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6.12.11

Buchstäblich genommen: Teil 2

DIE BIBLISCHEN GRENZEN ISRAELS

von David Sedaca, Deutsch: Horst Stresow
 
Was sind die genauen Grenzen des verheißenen Landes, das Abraham und seinen Nachkommen zu gesprochen wurde? Der HERR macht das sehr deutlich. Wie bei jedem modernen Landkauf bestimmen hier die Dokumente die Grenzen: vom Nil (vorwiegend das heutige Ägypten und er Sudan) bis zum Euphrat (heutiger Irak).

Um gewiss zu sein und keinen Zweifel über die Grenzen aufkommen zu lassen, weist die Schrift außerdem auf verschiedene Gruppen von Menschen hin, die in dem Land leben: „... das Land der Keniter, Kenasiter, Kadmoniter, Hethiter, Perisiter, Refaiter, Amoriter, Kanaaniter, Girgaschiter und Jebusiter.“ Wir wissen, diese Menschen leben in den heutigen Ländern Ägypten, Syrien, Irak, einem Teil der asiatischen Türkei, selbstverständlich in ganz Israel – einschließlich Gaza und der Westbank.

Diese Tatsache fügt eine weitere Dimension der Verheißung hinzu: Der HERR gibt Abrahams Nachkommen Land, welches gegenwärtig durch andere Nationen besetzt ist! Die Frage erhebt sich: Wie wird Israel das Land erhalten? Soll es in die Länder einfallen und sie erobern?
Der Text in Genesis 15 gibt keinen Hinweis, dass Israel kämpfen und erobern soll; darum ist die logische Antwort, der Herr wird diese Verheißung erfüllen.

Die Grenzen des verheißenen Landes für Abrahams Nachkommen sind klar in der Bibel umrissen, jedoch wissen wir auch, dass Israel nie die Kontrolle über die ganze Weite des Landes hatte. Der Herr hat nie gesagt, wann das geschehen wird, doch er sagt, es wird geschehen. Ich glaube, dass nach den letzten Kämpfen, die in der Bibel aufgezeigt sind, wenn sich alle Nationen gegen Israel stellen werden, mit dem Wiederkommen Jeschuas Israel siegen wird. Die Verheißung wird sich erfüllen mit der Herstellung des messianischen Königreiches. Wenn er alle Verheißungen bisher erfüllt hat, die uns gegeben sind, können wir sicher sein, er wird die verbleibenden auch erfüllen – eingeschlossen das gesamte Land, das Abrahams Nachkommen verheißen wurde.


23.11.11

Buchstäblich genommen: Teil 1

DIE BIBLISCHEN GRENZEN ISRAELS

von David Sedaca, Deutsch: Horst Stresow

In den letzen Monaten haben wir die sich verändernde politische Landschaft der arabischen Welt beobachtet. In der Mitte all dessen steht die Nation Israel stark da – eine Nation, die seit 2000 Jahren von der Geschichte „abgeschrieben“ wurde. Eine Nation, die mit ihren Menschen über die ganze Welt 2000 Jahre zerstreut war, hat nun wider ihren Platz in der Weltpolitik eingenommen.

Weil die Teilung des heiligen Landes bald wieder in den Nationen diskutiert werden wird, fragt man sich: Welches ist das Land, das Israel gehört? Den Schlüsseltext, diese Frage zu beantworten, finden wir in Genesis 15, 18-21:

An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat: die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.“

Es gibt einige Schlüsselelemente in diesem Vers, die wir betrachten müssen. Zuerst, es ist ein Bund zwischen Gott und Abraham, und als solcher kann er nicht durch menschliches Bemühen aufgehoben werden. Gott zeigt die Bedingungen dieses Bundes: Das verheißene Land wurde nicht Abraham sondern seiner Nachkommenschaft gegeben. Einige könnten argumentieren, dass dies allen Nachkommen Abrahams gilt, doch wir wissen, dieser Pakt war nur an Isaak, dann an Jakob (Israel) und seine Kinder weitergegeben worden.

Der nächste Schlüssel dieser Verheißung ist, das von Gott gegebene Land sollte in späterer Zeit angeeignet werden. „Deinen Nachkommen“ hat keine Zeitbegrenzung! Nur dass sie noch nicht erfüllt ist, schließt nicht aus, dass sei sich in den kommenden Jahren erfülllen wird. Ganz im Gegenteil! Wir sehen, dass Israels Geschichte genau nach dem Plan Gottes abläuft, wie in Deuteronomiunm 30, 2-4 angegeben: die Zerstreuung auf Grund von Ungehorsam und die Rückführung ins Land wegen der unwandelbaren Natur des Bundes:

...und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat.“

Vor hundert Jahren gab es noch keinen Staat Israel und die Hälfte der jüdischen Weltbevölkerung wurde von einer Generation durch den Holocaust der Nazis ausgelöscht. Doch heute steht Israel wieder stark da unter den Nationen. Der Prophet Jesaja fragt in Kapitel 66, 8:

Wer hat so etwas (je) gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren?“

Die Antwort ist JA – nicht wegen Israels Macht, sondern wegen Gottes Treue zu seinem Bund!