5. August 2014
Vorwort von Robert Spencer:
"Das ist eine überaus positive Entwicklung. Obwohl Juden und
Christen unter islamischem Recht dasselbe Schicksal teilen –
Unterwerfung als Dhimmis und Verweigerung von Grundrechten – haben die
unglückliche Geschichte des christlichen Antisemitismus und die beinahe
universale Realität des islamischen Jihad unter zahllosen weiteren
Faktoren die Formierung jeglicher groß angelegter Bemühungen zur
Zusammenarbeit verhindert. Die arabische nationalistische Bewegung, die
heute fast im Sterben liegt, aber vor nur wenigen Jahren die
dominierende Ideologie des Nahen Ostens war, vereinnahmte auch die
Arabisch sprechenden Christen beim Nachplappern der
islamisch-herrenmenschlichen Agenda über eine „gemeinsame arabische
Identität“. Freiheit Liebende mögen hoffen, dass die üble Idee, der
Aggressor und die Unterdrückten hätten gemeinsame Interessen, für immer
der Mülltonne der Geschichte übergeben wird und dass Demonstrationen wie
diese der Anfang von viel mehr jüdisch-christlicher Zusammenarbeit zur
Verteidigung der Freiheit sein werden."
Eine Gruppe israelisch-arabischer Christen marschierte gestern Abend in
Haifa gegen die Verfolgung von christlichen Arabern in der Welt, gegen
radikal-islamistische islamische Organisationen wie der Hamas und
zugunsten der Militäroperation Israels. Lissy Kaufmann von TFV1 war
dort.
Eine Gruppe Araber versammelte sich Sonntagabend auf dem UNESCO-Platz
in Haifa und schwenkte israelische Flaggen. Moment – Araber? Nun, die
Sprache, die zumeist zu hören war, war in der Tat Arabisch. Doch wenn
man fragte, wer sie waren, sagten die Protestierenden etwas völlig
anderes:
Ich bin kein Araber, denn ich bin Christ
und ich glaube nicht, dass man gleichzeitig Araber und Christ sein kann.
Araber sind meiner Meinung nach Muslime. Sie sorgten dafür, dass wir
vergaßen, wer wir waren, unsere Identität vergaßen. Ich bin Israeli, ich
bin Christ und das ist alles.
Ich bin Israeli, ich bin Christ und ich
bin Israeli, also unterstütze ich Israel. Ich lebe hier in Israel und
dies ist mein Land.
Ja, ja, ich bin Christ und Israeli und
stolz darauf. Nein, überhaupt nicht, du beleidigst mich gerade, denn ich
betrachte mich als … Ich spüre, dass ich in zwei Monaten zur Armee
gehen werde. Und ich bin die Sorte Mensch, die alles für den eigenen
Staat tut – das ist alles.
Die Menschen, die auf dem UNESCO-Platz in Haifa zusammenkamen, sind
christliche Israelis. Sie schwenkten nicht nur israelische Flaggen,
sondern auch die gelb-weiße Flagge des Vatikan. Sie haben sich von der
arabischen Bevölkerung und deren Protesten gegen den Krieg in den
letzten Wochen distanziert. Diese rund 100 Menschen protestierten gegen
die Verfolgung von Christen im Nahen Osten, so in Syrien und im Irak.
Einige von ihnen hielten Transparente, die fragten, warum die UNO und
der Westen die Augen davor verschließen.
Der Protest richtete sich auch gegen die Hamas. Shadi Khalloul kann
erklären warum. Er ist der Sprecher des Forum für die Rekrutierung von
Christen, das versucht mehr Christen davon zu überzeugen in der IDF zu
dienen. Er war auch einer der Organisatoren des Protests.
Du kannst nicht nur für Christen im Irak
und Syrien protestieren und ignorieren, was dir hier, in unserem Land
geschieht. Du kannst sehen, wo wir im Krieg waren. Würden wir das
ignorieren, die getöteten Soldaten, die getöteten Zivilisten, die vom
selben Terror umgebracht wurden, dann würden wir nicht den gerechten Weg
gehen, dass wir daran glauben, dass Terror derselbe Terror ist, der
dieselben Menschen tötet, dass die Hamas dieselbe Ideologie hat wie
al-Qaida, wie Hisbollah und sie akzeptieren niemanden, der anders ist
als sie.
Die religiöse Unterstützung kam von Vater Gabriel Nadav, einem
Priester aus Nazareth, der auch zusammen mit der Menge betete. Vater
Nadav kann nicht mehr ohne Leibwächter aus dem Haus gehen. Viele
Menschen, einschließlich solcher aus seiner Heimatstadt Nazareth,
opponieren vehement gegen seine Meinung, Christen seien keine Araber,
dass sie der jüdischen Religion näher stehen und dass es gut für sie ist
in der IDF zu dienen.
Eine der jungen Christinnen, der bald in die Armee gehen wird, ist
die 17-jährige Jennifer, die mit der israelischen Flagge vorbeifahrenden
Autos zuwinkt und „Hamas weg“ ruft. Ein großes christliches Kreuz hängt
an ihrer Halskette. Von allen Ländern des Nahen Ostens kann sie nur in
Israel leben wie sie es will, nur hier wird ihr freie Religionsausübung
garantiert und das ist ein Grund dankbar zu sein, sagt sie:
Es ist sehr wichtig, denn wir sind hier
Christen, wir sind hier sicher. Ich sterbe hier nicht, sie töten mich
nicht und das Dank Israel.
Es waren auch jüdische Israelis bei dem christlichen Prozess
anwesend. Shadi Khalloul rief den jungen Leuten des Likud, die seinen
Überzeugungen am nächsten zu stehen scheinen, zu, sie sollten sich ihm
und seinen Leuten anschließen. Der 27-jährige Gal, ein Student aus
Haifa, ist einer der Juden, die teilnahmen. Er glaubt, dass Israel sich
demselben Problem des islamischen Fundamentalismus gegenüber sieht wie
der Irak.
Wir kamen hierher, um Solidarität mit den
Christen zu zeigen, die gegen das ethnische Schlachten im Irak
demonstrieren, das von der Organisation ISIS begangen wird. Wir glauben,
das ist dort dasselbe wie hier.
Juden und Christen, die gemeinsam für den Staat Israel und zugunsten
des andauernden Krieges demonstrieren, das fühlt sich wie eine
Revolution an. Viele Christen, sagt Shadi, denken so. Doch sie haben
Angst sich gegen die arabisch-muslimische Bevölkerung zu äußern.
Shadi
weiß, dass seine Gruppe immer noch eine Minderheit ist und dass viele
aus der arabischen Gemeinschaft seine Arbeit nicht schätzen. Das ist
einer der Gründe, dass er eine Waffe trägt. Er sagt, dass er sie trägt
seit er vor 16 Jahren aus der Armee ausschied, weil viele Menschen seine
Entscheidung nicht mochten freiwillig in der IDF zu dienen.
Doch die
christliche Gemeinschaft wird nicht nur von Muslimen angegriffen,
sondern auch von Juden. Vor ein paar Monaten wurde Shadis Dorf Gush Haav
von radikalen, rechtsgerichteten Juden angegriffen, die auch das Haus
seiner Familie besprühten. Doch selbst das lässt ihn seine Meinung nicht
ändern:
Sie repräsentieren nicht die gesamte
jüdische Bevölkerung, die meisten unterstützen uns und die Regierung
repräsentiert die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung für die
Christen in Israel und erlässt viele Gesetze zum Schutz der Bevölkerung,
um ihnen mehr Rechte und Freiheiten im Staat zu geben.
Lissy Kaufmann für TLV1.
übersetzt von heplev