschten ihm einen angenehmen Heimflug.
Obama hatte keine Vorstellung davon, in was er hinein geriet, als er herkam. Wie Kitzis und seine Kollegen auf Kanal 2 umgibt sich Obama mit Leuten, die wie er der Realität Fantasie vorziehen. In Obamas Welt geht es beim islamischen Jihad um den Westen, nicht um die Jihadisten. In Obamas Welt ist das dringendste Problem auf der internationalen Tagesordnung Wohnungen für Juden in Jerusalem und Efrat. Und in Obamas Welt ist das, was die Israelis mehr als alles andere auf der Welt brauchen, dass die linken Europäer uns lieben.
Da reden wir von retro.
Doch seit den 1990-er Jahren hat sich viel geändert. Zwanzig Jahre, nachdem Jitzhak Rabin Yassir Arafat auf dem Rasen des Weißen Hauses die Hand schüttelte und so offiziell Israels Zeitalter des Terrors einläutete, kümmert es die meisten Israelis nicht wirklich, was die Europäer und Araber von uns halten.
Die Europäer plappern weiter von israelischem Rassismus und drohen damit den gelben Stern oder andere fiese Markierungen auf israelische Waren zu kleben. Sie verbieten israelische Bücher in den Bibliotheken Schottlands. Sie boykottieren israelische Universitäten, Professoren und Studenten in England. In Italien demonstrieren sie in ihrem nationalen Senat für den verurteilten Massenmörder Marwan Barghouti. Und in Frankreich schlachten sie jüdische Kinder ab.
Und dann erwarten Typen wie Catherine Asthon von uns, dass wir uns sorgen, was sie von uns denken.
Nun, tun wir nicht.
Die Amerikaner ihrerseits jammern wegen des Rücktritts des nicht gewählten palästinensischen Premierministers Salam Fajjad und bestehend darauf, er sei für Israel ein wahrer Partner gewesen, der nur wegen Kräften außerhalb seiner Kontrolle keinen Erfolg schaffen konnte. Während die meisten erkenne, dass Fajjads Abang nichts mit Israel zu tun hatte, haben einige US-Brückenbauer Israel für Fajjads Versagen verantwortlich gemacht. Elliott Abrams z.B. schrieb: „Israelische Regierungen gaben ihm weniger Kooperation als er verdiente.“ Dem antworten wir: Fajjad war nichts weiter als eine weitere westliche Einbildung, so wie der arabische Frieden mit Israel.
Fajjad hatte keine Chance die Palästinenser zu führen, weil er nie persönlich einen Juden umbrachte. Und die Palästinenser akzeptieren nur Mörder als ihre Führer. Doch die Tatsache, dass er nie persönlich einen Juden umbrachte, machte Fajjad für Israel noch nicht zu einem Partner.
Fajjad nutzte pflichtbewusst Spendengelder, um damit jeden Monat Gehälter an Terroristen in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen zu zahlen. Er führte den palästinensischen Zweig des Boykott-Deinvestitions-und-Sanktions-Krieges gegen Israel. Er machte aus der Arbeit für Israelis und den Kauf israelischer Waren zu Straftaten. Fajjad führte persönlich Razzien in Privathäusern, um die Kühlschränke der Menschen daraufhin zu inspizieren, ob sie israelische Hüttenkäse in ihren Regalen hatten. Er organisierte Freudenfeuer, mit denen israelische Waren verbrannt wurden und nahm daran teil.
Um es ohne Umschweife zu sagen: Das ist nicht die Art von Verhalten, von der man erwarten würde, dass ein Friedenspartner es betreibt.
Die Amerikaner, die darauf bestehen Fajjads Abgang zu betrauern, weigern sich die offensichtliche Tatsache zu akzeptieren, dass palästinensisches Streben nach Eigenstaatlichkeit ein billiges, schäbiges und nur für den Export bestimmtes arabisches Produkt ist. Die Palästinenser wollen keinen Staat. Sie wollen Israel vernichten. Die Amerikaner erfinden in ihrer Unfähigkeit diese Grundtatsache zu akzeptieren Lügen wie die des Friedenspartners Fajjad und versuchen diese den Israelis reinzuwürgen. Na dann: Auf Nimmerwiedersehen, Salam Fajjad.
Offensichtlich ist Fajjad nicht das letzte Wort der westlichen Selbsttäuschung. Sie werden sich eine neue perfekte Lösung ausdenken, um ihn binnen kurzer Frist zu ersetzen.
Doch in ihrer endlosen Suche nach der nächsten Silberkugel verpassen die Europäer und die Amerikaner und ihre israelischen Gefolgsleute die Tatsache, dass der einfachste Weg eine sichere und friedliche Welt aufzubauen nicht funktioniert, indem man Terroristen den Hof macht. Der beste Weg diese Ziele zu erreichen, führt darüber die Welt zu akzeptieren, wie sie ist. Das hat das israelische Volk gemacht. Es stimmt, uns mussten unsere Fantasien mit Selbstmord-Bombenanschlägen weggeblasen werden, damit wir uns mit dieser einfachen Wahrheit abfanden. Doch das Leben ist besser, glücklicher und sicherer geworden, seit wir das machten.
Die Unfähigkeit der „internationalen Gemeinschaft“ zu akzeptieren, dass nüchterne Zufriedenheit besser ist als Luftschloss-Fantasien, die linke Autoren in Israel, Europa und den USA ohne Unterschied zu Verwunderung wegen einer jüngsten Umfrage der OECD zum Ausdruck zu bringen, die Israel bei den glücklichsten Menschen der Welt einstuft. Das Ranking machte für die Kommentatoren keinen Sinn.
Israelis arbeiten härter als andere Mitglieder der OECD. Sie beschweren sich mehr als andere Mitglieder der OECD. Wir haben keinen „Frieden“. Und doch gehören wir zu den glücklichsten Menschen in der OECD.
Was ist los? In den Jahrzehnten, bevor wir uns auf die Reise des unaufrichtigen Friedensprozesses begaben, war Israel ein sozialistischer Modellstaat. Wir hatten lähmende Steuersätze und versagende Regierungsindustrien, die privates Unternehmertum auf dem Markt bedrängten. Monopole betrieben jeden Sektor und lieferten schäbige Waren und furchtbaren Service zu astronomischen Preisen. Der Gewerkschaft Histadrut gehörte zusammen mit der Regierung der größte Teil der Wirtschaft und Histadrut-Kommissare stellten sicher, dass jeder mit einer Unze Initiative endlosen Schmähungen ausgesetzt wurde.
Nirwana.
Just um die Zeit, als wir anfingen uns aus unserer sozialistischen Zwangsjacke zu befreien, erkannten wir auch, dass es mit dem Friedensdings auch nicht so weit her ist. Und an diesem Punkt begannen wir zu begreifen, dass es bei Glück und Erfolg nicht um das geht, was andere dir Geben – Geld, Verträge, eine Telefonleitung nach fünf Jahren Wartezeit. Bei Glück und Erfolg geht es um das, was du leistest.
Am diesem Punkt, irgendwann zwischen 1996 und 2000, begannen die Israelis große Familien zu gründen und den freien Markt anzunehmen.
Heute sind die Israelis mit durchschnittlich drei Kindern pro Familie die fruchtbaren Ausreißer der industrialisierten Welt. David Goldman demonstrierte auf PJ Media, dass es eine direkte Korrelation zwischen Kindern und menschlichem Glück gibt. Das ist der Grund dafür, dass fruchtbare Israelis die geringste Selbstmordrate der industrialisierten Welt haben. Wenn du Kinder hast, dann hast du eine Zukunft.
Und wenn du eine Zukunft hast, dann arbeitest du hart daran, sie zu sichern und eine allgemein optimistische Einstellung zu haben.
Was könnte schon schlimm sein, wenn dein Kind gerade seinen ersten Zahn verlor? Die Israelis sind glücklich, weil wir sehen, dass wir die Zukunft bauen können, die wir für unsere Familien und unser Land haben wollen, selbst ohne alle sechs Monate eine weitere glamouröse Unterschriften-Zeremonie im Weißen Haus. Unser Land wird jeden Tag stärker und lebensfähiger. Und wir wissen das.
Diejenigen auf der internationalen Bühne, die unsere Sicht teilen, dass es im Leben um mehr geht als um mit arabischen Antisemiten unterschriebene Papierblätter, erkennen, was geschieht. Für sie ist Israel nicht „das besch… kleine Land“. Es ist „der kleine Motor, der kann.“
Nehmen wir die Chinesen. Letzten Juli unterschrieb China einen Deal mit Israel, um einen Binnenhafen in Eilat und eine 180km lange Güterbahn-Trasse zu bauen, die Eilat mit Israels Mittelmeerhäfen in Aschdod und Haifa zu verbinden. Der Sinn des Projekts besteht darin, in Israel eine Alternative zum Suezkanal zu bauen. Die Chinesen sehen sich die Region an und sehen, dass Ägypten ein Failed State ist, der sich nicht einmal seine Weizenimporte leisten kann. Die Zukunft der Schifffahrt durch den Suezkanal steht in Zweifel, da es regelmäßig Krawalle in Port Said und Suez gibt.
Andererseits ist Israel eine stabile, wohlhabende, erfolgreiche Demokratie, die einen Erfolg nach dem anderen erzielt. Wenn die Güterbahnstrecke fertig ist, wird Israel, was die globale Wirtschaft angeht, zum strategisch wichtigsten Importland der Region werden.
Dann ist da unser neu entdeckter Energiereichtum. Israel wurde am 30. März energietechnisch unabhängig, seit das Offshore-Gasfeld Tamar Erdgas nach zu pumpen begann. In zwei bis drei Jahren, wenn das Gasfeld Leviathan angeschlossen wird, wird Israel einer der wichtigsten Erdgas-Produzenten der Welt werden. Darüber hinaus wird Israel 2017 wahrscheinlich beginnen kommerzielle Mengen Öl aus seinen massiven Schieferlagern im Shfela-Becken bei Beit Shemesh zu gewinnen.
Geologen schätzen, dass alleine dieses Feld rund 250 Milliarden Barrel Öl enthält, was Israel Öl-Gleichheit mit Saudi-Arabien gibt. Chinesische, russische und australische Firmen stehen Schlage, um Verträge mit israelischen Energieunternehmen abzuschließen. Internationale Analysten schätzen, dass Israels Aufkommen als Energiemacht einen stabilisierenden Einfluss auf die globale Wirtschaft und die internationale Sicherheit haben wird. Israel kann Asiens Öl- und Gashunger stillen. Es kann die europäische Abhängigkeit von Russland verringern. Es wird die Fähigkeit der OPEC beseitigen die Weltölpreise durch Manipulation des Nachschubs zu diktieren.
Dass Israel seinen Energiereichtum entdeckte, hätte zu keinem günstigeren Zeitpunkt kommen können. Hätte Israel sein Öl und Gas vor 65 oder sogar nur vor 20 Jahren entdeckt, hätten wir die wirtschaftliche Reife nicht gehabt, um unsere Ressourcen verantwortlich zu managen. Doch jetzt, mit unserem freien Markt, unserem Hi-Tech-Sektor und unserer Unternehmenskultur können wir unsere Ressourcen weise und erfolgreich managen.
Im Alter von 65 wird Israel zu einem erwachsen, verantwortlichen, wohlhabenden und mächtigen Spieler in der internationalen Arena. Das einzige, was wir sicherstellen müssen: sicherzustellen, dass wir uns der Früchte unserer Arbeit in Sicherheit erfreuen können. Und das einzige, das wir tun können, um alles zu verspielen, ist: unsere Hoffnungen auf „Frieden“ zu setzen.
Und deshalb werden wir das nicht tun, nie wieder.
30. April 2013 - von Caroline Glick
Orig. "Israel - The Happy Little Country"
(Danke "heplev" für die Übersetzung)
1.4.13
Gasvorkommen vor Israels Küste
Riesige Gasvorkommen im Mittelmeer vor der Küste Israels können nicht nur die Energieversorgung des jüdischen Staates auf Jahrzehnte sichern, sondern Israel auch in einen der größten Erdgas-Exporteure der Welt verwandeln. Gleichzeitig dient die Erschließung der Gasfelder Tamar (Dattel) und Leviatan (Walfisch) für innenpolitischen Zoff, für neue internationale Konflikte und im Fall der Türkei, für einen Hebel, die angespannten Beziehungen schleunigst beizulegen.
Die britische BP hat die Konzession erhalten, Gasfelder vor der Küste von Gaza zu erschließen. Die Profite würden den Palästinensern zugute kommen. In den vergangenen Monaten führte Israel mit Zypern Gespräche über angrenzende Gasfelder und deren gemeinsame Ausbeute. Dies wiederum rief die Türkei auf den Plan. Die hält den Norden Zyperns besetzt und stellt eigene Ansprüche auf Seegebiete, die das griechische Zypern für sich beansprucht.
Potentiellen Streit und Kriegsdrohungen gab es auch schon aus Libanon, weil die Seegrenzen zwischen Israel und Libanon niemals vertraglich abgesteckt worden sind.
Die vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama vermittelte „Entschuldigung“ Israels wegen der neun getöteten IHH Aktivisten auf der blockadebrechenden Mavi Marmara, diente politischen, militärischen und wirtschaftlichen Interessen aller Beteiligten, wie sich inzwischen herausstellt.
Alon Liel, ein ehemaliger israelischer Botschafter in Ankara, verriet, dass schon „seit Monaten“ stille Verhandlungen zwischen Israel und der Türkei über den Bau einer Gas-Pipeline liefen. Zwei Wochen vor der „Versöhnung“ und dem Obama-Besuch berichtete die Financial Times von Gesprächen zwischen dem amerikanischen Unternehmen Nobel Energy und der israelischen Delek Gruppe mit den entsprechenden Partnern in der Türkei und sogar in Jordanien. Nobel und Delek haben die Lizenz, Israels Gasfelder zu erschließen. Liel sagte dem Wallstreet Journal: „Zypern kollabiert wirtschaftlich. Israel hat verstanden, dass es seine Exportpläne nicht mit der Hilfe Zyperns umsetzen kann."
Bisher hatten die israelischen Medien eher über eine Kooperation mit Zypern berichtet, ein Flüssiggas-Terminal zu errichten, zumal vor Obamas Besuch nicht zu erwarten war, dass es in absehbarer Zeit zu einer erneuten Annäherung mit der wirtschaftlich und geostrategisch viel wichtigeren Türkei kommen könnte. Plötzlich hat sich das Blatt gewendet. Die befürchtete Staatspleite Zyperns dürfte zusätzlich zur Annäherung zwischen Ankara und Jerusalem beigetragen haben.
Nach Angaben des Wallstreet Journal schätzt der israelische Energieexperte Amit Mor den möglichen Umsatz durch den Gas-Export auf jährlich 3 bis 4 Milliarden Dollar, bei aktuellen Preisen. Die Kosten für den Transport durch eine Pipeline in die Türkei machten nur ein Fünftel dessen aus, was Lieferungen via Zypern kosten würden. Unklar ist noch der Verlauf der künftigen Pipeline von Israel in die Türkei. Denn Israel befindet sich noch im Kriegszustand mit Libanon und die Türkei pflegt keine diplomatische Beziehungen mit Zypern.
Der amerikanische Erdöl-Experte Steve Levine behauptete beim Online-Dienst Quartz, dass die plötzliche Bereitschaft des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan, sich mit der kurdischen PKK zu vertragen, auch mit potentiellen Erdgaslieferungen aus dem kurdisch-kontrollierten Nord-Irak in die Türkei zusammenhingen.
Die Erschließung der Erdgasfelder vor der Küste Israels hatte während des israelischen Wahlkampfes zu öffentlichen Kontroversen geführt, weil wieder einmal viel zu niedrig besteuerte Oligarchen Milliardengewinne machen könnten, während der Staat und die Bevölkerung Israels von dem erwarteten Goldsegen zu wenig profitieren. Die Öl-Unternehmen konterten, dass sie ganz allein das Risiko der außerordentlich teuren Entdeckung und Erschließung der Erdgasfelder trügen. Bei Diskussionen in den Knesset-Ausschüssen hieß es, dass die Verteilung der Gewinne internationalen Normen entspräche.
von Ulrich W. Sahm - iraelnetz
23.9.07
Aus der Technik und Wirtschaftswelt Israels
Die Kinder können zusammen mit ihren Eltern den Computer kennenlernen und können des weiteren an Programmen, die Lesen, Kreativität, soziale Fähigkeiten und Sport beinhalten, teilnehmen. Das Projekt hat das Ziel, die sozialen Unterschiede in der Gesellschaft zu mindern.
Auch in anderen Städten hat dieses Projekt schon erfolgreich Einzug gehalten.
Seht hierzu den Film:
Der Bau des neuen Berliner Flughafens
Die israelische Firmengruppe Baran wird durch ihr deutsches Tochterunternehmen Westmontage an einem 70-Millionen-Dollar-Projekt zur Errichtung des Elektro- und Kommunikationssystems für den neuen Berliner Flughafen mitwirken. 
Baran hat Westmontage vor sechs Jahren für 3 Millionen Dollar erworben und besitzt 69 Prozent der Firma. Westmontage Kabel- und Netzwer GmbH wird die Kommunikationsinfrastruktur des geplanten Großflughafens Berlin-Brandenburg International aufbauen. Die Baran Group Ltd. ist Israels führendes Unternehmen im Bereich Ingenieur- und Bauwesen und ist auf nationale und internationale Großprojekte spezialisiert.
(Globes 19.09.07)
