9.2.14

Mehr Christen in Israel

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Gemeinschaft wächst. - (kh.)

Die Zahl der Christen stieg im vergangenen Jahr von 158 000 auf 161 000, so das Büro für Statistik. 
Dies macht zwar nur rund zwei Prozent der Bevölkerung aus, aber im Gegensatz zu Nordafrika und dem Nahen Osten insgesamt steigt hier die Zahl der Christen. Von den israelischen Christen sind rund 80 Prozent Araber, die restlichen 20 Prozent sind überwiegend Einwanderer aus der ehemaligen Sowietunion. 

Nazareth
Die Städte mit den größten christlichen Gemeinden sind Nazareth (22 400), Haifa (14 600) und Jerusalem (11 900). 
Laut der Statistik haben Christen mit 2,2 Kindern pro Frau im Durchschnitt weniger Nachwuchs als Juden (3,0) und Moslems (3,6) - im Vergleich dazu liegt die Geburtenrate in Deutschland bei 1,36. 
Die christlich arabische Bevölkerung in Israel verzeichnet die besten Abiturergebnisse: 63 Prozent der Christen bestanden die Prüfungen 2010 im Vergleich zu 58 Prozent der jüdischen und 46 Prozent der muslimischen Schulabgänger.

Aus: factum / Ausgabe 1/14 (www.factum-magazin.ch) 

7.2.14

Heftiger Streit um den Status der israelischen Christen

Sollen israelische Christen mit arabischer Muttersprache als eigenständige Minderheit anerkannt werden, getrennt von den Arabern muslimischen Glaubens? 
Um diese Frage wurde im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit des israelischen Parlaments heftig gestritten. Die Debatte wurde durch eine Gesetzesinitiative des Abgeordneten Yariv Levin (Likud-Partei) ausgelöst.

 Nach seinen Vorstellungen haben die christlichen Araber Anspruch auf eine eigenständige Vertretung in Gemeinderäten und anderen Gremien. Die muslimischen Parlamentsabgeordneten reagierten entsetzt und verärgert.

Levin hatte zuvor in einem Interview erläutert, seine Gesetzesinitative sei sinnvoll, „weil wir (Juden) viele Gemeinsamkeiten mit den Christen haben. Das sind unsere natürlichen Verbündeten, und sie sind ein Gegengewicht zu den Muslimen, die unser Land von innen heraus zerstören wollen.“
Die arabischen Knesset-Abgeordneten waren aufgebracht. „Levin will die arabische Öffentlichkeit auseinanderdividieren, die ohnehin schon unterdrückt wird. 
Wir sind doch nicht seine Sklaven“, rief der Abgeordnete Jamal Zahalka (arabische Balad-Partei).

 Seine Parteifreundin Hanin Zoabi (Foto) meinte, das Gesetz führe zu einer wachsenden Feindlichkeit der Araber gegenüber Israel.

Der Ausschuss hörte auch den nordisraelischen Christen Shadi Halul an. Er setzt sich dafür ein, dass junge Christen mit arabischer Muttersprache in der Armee dienen. Dabei verweist er auf ihr aramäisches Erbe, das viel bedeutender sei als eine aufgezwungene arabische Identität. „Ich bin stolz, ein Christ zu sein“, unterstrich Halul, „wir haben das Recht auf Selbstbestimmung.“ Halul zeigte auf die muslimischen Abgeordneten und riet dem Ausschuss: „Hören Sie nicht auf diese Rassisten!“

Hanin Zoabi beschimpfte Halul daraufhin als Feigling. Er solle diese Botschaft auf den Straßen von Nazareth verkünden, dort würde er von den örtlichen Muslimen und Christen mit anderer Auffassung „die passende Antwort erhalten.“ Die kaum verhüllte Drohung führte zum Rauswurf Zoabis aus der Anhörung.
Israelische Knesset
 Tatsächlich haben Halul und seine Freunde keine Scheu, in den christlichen Dörfern für Loyalität zum israelischen Staat zu werben. Sie werden seither von Muslimen bedroht. Doch immer mehr junge Leute hören auf ihre Botschaft und verabschieden sich von dem Hass, der ihnen durch ihre angebliche „arabische Identität“ vermittelt wurde.

israelheute

4.2.14

Evangelikale haben es besonders schwer


Christen spielen in der islamischen Welt eine immer geringere Rolle. Das gilt besonders für die Palästinensergebiete. Während sie im Gaza-Streifen starker Islamisierung durch die herrschende radikal-islamische Hamas ausgesetzt sind, leben sie freilich im Raum Bethlehem, dem Geburtsort Jesu Christi, noch in einer „brüchigen“ Koexistenz mit der islamischen Umgebung. 

Das berichtet der Politikwissenschaftler Prof. Heinz Theisen (Köln) in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ (Freiburg). Besonders schwer haben es nach seinen Angaben die zahlreicher werdenden Evangelikalen im Heiligen Land. Nicht nur ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, würden mit dem Tode bedroht, sondern auch ihre Missionare. Theisen: „Während die traditionellen Kirchen eine Art Bestandsschutz genießen, können die Evangelikalen darauf nicht vertrauen." Einer ihrer Pastoren im Raum Bethlehem erhalte ständig Morddrohungen. 

Evangelikale haben es besonders schwer
Prof. Heinz Theisen
Der Anteil der Christen unter den Palästinensern ist laut Theisen drastisch gesunken. Um 1900 seien noch etwa 30 Prozent der Palästinenser Christen gewesen. Heute stellten sie nur weniger als 1,4 Prozent der Bevölkerung. Im früher christlich geprägten Bethlehem sei ihr Anteil von 80 Prozent auf 28,2 Prozent gesunken und im gesamten Distrikt einschließlich der Flüchtlingslager auf 12,7 Prozent. 

Diese Zahlen erklärten sich nicht einfach aus der israelischen Besatzung. Vielmehr müsse man sie im Rahmen des Auszugs der Christen aus dem gesamten Nahen Osten sehen.

In Bethlehem spiegele sich die Vielfalt des Christentums. Dazu gehörten orientalisch orthodoxe Kirchen, katholische Kirchen des Ostens sowie evangelische Kirchen und freikirchliche Vereinigungen. Sie lebten trotz einer „oft mangelnden Solidarität“ nebeneinander. 

Auch für das Zusammenleben mit Muslimen gebe es Spielregeln. Dabei spiele Bethlehem eine Sonderrolle. Die Pilger und Touristen böten auch Muslimen ein Einkommen. Christen würden mit Toleranz und Respekt belohnt. Im Gaza-Streifen gelte dies für die etwa 3.000 Christen unter 1,5 Millionen Muslimen nicht. Schon Schulkinder würden auf den islamischen Kurs eingeschworen; Mädchen müssten in der Schule islamische Kleidung tragen.

Nach Theisens Einschätzung wäre der von den Palästinensern geforderte eigene Nationalstaat für die Christen „katastrophal“. Die Machtkonflikte zwischen Säkularisten und Islamisten, die bisher durch die Teilung von Westjordanland und Gaza eingedämmt würden, würden dann ungebremst ausgetragen. Die internationalen Hilfen würden zurückgehen, und der Staat wäre – so Theisen – „mangels jeder Kontrolle noch korrupter als die Autonomiebehörden“. 

Sein Fazit: „Je mehr die Nationalstaaten im Nahen Osten in inneren Bürgerkriegen zerfallen, desto vorsichtiger sollten die Palästinenser bezüglich ihres eigenen Staates sein.“  
 
 idea

17.1.14

Messianische Juden in Israels Armee

Soldaten der israelischen Armee warnen vor Kontakten mit messianischen Juden

27. Dez. 2013

Die Bewohner Israels wachten an einem Morgen mit einer speziellen Ankündigung der israelischen Armee im landesweiten Radio-Rundfunk auf:

Der Verteidigungsminister hatte angeordnet, dass Soldaten, die über den Schabat Feiertag in Jerusalem blieben, mit Mitgliedern der Sekte der Juden, die den Glauben an Yeshua (Jesus) predigen, keinen Kontakt haben dürfen.
 
Ist der Glauben an Yeshua solch eine Bedrohung für unsere nationale Sicherheit, dass eine der stärksten militärischen Organisationen der Welt meint, seine Soldaten vor der "Sekte der Juden" "beschützen" zu müssen?
Alles fing an, als eine kleine Gruppe messianischer Juden zum Schabat eine Herberge für einsame Soldaten in Jerusalem besuchte. Die Armee stellt diese Unterkunft für Soldaten, die keine Familie in Israel haben, bereit. An den Wochenenden, wenn die Soldaten außer Dienst sind, können sie im "Beit Hachajal" oder Soldaten Heim übernachten. Eine Gruppe messianischer Israelis hatten am Schabat Soldaten in diesem speziellen Haus einen Besuch abgestattet und mit ihnen über ihren Glauben geredet.

Viele Soldaten haben sich über diese Besuche gefreut und einige haben angefangen, regelmäßig im Neuen Testament und anderer messianischer Literatur zu lesen. Man lud die Soldaten auch ein, die Messianischen zu Hause zu besuchen, wo sie während der Schabat-Essen und in Bibelstudien in den messianischen Glauben eingeführt wurden.
Die jüdischen Gläubigen hatten Freundschaften zu den Managern und den Mitarbeitern des Hostels aufgebaut, welche diese positiven Auswirkungen, die die Besuche auf die einsamen Soldaten hatte, schätzten. Einer der Soldaten kam sogar zum Glauben an Yeshua.

Niemand in der Herberge, oder in der Armee hatte ein Problem damit, jedenfalls nicht bis "Anti-Missions"-Organisationen Ärger machten.
Diese sogenannten "Anti-Missionare" merkten, dass hier ein Soldat wahrscheinlich über das Lesen einer der vielen messianischen oder christlichen Newsletter und Webseiten, die sie führen, zum Glauben an Yeshua kam. Und so machten sie beim Verteidigungsministerium und bei der israelischen Militärführung Meldung, dass "der Kult der Juden, die Christentum predigen sich im Beit Hachajal missionarisch betätigen."

Die ultraorthodoxe Obrigkeit, zu denen die Anti-Missionare gehören, haben großes politisches Gewicht und können viele Schwierigkeiten machen. Und so hat das Verteidigungsministerium und das Militär sofort ohne die die vorliegenden Tatsachen zu untersuchen, einen öffentliche Warnung gegen eine Verbindung mit der messianischen Gruppe herausgegeben. Messianische Juden haben dann auch einen Brief vom Verteidigungsministerium erhalten, in dem ihnen "verboten wird, das Beit Hachajal ohne ausdrückliche Erlaubnis zu betreten, einschließlich einer Beschreibung der geplanten Aktivitäten."

Vor einigen Jahren wurden die messianischen Juden von den Streitkräften wie so etwas wie ein Sicherheitsrisiko betrachtet. Vielen wurde nicht erlaubt in Elite- oder sensiblen Spezialeinheiten zu dienen. Heute jedoch sind Messianische von den Militärbehörden in hohem Maße geachtet und werden sogar speziell ausgewählt, um als Kommandeure und Offiziere in allen Abteilungen des israelischen Militärs zu dienen, einschließlich des militärischen Geheimdienstes, in dem nur Geheimnisträger zugelassen sind.

 Ein messianischer jüdischer Sabra (gebürtiger Israeli), ein Unteroffizier bei der israelischen Luftwaffe, fragte neulich seinen Oberbefehlshaber ob er bei seinem nationalen Treueschwur auf den Staat Israel auch das Neue Testament neben der hebräischen Bibel dazunehmen könne. "Ja, er darf", erwiderte der Offizier ohne mit der Wimper zu zucken. Und so ergänzte der junge Mann die wachsende Zahl von hunderten von messianischen jüdischen Soldaten, die stolz in der Streitmacht dienen. 

Warum also lehnt das Verteidigungsministerium öffentlich messianische Aktivitäten in Jerusalem ab? So wie ein Kampfsoldat, der nicht messianisch ist, es erklärte, sei das alles politisch. "Die Regierung hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, um religiöse (Ultra-Orthodoxe) Juden zum Militär einzuziehen, aber die meisten weigern sich zu dienen", erklärte er. "Die Armee versucht die orthodoxe Gemeinde in Jerusalem zu besänftigen, indem sie diese absurden Ankündigung gegen den messianischen Glauben macht. Wir sind alle hier unserem Land zu dienen und es darf nicht die Aufgabe der Armee sein, den Leuten zu sagen, welchem Weg des Glaubens sie folgen sollen."

israel today

30.12.13

Das Messianische Trainingslager

Wenn junge Israelis die Schule beenden, bereiten sie sich auf die Ehre vor, ihre olivgrüne Armee-Uniform anzulegen, die sie in den nächsten Jahren tragen werden. Sicherlich schmerzt es jedoch auch, der Kindheit Lebewohl zu sagen. Doch die Motivation ist hoch und erstaunliche 72 Prozent aller neuen Rekruten wollen in Kampfeinheiten dienen.

Trotzdem fällt die Übergangszeit ziemlich schwer. Viele dieser jungen Menschen sind zum ersten Mal von zuhause fort, viele haben Angst. Aus diesem Grund hat die messianisch-jüdische Gemeinschaft in Israel ein neues Programm zur Unterstützung der Rekruten ins Leben gerufen. Das intensive, neuntägige Trainingslager mit dem Namen „Nazor“ bietet jungen messianischen Israelis die Hilfe, die sie brauchen, um in der israelischen Armee zu dienen und dabei Gott, Jeschua und die Nation zu ehren. 

„Wir kombinieren geistliche, physische und mentale Übungen, um sie in Form zu bringen. Wir bereiten sie darauf vor, ihrem Herrn und ihrem Land zu dienen“, sagt Yochanan Stanfield, einer der Übungsleiter. „Wir ermutigen sie, in der Armee zu ihrem Glauben zu stehen. Diese jungen Menschen sind wahrscheinlich die wichtigsten Zeugen Jesu einer ganzen Jugendgeneration in Israel.“

 Den Berichten der Nazor-Teilnehmer zufolge verspüren die meisten einen besonderen Ruf für ihr Leben in den Streitkräften. „Wir werden nicht nur für die israelische Armee ausgerüstet, sondern auch für Gottes Armee,“ so einer der Trainingsabsolventen. Programmdirektor Joel Goldberg sieht in Nazor einen Weg, jungen messianischen Menschen zu helfen, an ihrem Glauben während der Jahre im Militär festzuhalten. 

„Viele von ihnen werden Beziehungen zum anderen Geschlecht aufbauen, während sie in der Armee sind. Sie können sich vom Herrn entfernen und nicht mehr in die Gemeinde kommen“, sagteGoldberg. „Es ist so wichtig, dass wir alle diese jungen Menschen während ihres Dienstes unterstützen“, forderte Goldberg die Eltern und Besucher der diesjährigen Abschlussfeier auf. 
„Diese jungen Mädchen und Jungs geben ihr Leben, um uns und unserer Nation zu dienen. Sie sind hier für uns da und wir müssen für sie ebenso da sein.“

Goldberg organisiert die Teilnahme von Jugendgruppen aus örtlichen Gemeinden an besonderen Zeremonien für messianische Soldaten. Wenn ein Soldat eine Grundausbildung absolviert hat, erhält er eine Auszeichnung oder erreicht einen neuen Rang. Hier stellt Goldberg sicher, dass die ganze Gemeinde involviert wird. Wenn ein Soldat einen Schabbat allein in der Armeebasis verbringen muss, wird darauf geachtet, dass ein messianischer Freund zu Besuch vorbeischaut. 
„Das Armeeleben ist sehr ermüdend. Ohne die Unterstützung der Familie und der Gemeinde würden es viele Gläubige nicht schaffen.“ Alle jungen Rekruten in der Armee machen sich darüber Gedanken, wo sie dienen müssen. Einige träumen davon, in der berühmten Armee-Musikband zu spielen, andere wollen Scharfschützen auf den Golanhöhen sein, wieder andere möchten als Computerexperten im Geheimdienst dienen. 


Die meisten finden sich allerdings dort wieder, wo die Armee sie braucht. Ein junges Mädchen hatte vor dem Nazor-Trainingscamp für sich entschieden, dass sie die Armee verlassen würde, wenn sie nicht in einer von ihr favorisierten Einheit dienen könne. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, wie es sein würde, zwei Jahre lang etwas zu tun, das sie hasst. „Während des Trainingscamps habe ich mit meiner Angst gerungen, wo ich in der Armee landen werde“, sagte sie bei der Abschlusszeremonie. „Jetzt weiß ich, dass der beste Platz für mich der Ort ist, an dem Gott mich haben will. Wo immer auch Gott mich einsetzt, werde ich etwas Gutes finden. Ich möchte Gott dienen, wo immer ich auch bin.“ 

„Du wächst dort, wo Gott dich einpflanzt“, ermutigt Goldberg die jungen Rekruten. „Und du wirst herausfinden, dass du ein Segen und ein Zeuge für Jeschua bist, wo immer du auch bist.“ 

von David Lazarus, Pastor einer messianischen Gemeinde in der Tel Aviver Umgebung.

Printausgabe: israelheute

26.12.13

Christen in den Palästinensergebieten werden bedroht

Christen spielen in der islamischen Welt eine immer geringere Rolle. Das gilt besonders für die Palästinensergebiete. Während sie im Gaza-Streifen starker Islamisierung durch die herrschende radikal-islamische Hamas ausgesetzt sind, leben sie freilich im Raum Bethlehem, dem Geburtsort Jesu Christi, noch in einer „brüchigen“ Koexistenz mit der islamischen Umgebung. 

Das berichtet der Politikwissenschaftler Prof. Heinz Theisen (Köln) in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ (Freiburg). Besonders schwer haben es nach seinen Angaben die zahlreicher werdenden Evangelikalen im Heiligen Land. Nicht nur ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, würden mit dem Tode bedroht, sondern auch ihre Missionare. Theisen: „Während die traditionellen Kirchen eine Art Bestandsschutz genießen, können die Evangelikalen darauf nicht vertrauen." Einer ihrer Pastoren im Raum Bethlehem erhalte ständig Morddrohungen.

Bevölkerungsanteil der Christen sinkt drastisch
 
Der Anteil der Christen unter den Palästinensern ist laut Theisen drastisch gesunken. Um 1900 seien noch etwa 30 Prozent der Palästinenser Christen gewesen. Heute stellten sie nur weniger als 1,4 Prozent der Bevölkerung. Im früher christlich geprägten Bethlehem sei ihr Anteil von 80 Prozent auf 28,2 Prozent gesunken und im gesamten Distrikt einschließlich der Flüchtlingslager auf 12,7 Prozent. Diese Zahlen erklärten sich nicht einfach aus der israelischen Besatzung. Vielmehr müsse man sie im Rahmen des Auszugs der Christen aus dem gesamten Nahen Osten sehen. 

Belohnung: Toleranz und Respekt
 
In Bethlehem spiegele sich die Vielfalt des Christentums. Dazu gehörten orientalisch orthodoxe Kirchen, katholische Kirchen des Ostens sowie evangelische Kirchen und freikirchliche Vereinigungen. Sie lebten trotz einer „oft mangelnden Solidarität“ nebeneinander. 
Auch für das Zusammenleben mit Muslimen gebe es Spielregeln. Dabei spiele Bethlehem eine Sonderrolle. Die Pilger und Touristen böten auch Muslimen ein Einkommen. Christen würden mit Toleranz und Respekt belohnt. 

Im Gaza-Streifen gelte dies für die etwa 3.000 Christen unter 1,5 Millionen Muslimen nicht. Schon Schulkinder würden auf den islamischen Kurs eingeschworen; Mädchen müssten in der Schule islamische Kleidung tragen.

Palästinenserstaat wäre „katastrophal“
 
Nach Theisens Einschätzung wäre der von den Palästinensern geforderte eigene Nationalstaat für die Christen „katastrophal“. Die Machtkonflikte zwischen Säkularisten und Islamisten, die bisher durch die Teilung von Westjordanland und Gaza eingedämmt würden, würden dann ungebremst ausgetragen. Die internationalen Hilfen würden zurückgehen, und der Staat wäre – so Theisen – „mangels jeder Kontrolle noch korrupter als die Autonomiebehörden“. 

Sein Fazit: „Je mehr die Nationalstaaten im Nahen Osten in inneren Bürgerkriegen zerfallen, desto vorsichtiger sollten die Palästinenser bezüglich ihres eigenen Staates sein.“ 

idea

19.12.13

Weihnachten in Bethlehem


Das bevorstehende Weihnachtsfest erfordert auch auf israelischer Seite intensive Vorbereitungen. Die COGAT (Israelische Zivilverwaltung für das Westjordanland) hat wie jedes Jahr eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den christlichen Palästinensern und Touristen aus der ganzen Welt die Reise zur Geburtskirche in Bethlehem so unkompliziert wie möglich zu gestalten.


 
So werden beispielsweise 
zusätzliche Visa für jordanische Staatsbürger ausgestellt, die ihre Familien im Westjordanland besuchen. Auch die Einreise arabischer Israelis und Palästinenser aus dem Gazastreifen in das Westjordanland wird ermöglicht. Zudem werden die Öffnungszeiten für Grenzübergänge deutlich ausgeweitet.

Die COGAT und die Zivilverwaltung wünschen allen palästinensischen Christen und Besuchern ein sicheres, frohes und erfülltes Weihnachtsfest.



Außenministerium des StaatesIsrael 

Israels Äthiopische Messianische Juden

1984: Im ganzen Norden von Äthiopien ist der Hunger entlang jeder Straße und vor jedem Stadttor zu sehen.

Das war in den 80er Jahren, da wurde die Welt des Horrors, der in Äthiopien herrschte, gewahr. 
Aber für tausende äthiopischer Juden war die Lösung nicht Geld oder Nahrung - es war ein Exodus ins Heilige Land. 

Jetzt, 25 Jahre später, hat sich ein neues Wunder unter den Nachkommen des Königs Salomon und der Königin Saba ereignet.

Im Film wird die Ebenezer Gemeinde in Tel Aviv gezeigt. Sie besteht aus fast 100 israelischen messianischen Juden, die aus Äthiopien stammen. 90 Prozent von ihnen kamen zum Glauben an Yeshua nachdem sie die Aliah (Einwanderung als Juden) nach Israel gemacht hatten.

"In der Bibel steht, dass die neuen Immigranten aus Äthiopien nicht ohne Ursache kamen. In Zephania 3, Vers 9 u. 10 steht: > Dann aber werde ich dafür sorgen, dass die anderen Völker nie mehr ihre Götzen anrufen. Sie alle werden nur noch zu mir, dem Herrn, beten und mir dienen. Sogar noch aus dem fernen Äthiopien werden sie mein zerstreutes Volk wie eine Opfergabe herbeibringen <.
Wir sind genau aus diesem Grund hier. Wir kamen nicht ohne Grund. Wir kamen hierher, um den Namen Yeshuas zu erheben und um a l l e n  zu sagen, dass Yeshua der HERR ist."

Viele aus der Ebenezer Gemeinde mussten nachdem sie Gläubige an Yeshua wurden, Verfolgung erleiden - in der Schule, unter ihren Landsleuten und vom Staat Israel. Manchen wird die Abschiebung angedroht.

"Zur Zeit lernen die Menschen: wenn du an Yeshua glaubst, fängt der Ärger an. Die meisten von ihnen arbeiten hart, um ihre Familien zu ernähren, und das unter großen Erschwernissen. Keiner von den Leuten hier hat ein leichtes Leben. Aber trotz alledem preisen sie den HERRN, und dann vergessen sie alle ihre Probleme. Sie erheben die Hände und loben Gott.

Kürzlich kam der Gemeindeleiter der Ebenezer Gemeinde auf die Idee mit der Tiferet Gemeinde von maoz eine Partnerschaft einzurichten. Dank der großzügigen Spenden der maoz-Unterstützer wurde nun zum ersten Mal ein nagelneuer Kinderdienst und eine Jugendgruppe in der Ebenezer Gemeinde gestartet.

"Die Jugend müssen wir noch überzeugen, dass es gut ist hierher zu kommen. Die Jugendlichen bleiben lieber zu Hause oder gehen zu anderen Jugendtreffpunkten. Wir müssen die Jugendlichen wieder in die Gemeinde bringen. Wir beten, dass sie kommen. Wir haben ja Lehrmaterial bekommen und auch Mobiliar und Ausstattung. Es gibt ein Lehrer, der mit den Kindern arbeitet. Es läuft gut - wir sind aber noch am Anfang."

> Und ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen; das wird auf den Namen des Herrn vertrauen. < Zephania 3, 12
"Das ist die Berufung unserer Gemeinde: Wir sind nicht eine Versammlung von Menschen, sondern die Gemeinde des Herrn.

Um die Vision der Ebenezer Gemeinde zu unterstützen, geht man auf: www.maozisrael.org/iswi

MAOZ