Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) bat die Palästinenserregierung in Gaza, palästinensische Flüchtlinge, ihre Volksgenossen aus Syrien, die vor den Rebellen geflohen waren, aufzunehmen.
Palästinenser-Chef Ismail Haniyeh wies die Bitte ab. Er behauptete, dies könne zum gefährlichen Präzendenzfall werden, wenn nämlich weitere palästinensische Flüchtlinge in den Gazastreifen kämen. Die Flüchtlinge sollten nach Israel umkehren. Auch habe die Regierung im Gazastreifen nicht die finanzielle Kapazität, erklärte die Hamas Regierung gegenüber dem UNRWA.
Palästinenser Chef Mahmud Abbas in Ramallah verweigerte ebenfalls jegliche Aufnahme palästinensischer Flüchtlinge in die Gebiete in Judäa und Samaria.
Wie engherzig! Die Palästinenser in den beiden Gebieten, PA und Gaza betrachten sich selber als Flüchtlinge und verlangen die ständige Hilfe und Unterstützung der UNRWA, wollen aber denen aus ihrem eigenen Volk, die wirklich vor Krieg und Verfolgung fliehen, nicht helfen!
Was steckt dahinter? Zeigt sich hier wieder mal das wahre Gesicht der Araber? In Ländern wie Libanon, Irak und Jordanien z. Bsp. sind die Palästinenser ebenfalls schon seit Langem unerwünscht, die Flüchtlinge aus Syrien erst recht nicht.
"Keiner heißt uns willkommen", klagt Youssef (41) aus Al-Yarmouk, einem Flüchtlingslager in Syrien, fassungslos. "Wir werden bombardiert und fliehen. Wir schreien um Hilfe und in Ramallah hört uns niemand. Ich bin mit meiner Familie jetzt in die Türkei geflohen, so wie andere in den Libanon gingen." Youssef erzählt dies einem arabischen Journalisten in Jerusalem am Telefon."Wir haben in der Hölle gelebt, aber keiner unserer Geschwister in Palästina will uns beistehen. Das kann ich einfach nicht verstehen!"
Die Palästinenser kämpfen um ein Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge, aber wenn Flüchtlinge vor der Tür stehen, gilt das für diese Menschen auf einmal nicht mehr! Welche Doppelzüngigkeit ist das denn? Oder ist mit dem Rückkehrrecht die "Rückkehr" in die Gebiete, die heute Israel sind, gemeint? Jetzt haben die Palästinenser ihre Taktik entlarvt. Aber das interessiert niemanden. Die Millionen an humanitärer Hilfe aus US, EU und anderen Ländern fließen weiter in Strömen. Die echten Flüchtlinge dagegen können sehen, wo sie bleiben.
Christen und messianische Juden - Ihr Stand, ihre Probleme, ihre Wünsche, ihre Ansichten
29.1.13
28.1.13
Internationaler Holocaust Gedenktag
Warum
begehen wir am 27. Januar in unseren Gemeinden diesen Gedenktag? Weil es alle christlichen Gemeinden und Kirchen tun, und wir
uns verpflichtet fühlen, mitzumachen? Auf jeden Fall ist es für uns anders als in
anderen Ländern. In Deutschland wird es immer ein wichtiges Element
bleiben, weil wir im Land der Täter leben. Aber Gedenken um des
Gedenken willens ist nur ein Ritual.
2007 sagte der damalige Europakommissar Jan Figel anlässlich des Holocaustgedenktages in Brüssel: „Der Holocaust ist nicht nur eine Tragödie die in der Vergangenheit geschah, sondern etwas woran man immer wieder erinnert werden muss, um nicht die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen“.
Ich
meine auch, heute gehört zum Gedenken auch das Mahnen und den Blick
auf die Gegenwart zu lenken.
Wie
steht es um unser Land?
Im
vergangenen Jahr fand eine Umfrage durch das Magazin Focus heraus,
das jeder 5. Deutsche unter 30 Jahren keine Ahnung hat, was Auschwitz
eigentlich war. Was wissen wir Deutschen über den Holocaust?
Haben wir die Vergangenheit bewältigt? Können bei uns Juden wieder
in Frieden leben uns sich bei uns wieder wohlfühlen? Ist in unserer
Gesellschaft Hass gegen Juden ausgemerzt? Und das Land der Juden –
Israel? Besteht eine gute Beziehung zwischen Deutschland und Israel?
Die
Fragen lassen sich Gott sei Dank nicht mit einem klare NEIN, aber
leider auch nicht mit einem klaren JA beantworten. Solange auf
deutschen Schulhöfen „Jude“ als Schimpfwort gilt, Menschen
beleidigt oder gar angegriffen werden, weil sie als Juden zu erkennen
sind, ist solange in Kirchen und in intellektuellen Kreisen
hochmütige Moralprediger einseitige Kritik dem Staat Israel
gegenüber äußern und helfen, dass alte Ressentiments wieder
wachgerufen werden und Antisemitismus begünstigt wird, und solange
nicht mal vor Boykottaufrufen gegen israelische Waren
haltgemacht wird, solange steht es nicht so gut um unser Land.
„Ich
will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“
Das Wort Gottes an Abraham gerichtet, sollten eigentlich wir Nationen
uns zu Herzen nehmen.
Wir
Christen können diesen Gedenktag nützen, um für unser Land zu
beten, dass Gott Gnade hat, dass die Bevölkerung ihre Ressentiments
überwindet und eine Liebe zu Israel aufkeimt.
Wir
können für unsere Regierung beten, dass die Verantwortlichen ihre
Entscheidungen auf christlichen Werten beruhen lassen und sich zu
Israel stellen, auch dann, wenn ihnen das Schicksal der Palästinenser
wichtig ist. Wir können für die Christen im Land beten, dass Israel
ein Thema in den Gemeinden wird. Wir können vor allem auch für die
Medien beten, dass sie durch eine gerechte, ungefärbte möglichst
wahrheitsgemäße Berichterstattung ein unverfälschtes Bild über
Israel verbreiten. Haben doch die Medien sehr viel Macht, die
öffentliche Meinung zu beeinflussen und damit zu fördern, ob Israel
verflucht oder gesegnet wird.
Es
gehört Mut dazu, sich gegen die allgemeine Meinung zu stellen,
leider ist es heute auch mutig, Juden oder Israel zu verteidigen.
Heute wie damals, zur Zeit des Dritten Reiches. Nur dass man heute
höchstens Angst haben muss, seine Zuhörer oder seinen Ruf zu
verlieren. Damals musste man Angst haben, seine Freiheit oder sein
Leben zu verlieren.
Ein
Beispiel von einem Menschen, der damals keine Angst hatte, Juden zu
verteidigen, möchte ich hier vorstellen.
Es dreht sich um Otto Mörike und seine Frau Gertrud.
Er
war Pfarrer in der Evangelischen Kirche und Mitglied im
Reichsbruderrat der Bekennenden Kirche von Württemberg. Der
Bruderrat half Juden und stellte ihnen Zufluchtsorte zur Verfügung.
Mörike
stellte sich von Anfang an den Nazis entgegen. Er und seine Frau
Gertrud verfassten regimekritische Aufsätze gegen Hitlers Politik.
Währen
andere schwiegen, beklagte Otto Mörike auch immer wieder öffentlich die Existenz der Konzentrationslager und die Verbrechen, die
die Gestapo ungestraft beging. Die Aggression der Regierung gegen die
Kirche und den christlichen Glauben, sowie auch die Abschaffung einer
gerechten Gerichtsbarkeit und der Verfall jeglicher Moral, sah Mörike
als Beginn einer Entwicklung voraus, die Verdammung von Gott auf sich
ziehen würde und damit auch die Zerstörung des Landes.
Er
erntete für diese Äußerungen zweimal Angriffe einer wütenden
Menschenmenge, die von SA Leuten angeführt wurde. Er wurde schwer
misshandelt bevor er inhaftiert wurde. Seine Stellung als Pfarrer in
Kirchheim/Teck verlor er danach.
Im
November 1943, versteckten Otto und seine Frau das jüdische Ehepaar
Max und Karoline Krakauer in ihrem Haus in Flacht, zusammen mit einem
verletzten Pflegekind, ihren eigenen fünf Kindern und noch weiteren
Personen. Um jeglichen Verdacht von sich abzulenken, trat Mörike mit
dem jüdischen Paar in der Öffentlichkeit auf und erklärte allen,
sie seien aus Berlin geflohene arische Bekannte.
Max und Karoline Krakauer
Die
Krakauers konnten ohne Meldung bei der Polizei nicht länger als vier
Wochen in Flacht bleiben, aber Mörike fühlte sich verantwortlich
für das Paar und organisierte bis zum Ende des Krieges andere
geheime Unterkünfte für sie.
Am
3. Nov. 1970 beschloss die israelische Organisation „Yad Vashem“,
Otto und Gertraud Mörike als Gerechte unter den Völkern
anzuerkennen.
Das befürchtet Israel
In fünf Jahren stellen die Palästinenser die Mehrheit zwischen Jordan und Mittelmeer. Gemäß neuen Angaben des palästinensischen Statistikbüros in Ramallah zählen die Palästinenser weltweit 11,6 Millionen. 2,7 Millionen leben in Judäa und Samaria, 1,7 Millionen im Gazastreifen. 1,4 Millionen Palästinenser sind israelische Staatsbürger, 5,5 Millionen leben in den arabischen Staaten im Nahen Osten, 650.000 in anderen Staaten.
Heute stehen zwischen den zwei Wassergrenzen 5,8 Millionen Palästinensern 6,1 Millionen Juden gegenüber. Israels Bevölkerungszahl beträgt Ende 2012 offiziell 7.981.000, davon sind 1,4 Millionen Muslime, 150.000 arabische Christen und 320.000 sogenannte Andere. "Wir werden die Mehrheit zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan sein. Damit müssen sich die Israelis abfinden", sagte die palästinensisch-christliche Politikerin Hanan Aschrawi.
Heute stehen zwischen den zwei Wassergrenzen 5,8 Millionen Palästinensern 6,1 Millionen Juden gegenüber. Israels Bevölkerungszahl beträgt Ende 2012 offiziell 7.981.000, davon sind 1,4 Millionen Muslime, 150.000 arabische Christen und 320.000 sogenannte Andere. "Wir werden die Mehrheit zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan sein. Damit müssen sich die Israelis abfinden", sagte die palästinensisch-christliche Politikerin Hanan Aschrawi.
28.10.12
Israels Negev-Wüste auf Platz 2 !
Der australische Individualreiseführer „Lonely Planet“
hat in der Kategorie „Beste Reisen 2013 – Top 10 Regionen“ den Negev auf dem
zweiten Rang platziert. Da das Gebiet in den nächsten Jahren zunehmend
erschlossen werden soll, rät der Reiseführer zur Eile.
Die Region Negev rangiert hinter der französischen Insel
Korsika und vor dem nepalesischen Mustang auf dem zweiten Platz des Rankings. In
den nächsten Jahren sollen dort ein Flughafen, eine Hochgeschwindigkeitsbahn
nach Eilat und mehrere Hotels gebaut
werden, berichtet „Lonely Planet“. Aus diesem Grund rät der Reiseführer, die
Gegend so schnell wie möglich zu besuchen, um die reine unverfälschte Natur noch
erleben zu können.
Der Negev macht mit rund 12.000 Quadratkilometern etwa 60 Prozent der Landmasse von Israel aus, aber lediglich 10 Prozent der Bevölkerung leben dort. Die Negevwüste ist ein Teil des Wüstengürtels, der sich vom Atlantischen Ozean bis nach Indien erstreckt.
Neben den staubigen Ebenen im Norden und Westen ändert sich das Bild der Region in Richtung Süden zunehmend. Die Landschaft wird geprägt von Gebirgen, Tälern und Erosionskratern. Kommt es im Winter oder Frühjahr zu Regen, erblüht die Wüste für kurze Zeit.
ISRAELNETZ
Best in Travel 2013 - Top 10 regions
2. The Negev, Israel & the Palestinian Territories
Desert in throes of transformationBest for: Adventure, activities, off the beaten track
For decades the Negev was regarded as nothing but a desolate desert. But today, this region is a giant greenhouse of development. Think eco-villages, spa resorts and even wineries. In the next few years a new international airport at Timna is scheduled to open, followed by a high-speed railway to Eilat and more hotels. Time is running out to experience the desert as nature intended.
27.3.12
Israels Araber leben ein Paradox
von Daniel Pipes
Können Araber, die ein Fünftel der Bevölkerung stellen, loyale Bürger des jüdischen Staates sein? Mit dieser Frage im Hinterkopf besuchte ich vor kurzem einige von Arabern bewohnte Regionen Israels (Jaffa, Baqa al-Gharbiya, Umm el-Fachm, Haifa, Akko, Nazareth, die Golanhöhen, Jerusalem) und diskutierte mit Mainstream-Arabern und jüdischen Israelis.
Können Araber, die ein Fünftel der Bevölkerung stellen, loyale Bürger des jüdischen Staates sein? Mit dieser Frage im Hinterkopf besuchte ich vor kurzem einige von Arabern bewohnte Regionen Israels (Jaffa, Baqa al-Gharbiya, Umm el-Fachm, Haifa, Akko, Nazareth, die Golanhöhen, Jerusalem) und diskutierte mit Mainstream-Arabern und jüdischen Israelis.
Ich stellte fest, dass die meisten Arabisch sprechenden Bürger hin- und
hergerissen sind, weil sie in einer jüdischen Staatsorganisation leben.
Einerseits grollen sie dem Judentum als der im Land privilegierten Religion mit
dem Rückkehrgesetz, das nur Juden erlaubt nach Belieben einzuwandern, Hebräisch
als erster Sprache des Landes, dem Davidstern in der Flagge und der Erwähnung
der "jüdischen Seele" in der Nationalhymne. Andererseits schätzen sie den
wirtschaftlichen Erfolg des Landes, den Standard im Gesundheitswesen, die
Rechtsstaatlichkeit und die funktionierende Demokratie.
Diese Konflikte drücken sich auf viele Weisen aus. Die zahlenmäßig kleine, ungebildete und besiegte israelisch-arabische Bevölkerung von 1949 hat sich um das Zehnfache vermehrt, erwarb moderne Fähigkeiten und gewann ihr Selbstvertrauen wieder. Einige aus dieser Gemeinschaft haben prestigeträchtige und verantwortungsvolle Positionen erlangt, darunter Salim Joubran als Richter am Obersten Gerichtshof, der ehemalige Botschafter Ali Yahya, der ehemalige Minister Raleb Majadele und der Journalist Khaled Abu Toameh.
Diese Konflikte drücken sich auf viele Weisen aus. Die zahlenmäßig kleine, ungebildete und besiegte israelisch-arabische Bevölkerung von 1949 hat sich um das Zehnfache vermehrt, erwarb moderne Fähigkeiten und gewann ihr Selbstvertrauen wieder. Einige aus dieser Gemeinschaft haben prestigeträchtige und verantwortungsvolle Positionen erlangt, darunter Salim Joubran als Richter am Obersten Gerichtshof, der ehemalige Botschafter Ali Yahya, der ehemalige Minister Raleb Majadele und der Journalist Khaled Abu Toameh.
Doch diese Assimilierten verblassen neben den
unzufriedenen Massen, die sich mit dem Land-Tag, dem Nakba-Tag und dem Bericht
Future
Vision solidarisch erklären. Bezeichnenderweise sind die meisten
israelisch-arabischen Parlamentarier wie Ahmed Tibi und Hanin Zuabi Hitzköpfe, die widerlichen Antizionismus geifern. Israelische Araber
haben gegen ihre jüdischen Mitbürger zunehmend auf Gewalt zurückgegriffen.
Eigentlich leben israelische Araber zwei Paradoxe.
Obwohl sie innerhalb Israels Diskriminierung erfahren, erfreuen sie sich mehr
Rechten und größerer Stabilität als irgendeine andere arabische Bevölkerung, die
in ihren eigenen, souveränen Ländern leben (man denke an Ägypten oder Syrien).
Zweitens besitzen sie die Staatsbürgerschaft eines Landes, das von ihren
arabischen Geschwistern verleumdet und mit Auslöschung bedroht wird.
Meine Gespräche in Israel führten mich zu dem
Schluss, dass die Komplexitäten eine robuste Diskussion der vollen Auswirkungen
der anormalen Existenz der israelischen Araber verhindern, sowohl von jüdischer
als auch von arabischer Seite. Extremistische Parlamentarier und gewalttätige
Jugendliche werden als nicht repräsentativer Rand abgetan. Stattdessen hört man,
wenn israelische Araber nur mehr Respekt und mehr kommunale Hilfen von der
Zentralregierung erhalten würden, dass die derzeitigen Unzufriedenheiten
geringer würden; dass man unterscheiden muss zwischen (den guten) Arabern
Israels und (den schlechten) Arabern der Westbank und des Gazastreifens; und
eine Warnung, dass die israelischen Araber in Palästinenser metastasieren
werden, wenn Israel sie nicht besser behandelt.
Meine Gesprächspartner fegten allgemein die Fragen
zum Islam beiseite. Es war gefühlt fast unhöflich den muslimischen Imperativ zu
erwähnen, nach dem Muslime (die 84 Prozent der israelisch-arabischen Bevölkerung
ausmachen) über sich selbst herrschen müssen. Den islamischen Drang nach
Anwendung des islamischen Gesetzes diskutieren zu wollen, verursachte leere
Blicke und einen Wechsel auf akutere Themen.
Diese Vermeidung erinnerte mich an die Türkei vor
2002, als die Türken des Mainstreams annahmen, dass Atatürks Revolution
permanent sei und dass die Islamisten ein Phänomen am Rande bleiben würden. Sie
lagen mächtig falsch: Ein Jahrzehnt, nachdem die Islamisten Ende 2002
demokratisch an die Macht ritten, wandte die gewählte Regierung stetig mehr
islamisches Recht an und baute eine neuottomanische Regionalmacht auf.
Ich sage eine ähnliche Entwicklung in Israel
voraus, da die israelisch-arabischen Paradoxe sich zuspitzen. Muslimische Bürger
Israels werden weiter an Zahl, Fähigkeiten und Selbstvertrauen zunehmen, wobei
sie gleichzeitig für das Leben des Landes wichtiger werden und mehr Ambitionen
haben die jüdische Souveränität abzuwerfen. Das legt nahe, dass sich die
israelischen Araber, während Israel die externen Bedrohungen überwindet, zu
einem immer größeren Grund der Besorgnis entwickeln. Ich sage in der Tat voraus,
dass sie dass ultimative Hindernis für die Errichtung des von Theodor Herzl und Lord
Balfour erhofften jüdischen Heimatlandes darstellen.
Was kann man tun? Die libanesischen verloren die Macht, weil sie zu viele Muslime aufnahmen und ein zu
kleiner Teil der Bevölkerung des Landes wurden, um darin zu herrschen. In
Erinnerung an diese Lektion verlangen Israels Identität und Sicherheit, dass die
Zahl der arabischen Staatsbürger minimiert wird – nicht durch Reduzierung ihrer
demokratischen Rechte, noch weniger durch ihre Deportation, sondern durch
Schritte wie die Anpassung der Grenzen Israels, den Bau von Zäunen entlang der Grenzen, Umsetzung
strikter Familien-vereinigungs-Politik, Änderung der pro-natalistischen Politik und sorgfältige Überprüfung von Flüchtlingsanträgen.
Ironischerweise wird das größte Hemmnis für dieses
Handeln darin bestehen, dass die meisten israelischen Araber nachdrücklich
wünschen illoyale Bürger des jüdischen Staates zu bleiben (statt loyale Bürger
eines Palästinenserstaats zu werden). Weiterhin streben viele Muslime des Nahen
Ostens danach Israelis zu werden (ein Phänomen, das ich "muslimische Aliyah" nenne). Diese Einstellungen, sage ich voraus, werden der Regierung
Israels den Wind aus den Segeln nehmen, so dass diese keine angemessenen
Antworten entwickeln wird, womit sie aus der heutigen relativen Ruhe die Krise
von morgen macht.
Dieser Text darf weitergeleitet oder auf anderen Seiten gepostet werden, so lange dies in seiner Gesamtheit und mit der vollständigen Information zu seinem Autor, Veröffentlichungsdatum und -ort sowie der Original-URL geschieht."Daniel Pipes (www.DanielPipes.org) ist Direktor des Middle East Forum und forscht an der Hoover Institution der Universität Standford. © 2012 by Daniel Pipes. Alle Rechte vorbehalten.
9.3.12
17.2.12
Der Konflikt um Orthodoxe
In Israel ist ein Konflikt,
der lange unter der Oberfläche schwelte, offen ausgebrochen. Der
Berichterstattung darüber mangelt es zum Teil sehr an Differenzierung.
(Teil 2)
Der "Spiegel" geht von zehn Prozent Orthodoxen in Israel aus. Aber selbst bei einem Anteil von 30 Prozent Orthodoxen, mit dem der "Spiegel" in 50 Jahren rechnet, wären die Orthodoxen noch immer eine Minderheit. Das Magazin schreibt, Israel ähnele in vielem "mehr Iran als Europa". Diese Bewertung ist abwegig. Damit macht er aus einem Phantom eine Wirklichkeit.
Auf elementare Fakten in dieser Debatte weist der Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff hin. Er schreibt über die israelische Realität: "Für den Fall, dass dies nicht klar sein sollte, sei betont: In Israel wird niemand hingerichtet, weil er die Ehe gebrochen, eine Demonstration gefilmt oder einen wie auch immer gearteten ideellen 'Krieg gegen Gott' initiiert hat - alles Gründe, um im Iran zum Tode verurteilt zu werden. Wir haben hier in Israel eine größere Freiheit zur Äußerung unserer Meinung als in Deutschland. Auch gibt es in Israel keine Gesetzgebung, die jemanden - vergleichbar mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 - aufgrund seiner Abstammung oder rassischen Zugehörigkeit diskriminieren würde.
Die Vergleiche des modernen jüdischen Staates Israel mit dem nationalsozialistischen Deutschland, Mullahregime in Teheran oder dem Apartheidsystem Südafrikas sind falsch, unwahr und - falls wider besseres Wissen und mit propagandistischer Absicht verbreitet - gelogen!
Dass diese und viele andere Unwahrheiten auch von Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung verbreitet werden, macht sie noch lange nicht wahr. Vielmehr belegen diese schamlos übertriebenen Aussagen von Juden über ihre eigene Gesellschaft und ihren eigenen Staat, dass uns keine Wahl bleibt, als den alten Ratschlag des Juden Saul aus Tarsus zu beherzigen: < Prüft aber alles und das Gute behaltet. > (1. Thessalonicher 5,21)"
Dazu gehört auch zu bedenken, dass es keine Bibel gäbe, wenn nicht ernsthaft gläubige Juden das Wort Gottes auf das Genaueste gehütet, bewahrt und getreulich abgeschrieben hätten. Rabbiner Yehuda Teichtal, der das jüdische Bildungszentrum Berlin leitet, hat unlängst geschrieben: < Wenn Moses heute in eine Synagoge kommen und aus unserer Thora lesen würde, so könnte er feststellen, dass diese Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Abstand für Abstand genauso ist, wie die, die er vor 3284 Jahren geschrieben hat. >
Gerade aus einer christlichen Perspektive gehört auch dieser Aspekt zu einer fairen Bewertung orthodoxer Lebenswirklichkeit.
Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG
Der "Spiegel" geht von zehn Prozent Orthodoxen in Israel aus. Aber selbst bei einem Anteil von 30 Prozent Orthodoxen, mit dem der "Spiegel" in 50 Jahren rechnet, wären die Orthodoxen noch immer eine Minderheit. Das Magazin schreibt, Israel ähnele in vielem "mehr Iran als Europa". Diese Bewertung ist abwegig. Damit macht er aus einem Phantom eine Wirklichkeit.
Auf elementare Fakten in dieser Debatte weist der Nahost-Korrespondent Johannes Gerloff hin. Er schreibt über die israelische Realität: "Für den Fall, dass dies nicht klar sein sollte, sei betont: In Israel wird niemand hingerichtet, weil er die Ehe gebrochen, eine Demonstration gefilmt oder einen wie auch immer gearteten ideellen 'Krieg gegen Gott' initiiert hat - alles Gründe, um im Iran zum Tode verurteilt zu werden. Wir haben hier in Israel eine größere Freiheit zur Äußerung unserer Meinung als in Deutschland. Auch gibt es in Israel keine Gesetzgebung, die jemanden - vergleichbar mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 - aufgrund seiner Abstammung oder rassischen Zugehörigkeit diskriminieren würde.
Die Vergleiche des modernen jüdischen Staates Israel mit dem nationalsozialistischen Deutschland, Mullahregime in Teheran oder dem Apartheidsystem Südafrikas sind falsch, unwahr und - falls wider besseres Wissen und mit propagandistischer Absicht verbreitet - gelogen!
Dass diese und viele andere Unwahrheiten auch von Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Abstammung verbreitet werden, macht sie noch lange nicht wahr. Vielmehr belegen diese schamlos übertriebenen Aussagen von Juden über ihre eigene Gesellschaft und ihren eigenen Staat, dass uns keine Wahl bleibt, als den alten Ratschlag des Juden Saul aus Tarsus zu beherzigen: < Prüft aber alles und das Gute behaltet. > (1. Thessalonicher 5,21)"
Dazu gehört auch zu bedenken, dass es keine Bibel gäbe, wenn nicht ernsthaft gläubige Juden das Wort Gottes auf das Genaueste gehütet, bewahrt und getreulich abgeschrieben hätten. Rabbiner Yehuda Teichtal, der das jüdische Bildungszentrum Berlin leitet, hat unlängst geschrieben: < Wenn Moses heute in eine Synagoge kommen und aus unserer Thora lesen würde, so könnte er feststellen, dass diese Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Abstand für Abstand genauso ist, wie die, die er vor 3284 Jahren geschrieben hat. >Gerade aus einer christlichen Perspektive gehört auch dieser Aspekt zu einer fairen Bewertung orthodoxer Lebenswirklichkeit.
Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG
11.2.12
Der Konflikt um Orthodoxe
In Israel ist ein Konflikt, der lange unter der Oberfläche schwelte, offen ausgebrochen. Der Berichterstattung darüber mangelt es zum Teil sehr an Differenzierung. (Teil 1)
Manche Ultraorthodoxe lehnen den Staat Israel ab, weil er nicht vom Messias, sondern von Menschen ausgerufen wurde. Sie hätten es gerne, dass Frauen und Männer in Bussen getrennt sitzen und wollen, dass auf Werbeplakaten keine Frauen mehr zu sehen sind. Sie wollen der Mehrheit vorschreiben, wie sie zu leben hat und konnten einige Erfolge erzielen. Der Mehrheitsgesellschaft ist der Konflikt bewusst geworden, sie setzt sich jetzt gegen die ultraorthodoxe Anmaßung zur Wehr. Es fanden große Demonstrationen und verschiedene Protestaktionen statt.
Es sind nicht alle Orthodoxen so gestrickt, wie die Eiferer. Viele Orthodoxe distanzieren sich von den Radikalen, einige kamen sogar zu den Demonstrationen. Viele Orthodoxe sind gelehrsame Gläubige, friedliebend und weltoffen, ebenso dem Wort verbunden, wie dem Nächsten zugewandt. Das Bild, das die Presse jetzt vom orthodoxen Judentum zeichnet, hat mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.
Medien funktionieren nach dem Schwarmprinzip. Wer als erster eine Story hat, von der man annehmen darf, dass sie Auflage und Quote nach oben treibt, löst damit eine Schwarmbildung aus: Flugs schwimmen alle Seit an Seit beschleunigt in dieselbe Richtung. Solange, bis woanders neue Beute gewittert wird.
Auch der "Spiegel" berichtete getreu dem Motto: "Die größte Übertreibung ist der dickste Köder" über das Geschehen. Das Land zwischen Hightech und Tugendwahn sei auf dem Weg der Talibanisierung. Bald werde der Sittlichkeitsterror die Oberhand behalten. Als Beleg präsentierte die Autorin eine rechte Schauergeschichte von zwei total verhüllten Frauen. Als Beweisfoto dienen zwei Kleiderberge, unter denen sich Frauen verbergen.
Berichtet wird von einer besonderen Gestrengen, die 27 (!) Lagen Stoff übereinander trage, um sicherzustellen, dass die Sittlichkeit gewahrt bleibe. Sogar die Wände der Dusche habe diese Frau verhüllt, sie wolle ihr Ehrgefühl auch nicht von den Wänden verletzen lassen. Sie halte es auch für sittlicher, nicht mehr zu sprechen, Schrift und Gesten genügen ihr. Dass sie als Kind missbraucht wurde und vier Jahre im Gefängniss saß, erfährt der Leser am Rande. Solch extreme Einzelfälle sind kaum eine Gefahr für ein freies Israel und sagen mehr über die Psyche der betreffenden Frau aus, als über die Realität des Landes.
Der "Spiegel" rechnet anhand der Geburtenrate der Frommen vor, wie lange es wohl dauert, bis alle Frauen in Israel so rumlaufen müssen, wie es die erwähnte Frau innerhalb ihrer vier Wände für richtig hält. Diese Gefahr existiert nicht. Keine relevante Gruppe im Judentum erhebt diese Forderung.
Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG
Manche Ultraorthodoxe lehnen den Staat Israel ab, weil er nicht vom Messias, sondern von Menschen ausgerufen wurde. Sie hätten es gerne, dass Frauen und Männer in Bussen getrennt sitzen und wollen, dass auf Werbeplakaten keine Frauen mehr zu sehen sind. Sie wollen der Mehrheit vorschreiben, wie sie zu leben hat und konnten einige Erfolge erzielen. Der Mehrheitsgesellschaft ist der Konflikt bewusst geworden, sie setzt sich jetzt gegen die ultraorthodoxe Anmaßung zur Wehr. Es fanden große Demonstrationen und verschiedene Protestaktionen statt.
Es sind nicht alle Orthodoxen so gestrickt, wie die Eiferer. Viele Orthodoxe distanzieren sich von den Radikalen, einige kamen sogar zu den Demonstrationen. Viele Orthodoxe sind gelehrsame Gläubige, friedliebend und weltoffen, ebenso dem Wort verbunden, wie dem Nächsten zugewandt. Das Bild, das die Presse jetzt vom orthodoxen Judentum zeichnet, hat mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun.
Medien funktionieren nach dem Schwarmprinzip. Wer als erster eine Story hat, von der man annehmen darf, dass sie Auflage und Quote nach oben treibt, löst damit eine Schwarmbildung aus: Flugs schwimmen alle Seit an Seit beschleunigt in dieselbe Richtung. Solange, bis woanders neue Beute gewittert wird.
Auch der "Spiegel" berichtete getreu dem Motto: "Die größte Übertreibung ist der dickste Köder" über das Geschehen. Das Land zwischen Hightech und Tugendwahn sei auf dem Weg der Talibanisierung. Bald werde der Sittlichkeitsterror die Oberhand behalten. Als Beleg präsentierte die Autorin eine rechte Schauergeschichte von zwei total verhüllten Frauen. Als Beweisfoto dienen zwei Kleiderberge, unter denen sich Frauen verbergen.
Berichtet wird von einer besonderen Gestrengen, die 27 (!) Lagen Stoff übereinander trage, um sicherzustellen, dass die Sittlichkeit gewahrt bleibe. Sogar die Wände der Dusche habe diese Frau verhüllt, sie wolle ihr Ehrgefühl auch nicht von den Wänden verletzen lassen. Sie halte es auch für sittlicher, nicht mehr zu sprechen, Schrift und Gesten genügen ihr. Dass sie als Kind missbraucht wurde und vier Jahre im Gefängniss saß, erfährt der Leser am Rande. Solch extreme Einzelfälle sind kaum eine Gefahr für ein freies Israel und sagen mehr über die Psyche der betreffenden Frau aus, als über die Realität des Landes.
Der "Spiegel" rechnet anhand der Geburtenrate der Frommen vor, wie lange es wohl dauert, bis alle Frauen in Israel so rumlaufen müssen, wie es die erwähnte Frau innerhalb ihrer vier Wände für richtig hält. Diese Gefahr existiert nicht. Keine relevante Gruppe im Judentum erhebt diese Forderung.
Aus: "Factum" Magazin, Ausg. 1/12, Autoren: TL u. JG
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