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3.3.08

Wenn hebräisch nicht verstanden wird

Die englischsprachige Presse verbreitete eine aus dem Hebräischen verfälschend übersetzte Äußerung des israelischen Vize-Verteidigungsministers Matan Vilnai, wonach dieser "den Palästinensern" einen "Holocaust" androhte, falls der Raketenbeschuss der Hamas nicht gestoppt werde.

Vilnai hatte tatsächlich das Wort "Schoah" verwendet und damit, wohlgemerkt allerdings der Hamas gedroht. Doch das wird im Hebräischen seit biblischer Zeit im Sinne von "Katastrophe" gebraucht, auch bei Berichten über den Tsunami, den Walfang, die Erderwärmung und andere Katastrophen. Wenn man es genau betrachtet, heißt der Massenmord der Nazis im 3. Reich bei den Juden "ha-schoah" und ist damit die explizit genaue Bezeichnung für diese schrecklichste aller Shoahs.

In Deutschland sind die Begriffe "Holocaust" und "Schoah" relativ neue Fremdworte und seit der WDR-Fernsehserie "Holocaust" 1979, über die Geschichte der Familie Weiß, wurde in der Bundesrepublik der Begriff in englischer Schreibweise üblich.

Schoah, der hebräisch-biblische Begriff für Unglück, Katastrophe, schreckliches Naturereignis oder Flächenbrand, bürgerte sich in Westeuropa erst 1985 durch den neunstündigen Dokumentarfilm "Shoah" von Claude Lanzmann von ein.

Nur Wenige in Europa wissen, dass "Schoah" ein ganz "normales" hebräisches Wort ist. Aus Rücksicht auf die unwissenden Übersetzer bei Reuters und anderen Nachrichtenagenturen hätte Matan Vilnai gut getan, ein anderes Wort auszuwählen, als er den "Terroristen" der Hamas mit einem "Holocaust" drohte, den sie "über sich bringen würden", solange sie weiter israelische Städte wie Sderot und Aschkelon mit Raketen beschießen. Umgekehrt sollte voreiligen Reportern nahegelegt werden, aus umgangssprachlichen Drohungen israelischer Politiker nicht gleich einen vermeintlich geplanten Völkermord mit Millionen ermordeten Zivilisten herauszulesen.

Festzuhalten bleibt: im ganzen jahrelangen Nahostkonflikt gab es kein einziges Ereignis, das auch nur annähernd mit den zehntausendfachen Exekutionen, dem industriellen Massenmord der Nazis oder der Absicht verglichen werden könnte, ein ganzes Volk auszurotten.
aus: israelnetz.com

2.3.08

Israel setzt sich gegen andauernden Raketenbeschuss zur Wehr


Die israelische Armee ist in den nördlichen Gazastreifen einmarschiert, um dem beständigen Raketenbeschuss von Kassams und Grad-Raketen auf israelisches Gebiet etwas entgegenzusetzen. Dabei wurden mindestens 60 Palästinenser, auch Zivilisten und Kinder, die ins Kreuzfeuer der Kämpfe gerieten, getötet oder verletzt und zwei IDF Soldaten wurden getötet. Die israelischen Truppen gerieten beim Gefecht zwischen den Häusern durch heftigen Widerstand der Palästinenser in Schusswechsel.

Die IDF nahmen mehrere Gegenden ein, von denen der Abschuss von Kassam Raketen unternommen worden war. Auch durch die israelische Luftwaffe waren wieder Operationen zu gezieltem Beschuss von strategischen Punkten der Palästinenser gestartet worden, wobei die israelischen Flugzeuge einen LKW voll mit 160 Wurfgeschossen zerstören konnten.

Die Stadt Ashkelon hatte Angriffe durch Grad-Raketen zu erleiden, von denen mindestens 20 in bewohnter Gegend einschlugen, auf einem Parkplatz, in einem Restaurant, einige in Wohnhäuser, und eine in einem Kindergarten. Auf wundersame Weise gab es kaum Verletzte. Die Grad-Raketen waren früher aus Russland stammende Katjuschas, werden aber jetzt von den Palästinensern selber gebaut. Ihr Sprengkopf ist viermal so schlagkräftig als der einer Kassam Rakete. Die IDF schätzt, dass die Hamas im Gazastreifen mehrere hundert solcher Waffen besitzt.

PA Präsident Mahmud Abbas sagte, die Vorfälle im Gazastreifen seien schlimmer als der Holocaust und rief den UNO Sicherheitsrat, eine Notsitzung einzuberufen, auf. Währenddessen hat sich die Hamas Führung in den Untergrund verzogen, um gezielten Tötungen durch die Israelis zu entgehen.

jerusalemonline.com