Posts mit dem Label Gaza werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gaza werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

16.12.14

Lage der Christen in Gaza immer dramatischer


Konrad Adenauer Stiftung
 
Die Lage der Christen im Gazastreifen wird immer bedrohlicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (Berlin). Immer mehr radikale Islamisten drängten über den Sinai nach Gaza. Mittlerweile äußere sich jeder fünfte Bewohner (19 Prozent) positiv über die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Gleichzeitig schrumpfe die christliche Gemeinde in dem Küstenstreifen. 

Lebten dort 1967, am Vorabend des Sechs-Tage-Kriegs, noch rund 10.000 Christen, seien es gegenwärtig nur noch etwas über 1.300; das entspricht 0,07 Prozent der 1,8 Millionen Einwohner. „Sollte die Emigration der Christen aus Gaza anhalten, wird die 1.700 Jahre alte christliche Gemeinschaft in Gaza bald Geschichte sein“, warnen die Autoren.

Sorge vor militantem Islamismus

Schon jetzt stammten alle katholischen, evangelischen und orthodoxen Geistlichen nicht mehr aus Gaza, sondern aus dem Ausland. Die größte Sorge der Verbliebenen ist laut Studie, dass eines Tages die radikal-islamische Hamas durch noch extremere islamische Gruppen abgelöst werden könnte: „Dann stünden die Christen in Gaza vor einem ähnlichen Szenario wie ihre Brüder und Schwestern im Irak und Syrien.“ 

Unter der israelischen und ägyptischen Blockade des Gebietes litten Muslime und Christen gleichermaßen. Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der Hamas und Israel im Sommer komme deswegen der Wiederaufbau nur langsam voran.

Junge Christen bei einem Schulfest in der katholischen Pfarrei in Gaza-Stadt

Ohne Perspektive

„Momentan sind wir sicher, aber wir haben keine Ahnung, was die Zukunft bringen wird“, wird der katholische Priester George Hernandez in dem Bericht zitiert. Vor allem Jugendliche hätten aufgehört, an eine bessere Zukunft zu glauben: „Ich habe einmal einen Jungen gefragt: ‚Von was träumst du?’ Er antwortete mir: ‚Nichts, ich werde ohnehin immer nur daheim rumsitzen wie mein Vater’.“ 

Die Christliche Gemeinde in Gaza reicht bis ins 3. Jahrhundert zurück. Im 5. Jahrhundert war Gaza ein wichtiges christliches Zentrum und nach Jerusalem die größte Ansammlung klösterlichen Lebens in Palästina. Heute sind 89 Prozent der verbliebenen Christen griechisch-orthodox, neun Prozent gehören der katholischen Kirche an. Der Rest verteilt sich auf kleinere, überwiegend evangelische Glaubensgemeinschaften.

idea

15.10.14

Christen in Gaza

Im Gazastreifen sind die Christen eine verschwindend kleine Minderheit; die meisten von ihnen leben in Gaza-Stadt. Es sind nur ca. 1335 Christen übrig geblieben. Die meisten von ihnen gehören zur griechischorthodoxen Kirche, 150 sind Katholiken, und die wiedergeborenen Christen sind etwa 70 – einige davon gehören zur Baptisten-Gemeinde. Es gibt über 30 Gläubige aus Gaza, die aus ganz verschiedenem Hintergrund gläubig wurden.


Noch vor ein paar Jahren hatte die Baptisten-Gemeinde rund 200 Mitglieder. Viele sind aber weggezogen, nachdem 2007 der Leiter der Bibelgesellschaft von islamistischen Militanten ermordet wurde. Anderen hat die Hamas-Regierung „geraten“, Gaza zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen. 

Es läuft eine anhaltende Kampagne, um die christlichen Familien und Einzelne zum Islam zu bekehren. Muslime benutzen Verse aus dem Koran, in denen Christen als Ungläubige beschrieben werden. In den letzten 15 Jahren sind manche infolge heftiger Bedrohungen tatsächlich zum Islam übergetreten. 

Etliche Gemeindeglieder wurden zu Gewaltopfern, während sich palästinensische Fraktionen bekriegt haben, und zwei wurden im letzten Krieg getötet.

Der Lebensstandard der Christen ist ähnlich wie der vom Rest der Gaza-Bevölkerung – einige sind arm, Arbeiter, Gebildete, Händler, Ärzte, Ingenieure usw. Nach dem letzten Konflikt überlegen sich viele Christen ernsthaft, Wege zu finden, um ins Westjordanland oder in die USA
oder in europäische Länder zu ziehen. Die meisten Christen, die in Gaza leben, sind gegen den Krieg.
 

Ismail Haniyya, früherer Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete Hamas-Anführer, Chalid Maschal, politischer Führer der Hamas, lebt luxuriös im Gastgeberland Katar.

Aus Maoz

4.2.14

Evangelikale haben es besonders schwer


Christen spielen in der islamischen Welt eine immer geringere Rolle. Das gilt besonders für die Palästinensergebiete. Während sie im Gaza-Streifen starker Islamisierung durch die herrschende radikal-islamische Hamas ausgesetzt sind, leben sie freilich im Raum Bethlehem, dem Geburtsort Jesu Christi, noch in einer „brüchigen“ Koexistenz mit der islamischen Umgebung. 

Das berichtet der Politikwissenschaftler Prof. Heinz Theisen (Köln) in der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ (Freiburg). Besonders schwer haben es nach seinen Angaben die zahlreicher werdenden Evangelikalen im Heiligen Land. Nicht nur ehemalige Muslime, die den christlichen Glauben angenommen haben, würden mit dem Tode bedroht, sondern auch ihre Missionare. Theisen: „Während die traditionellen Kirchen eine Art Bestandsschutz genießen, können die Evangelikalen darauf nicht vertrauen." Einer ihrer Pastoren im Raum Bethlehem erhalte ständig Morddrohungen. 

Evangelikale haben es besonders schwer
Prof. Heinz Theisen
Der Anteil der Christen unter den Palästinensern ist laut Theisen drastisch gesunken. Um 1900 seien noch etwa 30 Prozent der Palästinenser Christen gewesen. Heute stellten sie nur weniger als 1,4 Prozent der Bevölkerung. Im früher christlich geprägten Bethlehem sei ihr Anteil von 80 Prozent auf 28,2 Prozent gesunken und im gesamten Distrikt einschließlich der Flüchtlingslager auf 12,7 Prozent. 

Diese Zahlen erklärten sich nicht einfach aus der israelischen Besatzung. Vielmehr müsse man sie im Rahmen des Auszugs der Christen aus dem gesamten Nahen Osten sehen.

In Bethlehem spiegele sich die Vielfalt des Christentums. Dazu gehörten orientalisch orthodoxe Kirchen, katholische Kirchen des Ostens sowie evangelische Kirchen und freikirchliche Vereinigungen. Sie lebten trotz einer „oft mangelnden Solidarität“ nebeneinander. 

Auch für das Zusammenleben mit Muslimen gebe es Spielregeln. Dabei spiele Bethlehem eine Sonderrolle. Die Pilger und Touristen böten auch Muslimen ein Einkommen. Christen würden mit Toleranz und Respekt belohnt. Im Gaza-Streifen gelte dies für die etwa 3.000 Christen unter 1,5 Millionen Muslimen nicht. Schon Schulkinder würden auf den islamischen Kurs eingeschworen; Mädchen müssten in der Schule islamische Kleidung tragen.

Nach Theisens Einschätzung wäre der von den Palästinensern geforderte eigene Nationalstaat für die Christen „katastrophal“. Die Machtkonflikte zwischen Säkularisten und Islamisten, die bisher durch die Teilung von Westjordanland und Gaza eingedämmt würden, würden dann ungebremst ausgetragen. Die internationalen Hilfen würden zurückgehen, und der Staat wäre – so Theisen – „mangels jeder Kontrolle noch korrupter als die Autonomiebehörden“. 

Sein Fazit: „Je mehr die Nationalstaaten im Nahen Osten in inneren Bürgerkriegen zerfallen, desto vorsichtiger sollten die Palästinenser bezüglich ihres eigenen Staates sein.“  
 
 idea

29.1.13

Palästinensische Flüchtlinge unerwünscht

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) bat die Palästinenserregierung in Gaza, palästinensische Flüchtlinge, ihre Volksgenossen aus Syrien, die vor den Rebellen geflohen waren, aufzunehmen.
Palästinenser-Chef Ismail Haniyeh wies die Bitte ab. Er behauptete, dies könne zum gefährlichen Präzendenzfall werden, wenn nämlich weitere palästinensische Flüchtlinge in den Gazastreifen kämen. Die Flüchtlinge sollten nach Israel umkehren. Auch habe die Regierung im Gazastreifen nicht die finanzielle Kapazität, erklärte die Hamas Regierung gegenüber dem UNRWA.

Palästinenser Chef Mahmud Abbas in Ramallah verweigerte ebenfalls jegliche Aufnahme palästinensischer Flüchtlinge in die Gebiete in Judäa und Samaria.

Wie engherzig! Die Palästinenser in den beiden Gebieten, PA und Gaza betrachten sich selber als Flüchtlinge und verlangen die ständige Hilfe und Unterstützung der UNRWA, wollen aber denen aus ihrem eigenen Volk, die wirklich vor Krieg und Verfolgung fliehen, nicht helfen!
Was steckt dahinter? Zeigt sich hier wieder mal das wahre Gesicht der Araber? In Ländern wie Libanon, Irak und Jordanien z. Bsp. sind die Palästinenser ebenfalls schon seit Langem unerwünscht, die Flüchtlinge aus Syrien erst recht nicht.

"Keiner heißt uns willkommen", klagt Youssef (41) aus Al-Yarmouk, einem Flüchtlingslager in Syrien, fassungslos. "Wir werden bombardiert und fliehen. Wir schreien um Hilfe und in Ramallah hört uns niemand. Ich bin mit meiner Familie jetzt in die Türkei geflohen, so wie andere in den Libanon gingen." Youssef erzählt dies einem arabischen Journalisten in Jerusalem am Telefon."Wir haben in der Hölle gelebt, aber keiner unserer Geschwister in Palästina will uns beistehen. Das kann ich einfach nicht verstehen!"

Die Palästinenser kämpfen um ein Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge, aber wenn Flüchtlinge vor der Tür stehen, gilt das für diese Menschen auf einmal nicht mehr! Welche Doppelzüngigkeit ist das denn? Oder ist mit dem Rückkehrrecht die "Rückkehr" in die Gebiete, die heute Israel sind, gemeint?  Jetzt haben die Palästinenser ihre Taktik entlarvt. Aber das interessiert niemanden. Die Millionen an humanitärer Hilfe aus US, EU und anderen Ländern fließen weiter in Strömen. Die echten Flüchtlinge dagegen können sehen, wo sie bleiben.

4.11.10

Es gibt erste Ergebnisse der Konferenz...

„GEMEINSAM FÜR ISRAEL“
Deklaration anlässlich des 1. Deutschen Israelkongress 2010

„In einer Zeit der fortschreitenden Entsolidarisierung von Politik und Gesellschaft mit der einzigen rechtsstaatlichen Demokratie im Nahen Osten erklären wir unsere unverbrüchliche Freundschaft mit dem demokratisch-freiheitlichen jüdischen Staat Israel.
Wir blicken mit Besorgnis und Kritik auf die deutsche Nahostpolitik. Während einerseits das Bekenntnis zum Existenzrecht Israels in Deutschland als Staatsräson beschworen wird, artikuliert sich andererseits im Konkreten die Solidarität mit Israel bestenfalls kleinlaut. Schlimmer: Oft werden völlig
einseitige Aufforderungen an die Adresse Israels formuliert.
Der Deutsche Bundestag verabschiedete am 30.06.2010 einstimmig zum Thema "Ereignisse um die Gaza-Flottille aufklären – Lage der Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen" eine Erklärung, die dies offensichtlich werden ließ.
Wir verurteilen diesen einseitig Israel belastenden Beschluss des Bundestages aufs Schärfste. Nach dem Bekanntwerden der Teilnehmer der Gaza-Flotte, u.a. die djihadistische und terroristische IHH mit Verbindungen zur Hamas, hätten wir vielmehr vom Deutschen Bundestag erwartet die mitreisenden Politiker der Linken und die türkische Regierung für ihre Protektion des Unternehmens zu verurteilen.
Zudem stellt die Einstimmigkeit dieser fraktionsübergreifenden Erklärung ein
besorgniserregendes Novum dar, denn eine vergleichbare Einheit fehlt bei wichtigen Themen wie Maßnahmen gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft in der deutschen Gesellschaft, konsequenten Bekämpfung des Islamismus und Forderungen nach einer harten Sanktionspolitik gegenüber dem Iran.
Gerade dann und nur dann parteiübergreifende Geschlossenheit zu demonstrieren, wenn man völlig einseitige Aufforderungen gegenüber Israel formuliert, kann vor dem Hintergrund deutscher Geschichte nur als Affront gegen Israel aufgefasst werden.


Mit dem 1. Deutschen Israelkongress "Gemeinsam für Israel" setzen wir als unterzeichnende Organisationen dazu einen ebenso bewussten wie auch notwendigen Kontrapunkt und fordern die deutsche Politik dazu auf
- sich dem unverhohlenen Antisemitismus des iranischen Regimes u. a. dadurch entgegenzustellen, dass weitere einschneidende ökonomische und politische Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran beschlossen und durchgesetzt werden.
- sich mit allem Nachdruck für die Umsetzung der begrüßenswerten und eindeutigen Forderung der Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen vom 27.10.2010 auf Freilassung von Gilad Shalit einzusetzen.
- es zu unterlassen, dem Staat Israel, der sich seit über 60 Jahren in einem Überlebenskampf befindet, besserwisserische Ratschläge zu erteilen, wie er sich gegen Bedrohung und Terror zur Wehr zu setzen habe.
Bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen unterzeichnenden Organisationen, seien sie jüdisch, christlich oder politisch engagiert, stehen wir: „GEMEINSAM FÜR ISRAEL“ und damit
- gegen die stillschweigend hingenommene Ausweitung der Delegitimierung Israels, die auch in Europa zum Beispiel durch akademische Boykotte oder die Unterstützung von Gaza-Flotillen Einzug hält und
- gegen eine einseitig Israel verurteilende deutsche Nahostpolitik, wie sie jüngst durch den fraktionsübergreifenden Bundestagsbeschluss vom 30.06.2010 zum Ausdruck kam.

ISRAEL, DU BIST NICHT ALLEIN!

23.3.10

Der Mythos von der Belagerung des Gazastreifens

Trotz der Behauptungen, Gaza befinde sich im Belagerungszustand, erhält der Landstrich mehr Hilfslieferungen als das Erdbeben-geschädigte Haiti.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verband seinen kürzlichen Besuch des Gazastreifens mit der Aufforderung, die so genannte Blockade des von Terroristen kontrollierten Gebietes zu beenden. Allerdings muss man sich fragen, welche Blockade oder Belagerung er meint, wo doch 738.576 Tonnen humanitäre Hilfe im Jahr 2009 in den Gazastreifen überführt wurden.

Überdies stellte die UN dem Gazastreifen 200 Millionen US-Dollar Hilfszahlungen zur Verfügung nach einer Militäroperation, die 1.300 Opfer forderte bei einer Bevölkerung von 1,5 Millionen – während sie den Opfern der Naturkatastrophe in Haiti, trotz Plänen die Hilfe zu erhöhen, bis Ende Januar nur 10 Millionen US-Dollar hat zukommen lassen; einem Erdbeben, das über 230.000 Todesopfer forderte und unter dessen Folgen über 3 Millionen Menschen leiden.

Die US-Regierung versprach dem Gazastreifen in Folge der Militäroperation „Gegossenes Blei“ 900 Millionen US-Dollar Hilfszahlungen, während das Erbeben-geschüttelte Haiti insgesamt bislang nur über 700 Millionen US-Dollar Hilfe erhalten hat, wie USAID und DOD errechnet haben.

Die internationale Gemeinschaft ist einer glatten Lüge über eine israelische Belagerung des Gazastreifens auf den Leim gegangen, während sie die Fakten ignoriert. Internationale humanitäre Hilfe gelangt seit Jahren unaufhörlich in den Gazastreifen und endete in keiner Weise nach der Operation „Gegossenes Blei“, denn 30.576 Hilfstrucks fuhren im Jahr 2009 in das Gebiet.

Ynet.news - Jacob Shrybman

22.2.08

Kassam made in Israel...

Schockierende Erkenntnis für die Bewohner der israelischen Stadt Sderot: das Material, mit dem die Kassam Raketen hergestellt werden, die aus Gaza auf israelische Städte, wie Sderot niederregnen, hauptsächlich Düngemittel für den Sprengstoff sowie Bewässerungsrohre für die Raketen, stammen aus Israel, wie eine Untersuchung über die Herkunft der Bestandteile der Raketen jetzt ergab. Die Bewohner von Sderot waren schockiert, diese Nachricht zu hören. Die Sachen werden und wurden großenteils nach Gaza geschmuggelt.


Heute, Freitag, haben sich tausende Israelis aus dem ganzen Land wieder zu einem "Solidaritäts-Einkaufen" vor Shabbat in Sderot eingefunden. Ein kilometerlanger Auto Konvoi mit Flaggen und Plakaten fuhr durch die Straßen der Stadt und alle Läden und Restaurants waren gut besucht.

jerusalem.online

21.2.08

Arme, arme Hamas

Der österreichische „Der Standard“ hat den Vize-Chef des Hamas Politbüros in Damaskus Musa Abu Marzook zu der momentanen Haltung der Hamas bezügl. einer Friedens-Einigung mit Israel befragt. Der Interviewer bekam folgende Aussagen von Marzook:

„Unsere Position vor den palästinensischen Wahlen (im Januar 2006, Anm.) war, dass wir ganz Palästina ohne Beschränkung auf den Gazastreifen und das Westjordanland befreien müssen. Aber nachdem wir durch die Wahlen Teil des politischen Systems wurden, teilen wir mit den anderen Palästinenserfraktionen die Position, dass wir einen Staat im Gazastreifen, Westjordanland und Jerusalem errichten müssen und dann einen Waffenstillstand mit Israel schließen. Aber das bedeutet nicht, dass wir die anderen Ziele, wie die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge, vergessen haben.

Die Hamas bekommt die Anerkennung nicht von den USA und Europa, sondern von den Palästinensern. Wir suchen nicht jemanden, der uns als Repräsentant anerkennt, sondern fragen uns, wie man über eine Organisation, die bei den letzten Wahlen 62 Prozent der Stimmen bekommen hat, sagen kann, dass da nur Fanatiker drinsitzen. Und wieso der Westen die Menschen in Gaza, die ohne Medikamente und Nahrungsmittel leben und unter den israelischen Luftangriffen leiden, im Stich lässt.

Ein Beispiel: Ich habe hunderte Politiker aus Europa getroffen. Sie fragen mich immer nach Gilat Shalit. Ich habe jedoch nie eine Frage über die 1000 von Israel in den vergangenen zwei Jahren getöteten Palästinenser gehört. Israel denkt über einen Einmarsch in Gaza nach? Die Israelis werden den Gazastreifen nie wieder besetzen. Sie würden einen sehr hohen Preis dafür zahlen. Was wir wollen und worum wir die Fatah von Präsident Mahmud Abbas bitten, ist, eine Einheitsregierung mit uns zu bilden. Das ist der einzige Weg. Aber wir wissen, dass das nicht die Entscheidung von Abbas ist. Das ist die Entscheidung der USA und Israels: Und die sagen ihm, dass sie den Friedensprozess stoppen werden, wenn er mit uns spricht.

In Annapolis dachte Abbas, dass ihm die Verhandlungen mit den Israelis einige Früchte einbringen werden. Aber er hat gar nichts bekommen, außer Geld. Und die Palästinenser werden ihre Rechte niemals für Geld verkaufen. Es gibt keinen Weg, dass die Israelis Abbas das Westjordanland geben werden. Die Gespräche haben keine Zukunft. 2008 wird überhaupt nichts für die palästinensische Agenda passieren. US-Präsident George Bush war hier, hat viel versprochen und nichts gemacht. Die Israelis bauen die Mauer weiter und erniedrigen die Regierung von Abbas.

Auf die Frage des Interviewers: "Wird die Hamas weitere Anschläge gegen Israel durchführen?" sagte Marzook: "Ja, natürlich. Es ist das Recht der Palästinenser, sich selbst zu verteidigen. Wir können den Palästinensern nicht sagen: "Haltet still, während die Israelis euch töten. Ich kann nicht sagen, hört auf zu kämpfen. Sie können die Palästinenser auch nicht dafür beschuldigen, mit welchen Mitteln sie kämpfen. Wir haben eben keine Raketen, wie die Israelis."


(DER STANDARD, Printausgabe, 19.2.2008)

10.2.08

Die Köpfe der Hydra

Am Samstag war bei einem palästinensischen Raketenangriff aus dem Gazastreifen in der israelischen Stadt Sderot ein achtjähriges Kind so schwer verletzt worden, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Olmert wollte die "gezielte Liquidierung" von führenden Palästinensern nicht ausschließen. "Wir werden weiter alle Terroristen angreifen", sagte der Ministerpräsident.

Der israelische Wohnungsbauminister Seev Boim hat dazu aufgerufen, führende Vertreter der palästinensischen Hamas Bewegung gezielt zu töten. Im Gazastreifen müsse eine "kriegerische Sprache" gesprochen werden, sagte Boim im israelischen Militärfunk. Die Angriffe müssten "den Köpfen der Hydra" gelten, dazu zähle auch der frühere palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija. Bei einem israelischen Angriff mit einer ferngesteuerten Drohne wurde Mohammed d Mutar von den Essedin-el-Kassam-Brigaden der Hamas getötet. Er hatte Waffen von Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt.

Die israelische Regierung protestierte bei den Vereinten Nationen mit einem Schreiben von UN-Botschafter David Gillerman an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gegen den anhaltenden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Gillerman nannte die anhaltenden Angriffe "schwere Terrorakte" und bezeichnete den Beschuss als "Teil einer Kampagne der Hamas-Führer mit dem Hauptziel, Israelis zu töten".

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert wird derweil zu einem zweitägigen Besuch in Berlin erwartet. Am Montag ist ein Besuch des Jüdischen Museums in Berlin geplant. Für Dienstag sind Treffen Olmerts mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Horst Köhler und Bundestagspräsident Norbert Lammert geplant.


Französische Nachrichtenagentur AFP


18.1.08

Wir können dies nicht als eine Routine akzeptieren

„Vor etwa zwei Tagen haben Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) und Angehörige der Allgemeinen Sicherheitsbehörde (SHABAK) eine kühne Aktion durchgeführt, bei der viele Terroristen, Leute der Hamas, ums Leben kamen. Diese Aktion war eine gezielte, begrenzte Aktion, die auf die gerichtet war, die seit mehreren Tagen versuchen, Zivilisten im Süden Israels zu treffen. Sie haben einen Schlag erlitten, und dieser Schlag wird angesichts des fortdauernden unerträglichen Kassam-Raketenbeschusses auf die Bewohner des Südens nicht der letzte sein.

Man braucht nicht darauf hinzuweisen, wie viel Arbeit in jede solche Aktion investiert wird, wie viel gewaltige Anstrengung, Fantasie, exakte Planung die Kommandanten der Armee und des SHABAK investieren, um die zu erreichen, die für den Terror verantwortlich sind, um den unerträglichen Beschuss auf die Bürger des Südens zu beenden.

Ich weiß, dass es in solchen Situationen sehr leicht ist, sich zu feurigen Parolen hinreißen zu lassen. Dies ist nicht unser Stil, dies ist nicht der Weg dieser Regierung. Wir wollen keinen Krieg im Gaza-Streifen führen, wir wollen seine Bewohner nicht schädigen. Wir haben absolut keine Lust dazu, auch nur einen Bewohner Gazas zu töten, aber wir sind weder in der Lage, noch bereit dazu, diesen von dort kommenden unaufhörlichen Beschuss auf Bürger des Staates Israel zu ertragen. Daher werden wir weiter agieren, weise und entschlossen, mit maximaler Präzision, die es uns ermöglichen wird, jene zu treffen, die uns treffen wollen, und nicht unbeteiligte Zivilisten, die zu Opfern des Extremismus, der Gewalt, des Hasses und der Hetze der Führer der Terrororganisationen im Gaza-Streifen werden.

Sie machen keinen Unterschied – Frauen, Kinder, unbeteiligte Zivilisten; sie wollen jeden einzelnen von uns treffen. Wir werden weiterhin – obwohl es manchmal schwer ist, sich zurückzuhalten, in einer Form agieren, die es uns ermöglicht, zu den Terroristen zu gelangen, zu denen, die schießen, zu denen die die Raketen schicken, zu denen, die sie ausrüsten, auf dass sie ihre Strafe erhalten werden.

Gerade heute ist bekannt gegeben worden, dass 75 Prozent der Kinder der Stadt Sderot unter Schock leiden. Ich weiß, dass wir nicht selten auf die Zahl der in physischer Hinsicht Verletzten blicken und uns sagen, dass Gott Sei Dank während des irrsinnigen Beschusses von gestern, von heute, keiner unserer Bürger getötet worden ist. Aber jeder, der weiß, was im Süden des Landes passiert, weiß, was für ein hoher seelischer Preis, war für eine schwere emotionale Bürde auf dem Leben dieser Menschen lastet, auf den Eltern, auf den Kindern, in einer Weise, die ihnen den Seelenfrieden zerstört und die Freude am Leben nimmt.

Wir können diese Realität nicht als eine Routine akzeptieren, mit der man leben muss. Wir wissen uns auch offenherzig und rational zu sagen, dass es keine einfache Antwort gibt, die all dies komplett zu beenden vermöchte, keinen verborgenen Knopf, keinen Zauberplan, der uns sagt, wie wir handeln sollten, und alles wäre im Nu vorbei, aber wir wissen, dass wir dagegen kämpfen müssen. Und im Süden wird ein Krieg geführt. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ein Teil der kühnsten und tapfersten Soldaten der Armee und des SHABAK nimmt daran teil und dieser Krieg hört nicht auf.

Der Zeitpunkt wird kommen, da sich die Waagschale in diesem Krieg in der Weise neigen wird, dass der Beschuss im Süden nicht mehr so sein wird, wie er jetzt ist, und ich glaube, dass sie sich letztendlich bemühen werden, sich an andere Normen anzupassen als diejenigen, die sie heute antreiben. Ich weiß, dass das Herz des gesamten Staates Israel mit den Bewohnern des Südens schlägt. Ich weiß, dass es keinen leichten Weg gibt - gewiss nicht mit Reden -, um die Bewohner des Südens zu beruhigen und ihre Sorgen, ihren Schmerz und die Angst, mit der sie täglich zu kämpfen haben, zu verringern. Wir tun die Dinge, die getan werden müssen, in der richtigen Balance und mit der richtigen Bedachtsamkeit, und vor allem bekämpfen wir weiter den Jihad und die Hamas und jeden, der der dazugehört – ohne Kompromiss, ohne Verzicht und ohne Mitleid.“

Ministerpräsident Ehud Olmert in einer Rede am 17. Januar vor dem israelischen Industriellenverband.

Außenministerium des Staates Israel


23.9.07

Aus der Technik und Wirtschaftswelt Israels

Die israelische Finanz- und Hilfsorganisation Keren Hayesod bietet in Zusammenarbeit mit der High-Tech Firma Compedia in einem Projekt namens ETGARIM (hebr.: Herausforderungen) den Kindern, vor allem aus unterprivilegierten Schichten, der leidgeplagten Stadt Sderot nahe des Gazastreifens, Computerkurse und Zugang zu der Technik des 21. Jahrhunderts an.
Die Kinder können zusammen mit ihren Eltern den Computer kennenlernen und können des weiteren an Programmen, die Lesen, Kreativität, soziale Fähigkeiten und Sport beinhalten, teilnehmen. Das Projekt hat das Ziel, die sozialen Unterschiede in der Gesellschaft zu mindern.
Auch in anderen Städten hat dieses Projekt schon erfolgreich Einzug gehalten.
Seht hierzu den Film:



Der Bau des neuen Berliner Flughafens

Die israelische Firmengruppe Baran wird durch ihr deutsches Tochterunternehmen Westmontage an einem 70-Millionen-Dollar-Projekt zur Errichtung des Elektro- und Kommunikationssystems für den neuen Berliner Flughafen mitwirken.

Baran hat Westmontage vor sechs Jahren für 3 Millionen Dollar erworben und besitzt 69 Prozent der Firma. Westmontage Kabel- und Netzwer GmbH wird die Kommunikationsinfrastruktur des geplanten Großflughafens Berlin-Brandenburg International aufbauen. Die Baran Group Ltd. ist Israels führendes Unternehmen im Bereich Ingenieur- und Bauwesen und ist auf nationale und internationale Großprojekte spezialisiert.

(Globes 19.09.07)