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30.11.14

Immer mehr Christen stellen sich auf die Seite Israels

Vater Unser in der israelischen Armee


In der israelischen Armee gibt es ein paar Christen, die sich freiwillig zum Dienst verpflichtet haben - obwohl sie es nicht müssten. Sie bekennen sich zu Israel als ihrem Staat. Aber der Weg, den sie gehen, ist kein leichter.

"Ich habe mir gesagt, ich werde studieren, meinen Abschluss in Jura machen und dann zur Armee gehen. Und das habe ich getan. Ich glaube, ich bin realistischer. Ich lebe nicht in Palästina oder sonst wo, ich lebe in Israel. Ich bin israelische Staatsbürgerin. Und das ist mein Leben, das ist meine Heimat."

Arin ist eine von rund 60 Christen in der israelischen Armee. Eigentlich müssen in Israel Männer drei und Frauen zwei Jahre dienen. Doch Muslime, Beduinen und die mehr als 123.000 Christen in Israel sind von der Wehrpflicht befreit. Für viele kommt es auch nicht infrage, sich freiwillig zu melden. Sie fühlen sich als Minderheit in Israel diskriminiert. Manche sehen sich als Palästinenser oder wollen zumindest nicht in einer Armee dienen, die Teile des Westjordanlandes kontrolliert. Arin muss deshalb viel Kritik aushalten, auch in ihrer Heimatstadt Nazareth.

"Am Anfang war es sehr hart, weil die Leute es nicht verstehen. Das ist nicht gewöhnlich in Nazareth, vor allem ein Mädchen in Uniform. Ich habe dadurch Freunde verloren. Aber ich glaube an das, was ich mache. Ich hatte anfangs einen sehr, sehr schweren Weg. Aber jetzt, vier Jahre später, geht es mir gut, ich habe gelernt, damit umzugehen, und gehe zum Beispiel nicht in Uniform nach Nazareth, um die Lage ruhig zu halten." 

Arin ist nicht allein.  
Immer mehr Christen wollen nicht mehr Araber genannt werden und stellen sich auf die Seite Israels. 
Einige haben sich deshalb zum "Forum für die Rekrutierung von Christen" zusammengeschlossen und für das kommende Jahr bereits rund 150 Christen rekrutiert – mehr als doppelt so viele wie bisher. Pater Gabriel Nadaf von der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Nazareth unterstützt das Forum. Heute ist er auf dem Weg in die Knesset, um für die Ziele des Forums zu werben. Unterstützung findet er vor allem bei den Mitte-Rechts-Parteien.

"Dass wir uns in die israelische Gesellschaft integrieren wollen, hat moralische und historische Gründe und hängt mit den Wurzeln der Christen im Nahen Osten und speziell in Israel zusammen. Denn das Christentum kommt direkt vom Judentum und ist davon nicht wegzudenken. Das ist das Land unserer Väter und Großväter. Wir wollen nun zu unseren Wurzeln zurückkehren, denn mit den arabischen Staaten haben die Christen ja nichts zu tun."

File:Flickr - Israel Defense Forces

Selbst der Krieg kann die Christen nicht von ihrem Vorhaben abbringen. An einem lauen Sommerabend im Juli, als die Operation „Fels in der Brandung“ in vollem Gange ist, versammeln sich in der Stadt Haifa rund 100 Christen. Sie schwenken die Flaggen des Vatikans und Israels. Später werden einige sogar die israelische Nationalhymne “Hatikvah” anstimmen. Die Christen wollen Solidarität mit Israel und der Armee zeigen und auf die Verfolgung von Christen in Syrien und im Irak aufmerksam machen.  Auch Gabriel Nadaf ist gekommen und beginnt die Demonstration mit einem gemeinsamen Gebet.

Zahlreiche Mitglieder des Forums für die Rekrutierung von Christen sind an diesem Abend nach Haifa gekommen. Shadi Khalloul ist der Sprecher des Forums und hat den Protest organisiert. Er erklärt, was die Verfolgung von Christen im Nahen Osten mit dem Krieg im Gazastreifen zu tun hat.

"Wir können nicht nur für die Christen im Irak und in Syrien protestieren und dabei ignorieren, was hier im Land passiert. Wir sind hier im Krieg. Es werden Soldaten und Zivilisten getötet. Es wäre falsch, das zu ignorieren. Denn wir glauben, dass der Terror hier derselbe ist wie dort. Hamas hat dieselbe Ideologie wie al-Qaida oder die Hisbollah, und sie akzeptieren niemanden, der anders ist als sie." 

Beim Treffen in Haifa im August 2014

Auch einige Israelis sind zur Demonstration in Haifa gekommen. Shadi hat zum Beispiel die jungen Mitglieder der konservativen Likud Partei eingeladen, die sich über den Zuspruch der Christen freuen. Für sie ist dies eine Bestätigung der Politik Netanyahus.

Unter den zahlreichen Christen an diesem Abend ist die 18-jährige Jennifer. Noch in diesem Jahr wird sie ihren Dienst in der israelischen Armee antreten. Auch, wenn sie dadurch viele Freunde verliert - Jennifer positioniert sich klar:

"Ich bin nicht gegen den Krieg. Wir müssen uns gegen die Terroristen verteidigen. Es ist unsere Pflicht. Die Armee hat das Recht anzugreifen, um uns zu schützen."

Jennifer spricht von "uns" und "wir". Für sie ist klar, dass sie nicht Araberin ist, sondern Israelin und damit Teil dieses Landes.

"Ich bin Christin und Israelin und stolz darauf."

Lissy Kaufmann: "Und du würdst dich nicht als Araberin bezeichnen."

"Auf keinen Fall. Das ist eine Beleidigung. Ich sehe mich nicht als Araberin." 

Auch der Organisator Shadi Khalloul diente in der israelischen Armee - als Fallschirmjäger. Er glaubt, dass Muslime eine Gefahr für die christliche Minderheit darstellen. Israel sei das einzige Land im Nahen Osten, in dem Christen frei leben könnten. Seine Position ist radikal. In Israel hört man solche Meinungen sonst nur aus dem rechten Lager. Und sie verschafft ihm Feinde: sowohl muslimische als auch christliche. Diese glauben, dass Shadi Khalloul mit seinem Vorgehen die gesamte arabische Minderheit in Israel schwächt. Shadi ist nicht sicher, wie weit die Feindschaft reicht. Deshalb trägt zur Sicherheit immer einer Pistole bei sich:

"Ich trage seit meinem Militärdienst 1998 immer eine Waffe bei mir. Denn die arabische Bevölkerung weiß, dass ich meinen Armeedienst absolviert habe. Als ein Bürger, natürlich, als ein Christ, der sein Land verteidigen will. Sie akzeptieren diese Entscheidung nicht, die Freiheit, die ich als Bürger dieses Landes habe. Deshalb habe ich die Waffe dabei, um mich zu verteidigen, das ist meine Einstellung im Leben."

Shadi Khalloul will sich von der arabischen Minderheit abgrenzen. Zu dieser Minderheit zählen Christen, Beduinen, Drusen, Tscherkessen und Muslime. Sie machen gut ein Viertel der Bevölkerung in Israel aus. Shadi Khalloul findet dafür Unterstützung im israelischen Parlament. Auch der Knesset-Abgeordnete Yariv Levin von der Likud Partei glaubt, dass die Regierung schon längst zwischen den verschiedenen Minderheiten in Israel hätte unterscheiden sollen. Er hat das erste Gesetz auf den Weg gebracht, das die Christen als eigenständige Minderheit anerkennt.

"Wir haben in Israel lange Zeit einen großen Fehler gemacht, dass wir alle Minderheiten in Israel in einen Topf geworfen und sie Araber genannt haben. Die Tatsache ist, dass sie sehr verschieden sind. Und was dann passiert ist, ist, dass die Mehrheit der Muslime die Repräsentation dieser Minderheit übernommen hat und daher meistens nur ihre Probleme und ihre Gruppe vertreten hat, während die anderen keine wirkliche Repräsentanz hatten."

Doch die Christen zieht es nicht nur aus ideologischen Gründen in die Armee. Denn während der zwei bis drei Jahre knüpfen sie Kontakte fürs Leben und sammeln Erfahrung für das Berufsleben.  Der Druse Ahmad Ramiz ist in der israelischen Armee für die Rekrutierung und die Eingliederung von Minderheiten verantwortlich. Die Drusen haben eine eigene Religion. Sie sind weder Christen noch Muslime, auch wenn ihre Wurzeln im Islam gründen. Für drusische Männer ist der Dienst in der israelischen Armee Pflicht.  Ahmad kennt die Vorteile. 

"Die Armee stärkt und bereitet die Soldaten auf den israelischen Arbeitsmarkt vor, denn sie dienen in einer Armee mit jüdischen Israelis, und in diesem militärischen Rahmen lernen sie Pünktlichkeit, Selbstständigkeit, körperliche und mentale Fitness und Entscheidungsfindung. Das ist das eine. Das andere ist, dass ehemalige Soldaten während des Studiums unterstützt werden, zum Beispiel durch verschiedene Stipendien. Um all das kümmert sich der Staat."

Die Christin Arin Sha’abi ist gleich Berufssoldatin geworden. Wo andere einen Widerspruch sehen – eine christliche Araberin, die muslimische Araber aus der Westbank anklagt – sieht Arin Sha’abi den Dienst für ihr Land. Christen aber zum Armeedienst zu verpflichten halten sie und die Mitglieder des Forums für falsch. Doch sich freiwillig zu melden soll zukünftig einfach werden. So versendet die Armee nun an junge Christen ein Schreiben, das sie einlädt, in der israelischen Armee ihren Dienst zu tun. Entscheiden kann dann immer noch jeder selbst, was für ihn am besten ist.

Von Lissy Kaufmann - Deutschlandradio Kultur

28.10.14

Heiliges Land: Die Gefahren für die Christen

von Pierre Rehov

 Wenn man im Nahen Osten jemanden nach der Bedeutung der Redewendung: "Erst die Samstagsleute, dann die Sonntagsleute" fragt, wird die Antwort mit einem Lächeln kommen: "Zuerst werden wir die los, die samstags beten und dann die, die sonntags beten."

Eine kürzlich vorgenommene Untersuchung ergab, dass die christliche Bevölkerung in Bethlehem von 90 Prozent im 19. Jahrhundert auf 60 Prozent in den 90er Jahren sank. Heute machen die Christen lediglich 10 Prozent der Bevölkerung aus. Was ist geschehen?

Natürlich sind in den 40er und 60er Jahren viele Christen aus Furcht vor dem Krieg geflohen, oder vielleicht auch auf Grund von massiver Anti-jüdischer Propaganda. Zu der Zeit litten die Christen bereits Diskriminierung durch Muslime und viele stellten sich auch der Wiedergeburt der jüdischen Nation entgegen. Ihre Einstellung - abgesehen von ihrem Glauben - wurde mehr von der örtlichen arabischen Kultur beeinflusst, als von europäischer Aufklärung.

Der eigentliche Niedergang der christlichen Bevölkerung jedoch, entstand als Nebeneffekt der Oslo-Verhandlungen. Ab dem Zeitpunkt, als Arafat und die PLO die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in der Westbank und in Gaza gründete, wurden die Christen verfolgt. 

Trotz des öffentlichen Vorzeigens offizieller Posten für Christen, wie z. B. Bethlehems Bürgermeister, lebten christliche Bewohner in der PA (unter ihnen Hanan Ashrawi, die erste gewählte Frau in der PA) als dimmis: Nach muslimischen Gesetz, zweite-Klasse Bürger, beschützt durch muslimische Autoritäten, solange sie bestimmte Regeln akzeptierten. Eine dieser Regeln verbietet es einem Christen, seinen Besitz - ein Geschäft oder ein Haus - an einen anderen Christen zu verkaufen, wenn er plant ins Ausland zu ziehen. Nur an Muslime. Aber das ist nur der Anfang.

Eine andere Praxis, die die PA anwandte, besonders während er zweiten Intifada Anfang 2000, war, sich in den Häusern der Christen zu verschanzen und von dort aus über das Tal auf die Häuser der Juden zu schießen. Was die israelischen Soldaten sehen, ist dann ein Blitz aus einer Gewehrmündung, das in einem Fenster erscheint und so erwidern sie den Beschuss und schießen zurück. Sie können nicht unterscheiden, ob es von einem "muslimischen" oder einem "christlichen" Fenster kommt. Die Christen also hatten es schließlich satt, beschossen zu werden und zogen aus -- und ihre Nachbarn zogen ein.

Während der Belagerung der Geburtskirche 2002, brauchten die Terroristen dieselbe Strategie, nämlich von der heiligsten Stätte der Christen in Bethlehem auf Israelische Truppen zu schießen und die Stätte innen zu entweihen. Nonnen und Priester riefen um Hilfe, aber niemand hörte sie. Solch eine Geschichte schlägt nur ein, wenn Israel die Schuld gegeben werden kann.

Zwei Jahre zuvor musste Papst Paul II bei seinem Besuch in Bethlehem, stumm die Schmach hinnehmen, dass er mitten in seiner Ansprache von dem Mufti mit dem lauten Aufruf zum Gebet unterbrochen wurde, obwohl es nicht einmal Zeit für das Gebet war. Die Szene hatte Italiens Rai 2 Sender gefilmt und auf Bitte des Vatikan wurde die Sequenz später aus den Archiven gelöscht. Ähnliche Vorgänge gab es während des Besuchs von Papst Franziskus, der angehalten wurde, einen Stopp bei der Sicherheitsmauer zu machen und dort zu beten, die kurz zuvor mit frischer hetzerischer Graffiti besprüht worden war. Dieser Halt war nicht Teil des offiziellen Protokolls, und wäre es auch nicht geworden, selbst wenn seine Delegation aus Höflichkeit darum hätte bitten dürfen. 

Jedenfalls verkündete 2006 Hassan El Masalmeh, ein Mitglied des Bethlehemer Gemeinderats, öffentlich sein Vorhaben, eine diskriminierende Steuer für alle nicht muslimischen Bewohner zu erheben. Diese Steuer namens "dschisiah", gibt es seit der Entstehung des Islam als ein Teil der "Dhimmi"-Gesetze, wie in vielen Ländern im Nahen Osten.

Jetzt haben sich viele christliche Familien bitter beklagt, dass ihre Töchter mit erzwungener Bekehrung zum Islam bedroht werden und, da sie nicht nach islamischer Sitte bedeckt genug bekleidet sind, oft Vergewaltigung zu erwarten haben. 

Offizielle Beschwerden gibt es allerdings, verständlicherweise, kaum. Nach Jahren der Verfolgung haben dhimmis Angst vor Vergeltung und stellen sich, wenn sie in ihren Gebieten und Ortschaften weiterhin leben wollen, wo sie für sich Frieden erhoffen, oft auf die Seite ihrer Verfolger.

In 2012, zum Beispiel, hatte die "Holy Land Christian Ecumenical Foundation" (Christliche ökumenische Stiftung im Heiligen Land), welche für ihre antisemitische Sichtweise bekannt ist, die Bewerbung des Landes "Palästina" für eine Mitgliedschaft in der UNO in Gänze befürwortet, indem sie eine Brief veröffentlicht hat, in dem Israel mit scharfen Worten verurteilt wird:
  • "Wir, die palästinensischen Christen, sind die Nachkommen der ersten Christen. Wir sind ein natürliches und integrales Bestandteil des palästinensischen Volkes. Und ebenso, wie unsere muslimischen Brüder und Schwestern, wurden wir unserer nationalen und menschlichen Rechte fast ein Jahrhundert lang beraubt ... Wir haben 64 Jahre lang Exil und Besetzung ausgehalten und an Seiner Botschaft des Friedens festgehalten. Wir, die palästinensischen Christen sagen: Genug! Unsere Botschaft ist einfach: Um den Frieden zu erlangen, muss die Welt auch "genug" zu Besatzung und Herabsetzung der menschlichen Würde sagen.
Andere christliche Persönlichkeiten, so wie der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams und der Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, verbergen ihren grundsätzlichen Antisemitismus gar nicht erst, wenn sie Juden (und sogar auch den Christen) die Schuld dafür geben, dass ihre Schäfchen unter der muslimischen Herrschaft leiden. Was man aus dem Brief nicht herauslesen kann, ist die Realität des Lebens in den meisten Gebieten der Palästinensischen Autonomie.

"Das ganze Gerede darüber, dass Israel hinter der Qual der Christen in den palästinensischen Gebieten stecke, ist völliger Quatsch", sagte ein christlicher Politiker, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. "Die Muslime schüchtern ein. Sie zünden unsere Geschäfte an, stehlen unsere Grundstücke. Sie bauen ihre Moscheen direkt neben unseren Kirchen und sorgen dann dafür, dass ihre lauten Gebetsrufe unsere Gottesdienste stören.
Sie greifen unsere Töchter an und beleidigen sie. Es gibt so viele Fälle von Vergewaltigung, die nie angezeigt worden sind. Die Familien verstecken die Sache aus Scham und ziehen dann weg. Sie fliehen."

2013 haben einige Familien aus Bethlehem und Ramallah schließlich einen Brief an den Präsidenten, Mahmoud Abbas, geschrieben. Mehr als 150 Angriffe auf christlichen Besitz sind dokumentiert und gemeldet worden, einschließlich Landdiebstahl, Zwangsbekehrungen, Todesdrohungen und physische Gewalt.

Weil aber unter Dhimmi-Gesetz Nichtmuslime, die unter muslimischer Herrschaft leben, nicht gegen Muslime aussagen dürfen, ist es geradezu unmöglich für Christen, deren Land gestohlen wurde oder deren Leben bedroht wurde, vor dem örtlichen Rechtssystem zu klagen. Viele, die es gewagt hatten, Beschwerde einzureichen, warten immer noch auf eine Antwort von den Behörden.
In der Zwischenzeit hört die christliche Bevölkerung innerhalb Israels nicht auf, anzusteigen und hat ungefähr die Zahl von 140.000 erreicht.


Es gibt einen orthodoxen Priester, Pater Gabriel Nadav, der kürzlich eine Organisation gegründet hat, die Registrierung von Christen in die israelische Armee (IDF) fördert. Die Zahlen sind von den Verteidigungskräften in Israel noch nicht veröffentlicht worden, aber hunderte Christen, die sich gemeldet haben, haben die Kampfverbände gewählt.

Eine israelische arabische Filmemachterin, Suha Arraf, hat neulich auf dem Filmfestival in Venedig ihr neuestes Werk präsentiert und bekam sehr viel Aufmerksamkeit für den Film "Palestinian", nachdem sie nahezu 400.000 US Dollar vom Israel Film Fund erhalten hatte. Der Film beschreibt angeblich das Leben einer christlichen Familie in Ramallah, die unter einer Identitätskrise leidet ... aufgrund der israelischen Besatzung.

Aber Suha Arraf ist nicht Palästinenserin, sie ist eine israelische christliche Araberin. Natürlich hat das israelische Kultusministerium, da es sich hier betrogen sah, den Preis zurückverlangt - denn der Sinn des Israel Film Funds ist, sich an Produktionen zu beteiligen, die eine eindeutige israelische Identität tragen.
Auf die diesbezügliche Frage der israelischen linksgerichteten Zeitung Haaretz in einem Interview mit der Filmemacherin, antwortete diese, sie sei Israelin, Christin und Araberin aber sie fühle sich als "Palästinenserin", wie die meisten Araber es tun würden, die in Israel leben.

Was Suha Arraf da in einer mehr oder weniger romantisierten Art beschreibt, würde wesentlich schrecklicher sein, wenn sie sich nur an die Fakten gehalten hätte und nicht die politisch korrekte Umschreibung wählte, indem sie die Araber in den Gebieten als die "unter der Besatzung leidenden" beschrieben hat.

Sicherlich gibt es eine Verbindung zwischen der Art, wie Christen in Israel trotz muslimischer und antisemitischer Propaganda behandelt werden und dieser zunehmenden Entschlossenheit, die Religion ihrer Wahl frei ausleben zu können: als christliche Israelis. Ganz bestimmt nicht als Palästinenser.

Tut mir leid, ihr, die ihr denkt, alle Araber in der PA würden unter "der Besatzung leiden". Ihr liegt alle falsch. 


   Pierre Rehov ist Reporter und Dokumentar Filmemacher. Er schuf zwei
   Filme  über die Situation der Christen im Nahen Osten: "Heiliges Land:
   Christen in Gefahr" und "Erst kommt Samstag, dann kommt Sonntag". 
 
GATESTONE

15.10.14

Christen in Gaza

Im Gazastreifen sind die Christen eine verschwindend kleine Minderheit; die meisten von ihnen leben in Gaza-Stadt. Es sind nur ca. 1335 Christen übrig geblieben. Die meisten von ihnen gehören zur griechischorthodoxen Kirche, 150 sind Katholiken, und die wiedergeborenen Christen sind etwa 70 – einige davon gehören zur Baptisten-Gemeinde. Es gibt über 30 Gläubige aus Gaza, die aus ganz verschiedenem Hintergrund gläubig wurden.


Noch vor ein paar Jahren hatte die Baptisten-Gemeinde rund 200 Mitglieder. Viele sind aber weggezogen, nachdem 2007 der Leiter der Bibelgesellschaft von islamistischen Militanten ermordet wurde. Anderen hat die Hamas-Regierung „geraten“, Gaza zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen. 

Es läuft eine anhaltende Kampagne, um die christlichen Familien und Einzelne zum Islam zu bekehren. Muslime benutzen Verse aus dem Koran, in denen Christen als Ungläubige beschrieben werden. In den letzten 15 Jahren sind manche infolge heftiger Bedrohungen tatsächlich zum Islam übergetreten. 

Etliche Gemeindeglieder wurden zu Gewaltopfern, während sich palästinensische Fraktionen bekriegt haben, und zwei wurden im letzten Krieg getötet.

Der Lebensstandard der Christen ist ähnlich wie der vom Rest der Gaza-Bevölkerung – einige sind arm, Arbeiter, Gebildete, Händler, Ärzte, Ingenieure usw. Nach dem letzten Konflikt überlegen sich viele Christen ernsthaft, Wege zu finden, um ins Westjordanland oder in die USA
oder in europäische Länder zu ziehen. Die meisten Christen, die in Gaza leben, sind gegen den Krieg.
 

Ismail Haniyya, früherer Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete Hamas-Anführer, Chalid Maschal, politischer Führer der Hamas, lebt luxuriös im Gastgeberland Katar.

Aus Maoz

28.9.14

Israel ist der einzige Ort, wo Christen sicher sind!

Der griechisch-orthodoxe Priester Pater Gabriel Nadaf, Leiter der Aramäischen Christlichen Minderheit in Israel, sprach am 23. September 2014 vor dem UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) und zeigte dabei seine klare Unterstützung für den jüdischen Staat. 

Obwohl er vor einem Organ stand das in der Vergangenheit Israel immer wieder verurteilt hat - kürzlich berief es ein einseitiges Komitee zur Erforschung von "Kriegsverbrechen" Israels in Gaza und lobte die Menschenrechts-"Errungenschaften" des Hamas und IS unterstützenden Landes Katar - sprach Nadaf selbstsicher, rief die Welt auf, auf der Seite Israels gegen den Terror zu stehen.


"In den letzten zehn Jahren wurden überall im Nahen Osten jedes Jahr 100.000 Christen ermordet. Das bedeutet, dass alle fünf Minuten ein Christ wegen seines Glaubens getötet wird", berichtete Nadaf. "Die, die der Verfolgung muslimischer Extremisten entkommen können, sind geflohen... die, die bleiben, leben als zweite-, wenn nicht gar dritte-Klasse Bürger unter ihren muslimischen Herrschern.

Nadaf fuhr fort: "im Nahen Osten gibt es heute nur ein Land, wo Christen nicht nur nicht verfolgt werden, sondern ihnen von Herzen Redefreiheit, Freiheit, ihren Gottesdienst zu begehen und Sicherheit gewährt werden ... das ist Israel, der jüdische Staat. Israel ist der einzige Ort, wo Christen im Nahen Osten sicher sind."

Nadaf rief bei seiner Rede nach der Podiumsdiskussion über die "Menschenrechtssituation in Palästina und anderen besetzten arabischen Gebieten", "es ist Zeit, das die Welt die Tatsachen wahrnehme, dass die, die den israelischen Staat zerstören wollen, das Todesurteil für die letzten freien Christen im Heiligen Land bedeuten."
"Führer der Völker, Friedenssucher, beendet eure Hexenjagd nach dem einzigen freien Land in der Region", sagte Nadaf und warf damit der UNHRC den Fehdehandschuh hin.

Pater Nadaf, ein Eingeborener Nazareths, der der Griechisch Orthodoxen Kirche in Yafia, nahe seiner Heimatstadt, vorsteht, hat sich - trotz starken Widerstandes der offiziellen Griechisch Orthodoxen Kirche und arabischen Knessetmitgliedern -  für eine intensive Verbindung zu Israel und einem Armeedienst für christliche Bürger eingesetzt.
Die Opposition gegen ihn ist so stark, dass das Griechisch Orthodoxe Patriarchat ihn aus der Verkündigungsbasilika in Nazareth verbannt hat und wiederholt droht ihn von seinem Posten in Yafia zu entlassen.  

Auch arabische Knessetmitglieder haben ihn verurteilt, indem sie ihn "Agent des Zionismus, der die Araber spalten will" nennen. Nadaf bekannte auch, dass ihm mit Gewalt und sogar dem Tod gedroht wurde, aber er besteht darauf, eine beträchtlichen Anteil der christlichen Gemeinschaft in Israel zu vertreten.

"Wir fühlen uns im israelischen Staat sicher", sagt Nadaf, "und wir sehen uns als Bürger eines Landes mit allen dazugehörigen Rechten und auch Pflichten."
Pater Nadafs Reise nach Genf wurde von "The Face of Israel" einer privaten Organisation, die Israel international fördert, arrangiert.23.9.2014
Virtual Jerusalem

19.9.14

Eine neue Nationalität

Israel erkennt die Aramäer als eine eigenständige nationale Bevölkerungsgruppe an. Bisher wurden diese als Araber geführt.

Eine entsprechende Anordnung hatte Innenminister Gideon Sa‘ar am Dienstag unterzeichnet – als eine seiner letzten Amtshandlungen. Am Mittwoch gab er seinen Rücktritt bekannt.

Von der Entscheidung sind fast 200 christliche Familien betroffen. Sie können nun wählen, ob sie sich als Araber oder als Aramäer registrieren lassen möchten.

In den vergangenen Jahren hatten immer wieder zahlreiche Christen beim Innenministerium eine Registrierung als „Aramäer“ beantragt. Drei Expertengutachten kamen schließlich zu dem Schluss, dass die Aramäer die Bedingungen für eine offizielle Anerkennung als Nationalität erfüllten: Sie haben eine gemeinsame Kultur, Religion und Sprache, ein historisches Erbe sowie eine gemeinsame Herkunft.

Die Christlich-Aramäische Vereinigung sprach von einer „gerechten und rechtzeitigen Entscheidung“, die etwas richtig stelle, was lange falsch lief. Sie kündigte an, Israel werde davon einen großen Nutzen haben.

Laut dem israelischen Nachrichtensender „i24News“ leben in Israel etwa 120.000 arabische Christen. Sie machen rund 9 Prozent der arabischen Bevölkerung aus, die sich auf 1,5 Millionen beläuft. Viele dieser Christen sähen sich als Aramäer und nicht als Araber. 

Die Flagge der Aramäer

Knessetmitglied Jariv Levin kündigte weitere Maßnahmen an, um zwischen christlichen und muslimischen Bürgern Israels zu unterscheiden. Dies soll die Integration der christlichen Bevölkerung in die israelische Gesellschaft fördern. Christen sollen zudem ermutigt werden, in der Armee zu dienen. 

Levin hatte sich besonders für die Anerkennung der Aramäer eingesetzt. Bereits im Februar war ein von ihm eingebrachter Gesetzesvorschlag angenommen worden, der die christlichen Araber stärkt und diese als eine separate Minderheitsgruppe betrachtet. Muslimische Araber hatten dies scharf kritisiert.
Die Anerkennung der Aramäer führte ebenso zu heftiger Kritik der Muslime. Knessetmitglied Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) sprach von einem Versuch, die arabische Minderheit in Israel zu spalten. „Die Christen sind ein authentischer Teil der nationalen arabisch-palästinensischen Minderheit in Israel, und keine rechte politische Entscheidung wird diese Tatsache ändern.“
Levin verteidigte die Entscheidung. Er betonte: „Wenn ich ihnen erlaube, sich separat zu registrieren, dann zwinge ich sie zu nichts, sondern gebe ihnen vielmehr die Möglichkeit, zu sein, wer sie sein möchten.“

israelnetz.com

19.8.14

Messianische Gläubige wehren sich gegen palästinensisch – christliches Video

Der folgende Text ist eine Antwort auf ein Video des „Bethlehem Bible College“, in dem Christen in Bethlehem ihre Meinung zum Konflikt in Gaza vor der Kamera ausdrücken.
Traurig für mich ist, dass sich die Einstellung und theologischen Interpretationen, und damit die Haltungen zum Staat Israel von Bshara im Laufe der Jahre - offensichtlich unter dem Druck des zunehmenden Islam im Ort - so sehr gewandelt haben. Denn Bshara Awwad kenne ich aus meinen Jahren in Bethlehem/Beit Jala noch gut. Damals wollte er nichts weiter als in gutem Glauben das Evangelium verbreiten. Jetzt macht er wie andere Kirchenführer politische Propaganda und hetzt gegen Israel.

Bishara Awad (Foto), Gründer und ehemaliger Präsident des „Bethlehem Bible College“, eröffnet das Video mit einer emotionalen Ankündigung: „Es gibt eine Kirche des Jesus Christus hier in diesem Land und es ist die palästinensische Kirche.“ Daraufhin warnt er die Zuschauer, dass „diese Kirche aus diesem Teil der Welt verschwinden wird“, wenn ihr nicht geholfen wird.
Die Kommentare von Awad legen die theologische Basis für die hochpolitische Aussage des kurzen Videoclips. Nach Aussage Awads hat nur die palästinensische Kirche das Recht die Unterstützung der Christen zu bekommen, da nur sie die „Kirche des Jesus Christus“ im Lande ist. Mit diesem Satz hat Awad die Gemeinde des Messias als „Judenrein“ erklärt, während gleichzeitig die Hamas ihren Willen ausdrückt „Palästina“ von allen Juden zu säubern. Awad und Hamas haben eine gemeinsame Theologie, die „Ersatztheologie“: Palästinenser ersetzen die Juden, ob im spirituellen, oder im nationalen Sinne.

Da Awad die Gemeinde der messianischen Juden (zwischen 10.000 – 15.000 Mitglieder) aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen hat, lässt er die Lüge fortbestehen, dass der israelisch – arabische Konflikt „ein Krieg der Juden gegen Christen“ ist, weswegen Christen weltweit für ihre Bedrückten palästinensischen Glaubensgenossen intervenieren müssten. Allerdings sind weniger als zwei Prozent der palästinensisch arabischen Bevölkerung offiziell Christen (die meisten sind römisch katholisch und griechisch orthodox). Die große Mehrheit sind Muslime, von denen viele terroristische Organisationen wie die Hamas unterstützen. 

Deswegen ist es nicht überraschend wenn ein Befragter im Video sagt, „Wir leben schon 65 Jahre unter israelischer Besatzung“, also seit der Errichtung des jüdischen Staats im Jahre 1948. Für die Produzenten des Videos kann die Befreiung von der „Besatzung“ nur durch die Zerstörung Israels kommen, also indem die „Nakba“ rückgängig gemacht wird, die Katastrophe, die über die Feinde Israels kam als sie versuchten den neu entstandenen jüdischen Staat bei seiner Geburt zu vernichten.

Anstatt christliche Inhalte zu senden, hat sich die BBC vor den islamistischen Wagen spannen lassen und sich zum „christlichen Sprecher“ einer Bewegung gemacht, die in ihrem Kern eine antichristliche und antisemitische Dschihad Bewegung ist. obwohl Awad mit einer Bitte um Hilfe ... Gebete ... Liebe für die Kirche beginnt, hat sein wahres Ziel nichts mit diesen erhabenen spirituellen Prinzipien zu tun. Stattdessen ist der immer wiederkehrende Refrain im Video zu hören „Druck in den USA auszuüben“, „Die Regierung zu beeinflussen“ und „Abgeordnete, Senatoren und den Präsidenten einzuschalten“.


Das „Bethlehem Bible College“ (Bild) gibt an, eine Kraft für „Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung“ zu sein, im Dienste des „Königreichs Gottes“. Es versucht messianische Juden in ihre Bewegung zu rekrutieren, indem man behauptet „pro palästinensisch und pro Israel“ zu sein. Solche Behauptungen verlieren jedoch in Anbetracht dieses Videos ihre Glaubwürdigkeit, wenn Zitate gefilmt werden wie: „Das Leid wird noch verschlimmert und auf das israelische Land übergehen, wenn sie (die Israelis) so weitermachen ... Das ist kein Krieg, das ist Völkermord“.

Sogar Kinder werden für die Propaganda ausgenutzt und wiederholen die gleichen Texte, die Sprecher der Hamas jeden Tag vor westlichen Medien wiedergeben: „Genug der Unterstützung Israels! Diese Unterstützung zerstört Gaza. Es werden illegale Bomben eingesetzt, die Krankenhäuser, Schulen und Bunker zerstören und damit die die Bevölkerung Gazas.“
Wenn das das Evangelium des Bible College ist, ist es ein „anderes Evangelium“ (Galater 1:6), nicht würdig Dem, in Dessen Dienst es vorgibt zu dienen. 


israelheute

15.8.14

Israelisch-arabische Christen gehen in Haifa zu einem ungewöhnlichen Protest auf die Straße

5. August 2014

Vorwort von Robert Spencer:
"Das ist eine überaus positive Entwicklung. Obwohl Juden und Christen unter islamischem Recht dasselbe Schicksal teilen – Unterwerfung als Dhimmis und Verweigerung von Grundrechten – haben die unglückliche Geschichte des christlichen Antisemitismus und die beinahe universale Realität des islamischen Jihad unter zahllosen weiteren Faktoren die Formierung jeglicher groß angelegter Bemühungen zur Zusammenarbeit verhindert. Die arabische nationalistische Bewegung, die heute fast im Sterben liegt, aber vor nur wenigen Jahren die dominierende Ideologie des Nahen Ostens war, vereinnahmte auch die Arabisch sprechenden Christen beim Nachplappern der islamisch-herrenmenschlichen Agenda über eine „gemeinsame arabische Identität“. Freiheit Liebende mögen hoffen, dass die üble Idee, der Aggressor und die Unterdrückten hätten gemeinsame Interessen, für immer der Mülltonne der Geschichte übergeben wird und dass Demonstrationen wie diese der Anfang von viel mehr jüdisch-christlicher Zusammenarbeit zur Verteidigung der Freiheit sein werden."
 
Eine Gruppe israelisch-arabischer Christen marschierte gestern Abend in Haifa gegen die Verfolgung von christlichen Arabern in der Welt, gegen radikal-islamistische islamische Organisationen wie der Hamas und zugunsten der Militäroperation Israels. Lissy Kaufmann von TFV1 war dort.

Eine Gruppe Araber versammelte sich Sonntagabend auf dem UNESCO-Platz in Haifa und schwenkte israelische Flaggen. Moment – Araber? Nun, die Sprache, die zumeist zu hören war, war in der Tat Arabisch. Doch wenn man fragte, wer sie waren, sagten die Protestierenden etwas völlig anderes:

Ich bin kein Araber, denn ich bin Christ und ich glaube nicht, dass man gleichzeitig Araber und Christ sein kann. Araber sind meiner Meinung nach Muslime. Sie sorgten dafür, dass wir vergaßen, wer wir waren, unsere Identität vergaßen. Ich bin Israeli, ich bin Christ und das ist alles.

Ich bin Israeli, ich bin Christ und ich bin Israeli, also unterstütze ich Israel. Ich lebe hier in Israel und dies ist mein Land.

Ja, ja, ich bin Christ und Israeli und stolz darauf. Nein, überhaupt nicht, du beleidigst mich gerade, denn ich betrachte mich als … Ich spüre, dass ich in zwei Monaten zur Armee gehen werde. Und ich bin die Sorte Mensch, die alles für den eigenen Staat tut – das ist alles.

 
Die Menschen, die auf dem UNESCO-Platz in Haifa zusammenkamen, sind christliche Israelis. Sie schwenkten nicht nur israelische Flaggen, sondern auch die gelb-weiße Flagge des Vatikan. Sie haben sich von der arabischen Bevölkerung und deren Protesten gegen den Krieg in den letzten Wochen distanziert. Diese rund 100 Menschen protestierten gegen die Verfolgung von Christen im Nahen Osten, so in Syrien und im Irak. Einige von ihnen hielten Transparente, die fragten, warum die UNO und der Westen die Augen davor verschließen.
Der Protest richtete sich auch gegen die Hamas. Shadi Khalloul kann erklären warum. Er ist der Sprecher des Forum für die Rekrutierung von Christen, das versucht mehr Christen davon zu überzeugen in der IDF zu dienen. Er war auch einer der Organisatoren des Protests.

Du kannst nicht nur für Christen im Irak und Syrien protestieren und ignorieren, was dir hier, in unserem Land geschieht. Du kannst sehen, wo wir im Krieg waren. Würden wir das ignorieren, die getöteten Soldaten, die getöteten Zivilisten, die vom selben Terror umgebracht wurden, dann würden wir nicht den gerechten Weg gehen, dass wir daran glauben, dass Terror derselbe Terror ist, der dieselben Menschen tötet, dass die Hamas dieselbe Ideologie hat wie al-Qaida, wie Hisbollah und sie akzeptieren niemanden, der anders ist als sie.

Die religiöse Unterstützung kam von Vater Gabriel Nadav, einem Priester aus Nazareth, der auch zusammen mit der Menge betete. Vater Nadav kann nicht mehr ohne Leibwächter aus dem Haus gehen. Viele Menschen, einschließlich solcher aus seiner Heimatstadt Nazareth, opponieren vehement gegen seine Meinung, Christen seien keine Araber, dass sie der jüdischen Religion näher stehen und dass es gut für sie ist in der IDF zu dienen.

Eine der jungen Christinnen, der bald in die Armee gehen wird, ist die 17-jährige Jennifer, die mit der israelischen Flagge vorbeifahrenden Autos zuwinkt und „Hamas weg“ ruft. Ein großes christliches Kreuz hängt an ihrer Halskette. Von allen Ländern des Nahen Ostens kann sie nur in Israel leben wie sie es will, nur hier wird ihr freie Religionsausübung garantiert und das ist ein Grund dankbar zu sein, sagt sie:

Es ist sehr wichtig, denn wir sind hier Christen, wir sind hier sicher. Ich sterbe hier nicht, sie töten mich nicht und das Dank Israel.

Es waren auch jüdische Israelis bei dem christlichen Prozess anwesend. Shadi Khalloul rief den jungen Leuten des Likud, die seinen Überzeugungen am nächsten zu stehen scheinen, zu, sie sollten sich ihm und seinen Leuten anschließen. Der 27-jährige Gal, ein Student aus Haifa, ist einer der Juden, die teilnahmen. Er glaubt, dass Israel sich demselben Problem des islamischen Fundamentalismus gegenüber sieht wie der Irak.

Wir kamen hierher, um Solidarität mit den Christen zu zeigen, die gegen das ethnische Schlachten im Irak demonstrieren, das von der Organisation ISIS begangen wird. Wir glauben, das ist dort dasselbe wie hier.

Juden und Christen, die gemeinsam für den Staat Israel und zugunsten des andauernden Krieges demonstrieren, das fühlt sich wie eine Revolution an. Viele Christen, sagt Shadi, denken so. Doch sie haben Angst sich gegen die arabisch-muslimische Bevölkerung zu äußern. 

Shadi weiß, dass seine Gruppe immer noch eine Minderheit ist und dass viele aus der arabischen Gemeinschaft seine Arbeit nicht schätzen. Das ist einer der Gründe, dass er eine Waffe trägt. Er sagt, dass er sie trägt seit er vor 16 Jahren aus der Armee ausschied, weil viele Menschen seine Entscheidung nicht mochten freiwillig in der IDF zu dienen. 

Doch die christliche Gemeinschaft wird nicht nur von Muslimen angegriffen, sondern auch von Juden. Vor ein paar Monaten wurde Shadis Dorf Gush Haav von radikalen, rechtsgerichteten Juden angegriffen, die auch das Haus seiner Familie besprühten. Doch selbst das lässt ihn seine Meinung nicht ändern:

Sie repräsentieren nicht die gesamte jüdische Bevölkerung, die meisten unterstützen uns und die Regierung repräsentiert die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung für die Christen in Israel und erlässt viele Gesetze zum Schutz der Bevölkerung, um ihnen mehr Rechte und Freiheiten im Staat zu geben.

Lissy Kaufmann für TLV1.

übersetzt von heplev

30.7.14

Inzwischen ist klar: Christen werden von Muslimen aus Bethlehem gedrängt

Es ist ja bekannt, wie Israel Hasser gerne behaupten, dass die Besatzung durch Israel der Grund dafür ist, dass die Christen gezwungen sind aus Bethlehem auszuwandern, ohne zu erklären, warum ständig mehr Muslime nach Bethlehem ziehen.

aus Standpoint

Obwohl Bethlehem immer noch die beliebteste christliche Stadt in der West Bank ist, schrumpft seine christliche Bevölkerung, wie in der West Bank generell, dramatisch.

Vor nur 50 Jahren stellten die Christen 70 Prozent von Bethlehems Bevölkerung. Heute nur noch 15 Prozent! Es gibt ungefähr 38.000 Christen in der Westbank, was 2 Prozent der Gesamtbevölkerung sind.

"Wir waren einmal viele. Jetzt sind nur noch so wenige übrig. Jeder versucht, weg zu gehen," sagt Samir, ein anderer Verkäufer im benachbarten Laden, wo es orthodoxe Gegenstände zu kaufen gibt. Weil er jedoch Angst vor den Folgen hat, die es wegen seiner Kritik haben könnte, lehnt er es ab, mit seinem richtigen Namen zitiert zu werden. 
"Meine Mutter geht nachts nicht gerne auf die Straße, weil sie kein Kopftuch trägt und manchmal Leute ihr grobe Bemerkungen hinterherrufen," sagt er mir. 
Letzten Dezember, während der Weihnachtsfeierlichkeiten, haben sich junge Frauen, die mit ihren Eltern und Familien aus London zu Besuch gekommen waren und auf dem Krippenplatz standen, um die festlichen Darbietungen anzuschauen, beschwert, von einer Gruppe junger Männer belästigt worden zu sein. Die Jugendlichen hörten nicht auf, bis eine ortsansässige Frau sich dazu stellte und den Männern Einhalt gebot.

Jeder stimmt zu, dass wirtschaftliche harte Umstände und die niedrige Geburtenrate die Hauptursachen für den Rückgang sind. Aber seit den letzten Jahren beklagen die Christen Bethlehems auch ein zunehmendes Klima von Einschüchterungen von islamischen Extremisten. 

Straßenbild in Bethlehems Hauptstraße

"Wir können der Nation freudig verkünden, dass mit der Gnade Gottes die Ideologie des globalen Jihad einen Halt in der West Bank erreicht hat, nachdem jederman versucht hat, den hier gepflanzten Samen zu unterdrücken," hieß es in der Botschaft der "Mudschahedin Schura Counsil", eine mit Al-Kaida verbundene Gruppe, mit der es letzten Dezember seine Anwesenheit in der West Bank erklärte. Drei seiner Mitglieder wurden vom israelischen Innen-Geheimdienst getötet, nachdem herauskam, dass sie einen Terroranschlag geplant hatten.

Mitglieder der "Salafi-Bewegung", eine ultrakonservative Strömung innerhalb des sunnitischen Zweiges des Islam, haben sich im letzten Jahrzehnt im Gazastreifen niedergelassen, aber in den letzten Monaten haben sie ihre Aktivitäten auch auf die West Bank ausgedehnt. Obwohl die meisten Salafisten nicht gewalttätig sind, haben doch die extremistischen Randgruppen starke dschihadistische Elemente von der Al-Kaida Ideologie übernommen, wie man sie in Gaza, Syrien und dem Sinai in den letzten Jahren beobachten konnte. Das festgesetzte Ziel dieser Extremisten ist es, das islamische Kaliphat zu errichten - und Christen, Juden und andere werden als Ungläubige betrachtet.

In Bethlehem berichten die Bewohner von einem zunehmend feindschaftlichen Klima zwischen den Glaubensrichtungen. Wenige Wochen vor dem Besuch des Papstes in Bethlehem, verteilten missionierende Gruppen von Muslimen vor dem Eingang der Geburtskirche Ausgaben des Koran in verschiedenen Sprachen und drängten die Leute zu Allah zu beten, anstatt in die Kirche zu gehen. "Das war beleidigend. Ich habe das Gefühl, nicht mehr in einem christlichen Ort zu leben," sagt Samir und fügt an, dass solche Dinge immer öfter passieren.


Bethlehems Geburtskirche

Tage nach diesem Ereignis vor der Geburtskirche, erzählt Samir, bei dem Fest des Heiligen St. Georg, in einer anderen Kirche außerhalb von Bethlehem, brach ein hitziges Handgemenge zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen aus. Steine flogen und ein Video des Vorgangs zeigt Menschen die in Angst davon laufen. Samir sagt, das Ereignis war schrecklich. "Sie werden uns aus unserem eigenen Land werfen." 

aus THE ELDER oF Ziyon

17.7.14

Arabisches Viertel: Christen werden verdrängt

In den vergangenen Wochen war der Jerusalemer Vorort Shuafat einer der schlimmsten Schauplätze der Gewalt auf den Straßen, die die Stadt in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. 

Die Situation eskalierte nur 24 Stunden, nachdem die einzig bedeutsame christliche Präsenz in der Nachbarschaft gezwungen worden war, das Viertel zu verlassen.
Zum Gewaltausbruch in Shuafat kam es vor zwei Wochen, nachdem jüdische Extremisten einen jungen arabischen Jugendlichen aus dieser Gegend entführten und ermordeten. Arabische Jugendliche aus Shuafat und anderen Vierteln gingen daraufhin auf die Straße und forderten Rache.

Diese kriegsähnliche Szenerie brach ca. einen Tag, nachdem die Calvary Church aus Shuafat wegziehen musste, aus. Pastor Steven Khoury zu Israel Heute: „Es ist dort seither nicht mehr so, wie es einmal war.“
Calvary Church ist eine örtliche Gemeinde der „Holy Land Missions“ von Pastor Khoury. Der Dienst richtet sich darauf aus, palästinensische Araber zum Glauben an Jeschua zu bringen. 

Wir berichteten im letzten Jahr, dass die Gemeinde nicht nur regelmäßig von Brandanschlägen betroffen war, sondern auch in temporären Unterkünften arbeiten musste. Immer mehr Vermieter scheuten sich, den Christen Räumlichkeiten zu vermieten. 

Anfang des Monats stieg der Druck derart, dass die Gemeinde ihre Sachen packen und umziehen musste, wie Khoury im folgenden Video erklärt. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können.
Im Video erklärt Khoury den Umzug und den plötzlichen Ausbruch der Gewalt, als er von einem jungen Araber angesprochen wird, der wissen will, wen er vor sich hat. Behutsam erklärt Khoury dem Jungen, dass er ein Christ sei und „mit einer Botschaft der Vergebung“ komme. Der Araber geht darauf nicht ein. “Es gibt keine Vergebung (für die Juden)”, behauptet er.

Es steht eindeutig fest, dass Shuafat, mehr als die meisten Orte im Land, dringend eine starke christliche Präsenz brauchen. Khoury hofft, dass seine Gemeinde eines Tages wieder zurückkehren kann. 


israelheute

12.7.14

Messianische Juden, Arabische Christen treffen sich in Zeiten von Gewalt und Wut

"Mit Arabern tanzen? Mit ihnen lachen? Das sind doch Leute, die ich mein Leben lang gehasst habe!" sagt Chava, ein messianisch-jüdisches Mädchen, die in einer jüdisch orthodoxen Familie in Israel aufgewachsen ist. Chava nahm an einer dreitägigen Zusammenkunft teil, wo sie in Haifa mit geschätzten 1000 messianische jüdischen und arabisch-christlichen Jugendlichen und Erwachsenen zusammentraf.

In einer Zeit, wo mörderische Entführungen, gewaltätige Ausschreitungen und ein sich entwickelnder Krieg in Gaza die Spannungen zum Überkochen bringen, kamen diese jungen Leute noch ganz aufgewühlt in heftigen Emontionen von dem arabisch-israelischen Konflikt bei der Konferenz an.
"Diese jungen Leute tragen innerlich Verletzungen wegen der vergangenen Gewalt hier in Israel", sagt Rick Ridings, der Organisator der jährlichen Elav Konferenz. "Vielen von ihnen dachten, dass sie mit den Gefühlen zurechtkommen, aber wegen der Entführungen und Tötungen sind sie voller Schmerz, auf beiden Seiten."

Für Chava, die in einem jüdisch-orthodoxen Ghetto aufgewachsen ist, war es neu, in so engen Quartieren mit Arabern zusammen zu sein. "Ich bin immer mit meiner Familie zur Klagemauer gegangen und dann haben wir gebetet, dass den Arabern Schlimmes wiederfährt", erinnert sie sich. "Wir sehen die Araber als schlechte Menschen an. Aber als ich sie jetzt zu Gott beten sah und sie in hebräisch und dann in arabisch Gott loben sah, hat Gott mein Herz berührt. Sie sind die verlorenen Brüder und Schwestern, die ich schon immer gesucht habe", sagt sie.

Ridings, der diese Treffen seit 2007 organisiert, war sich nicht mal sicher, ob die jungen Araber und Juden in solch angespannten Zeiten zusammen sein wollten. "Ich wusste nicht, ob die palästinensischen Araber überhaupt kommen konnten - oder wollten," sagt er. "Aber auf wundersame Weise, mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, konnten etwa 50 palästinensische Gläubige kommen."


"Das waren die bedeutsamsten Zeiten, die ich hier bei der Konferenz erlebt habe," erzählt Ridings israel today. "Vielleicht hat die Situation die jungen Leute erst dazu gebracht, über das, was normalerweise Probleme bereitet, hinwegzukommen. Das war alles echt, kein gekünsteltes Programm."

Für viele der jungen Gläubigen war es das erste Mal, dass sie so eine tiefgreifende Begegnung mit der "anderen Seite" hatten. Als dann ein arabischer Christ, der in Gaza aufgewachsen war und ein junger messianischer Israeli mit einander ihre Erfahrungen mit Gott austauschten, war das eine Hilfe für die anderen, sich zu öffnen und über das zu sprechen, was sie wirklich empfinden, ganz ehrlich den andern mitzuteilen, was in der Armee erlebt hatten oder mit Freunden, die von Terroristen getötet worden waren.

"Als ich die Füße meiner arabischen Schwester wusch, konnte ich um Vergebung bitten für die Weise, wie meine Familie und mein Volk die Araber sehen", sagt Chava. "Sie dann zu hören, dass sie mir vergibt und dass sie mich liebt, war so heilsam. Das war die Liebe Jeshuahs, nichts anderes. Ich hatte noch nie eine arabische Freundin. Jetzt bin ich im täglichen Kontakt mit meinen Schwestern aus Ramallah, Jordanien und dem Libanon," lächelt sie.
"Nachdem ich meine Geschichte erzählt hatte," erzählt Chava weiter, "kam ein arabisches Mädchen auf mich zu und sagte mir, dass sie religiöse Juden hasste, wo immer sie welche sah. Auch sie hatte zum ersten Mal Kontakt mit jemanden mit einem orthodox-religiösen Hintergrund. Sie stürmte auf mich zu, bat um Vergebung und bat mich für sie zu beten, dass sie Liebe für mein Volk empfinden konnte."

Ridings erklärt, was die Vision solcher Treffen ist: "ein sicheres Umfeld für jüdische, arabische und palästinensische Jugendliche zu schaffen, wo sie persönliche Begegnungen mit dem Herrn haben können, Ihm in Anbetung und Lobpreis dienen können, wo sie in Einheit wachsen und angeregt werden im Reich Gottes zu dienen auf allen Ebenen der Gesellschaft."

Am letzten Abend der Konferenz, erzählte ein junger messianischer Jude allen von seinen Erfahrungen als er drei Monate in Syrien verbrachte, um Kriegsflüchtlingen zu helfen. Das Treffen endete mit einem Aufruf für die jungen Leute, hinzugehen und das kraftvolle Zeugnis weiterzugeben, was Jeshua für unsere zerrissene Welt tun kann.

Rick Ridings ist der Gründer und Leiter von "Sukkat Hallel" einer 24-Stunden Gebetsbewegung in Jerusalem. 
Die jährliche Elav Konferenz fand dieses Jahr Anfang Juli 2014 statt.
Rick Ridings predigt

10.07.204
von David Lazarus israel today

25.5.14

Arabische Christen kämpfen für freie Entscheidung

Bedrängte Verbündete


Arabische Christen, die in Israels Armee Wehrdienst leisten, werden von anderen Arabern angefeindet und als Verräter beschimpft. Am Wochenende erhalten sie Unterstützung: Der Papst kommt ins Heilige Land. 


Hans-Christian Rößler schreibt von dem Dilemma in dem die arabischen Christen in Israel, die Minderheit innerhalb der Minderheit, wirklich sind. Sie kämpfen jetzt darum, sich selber entscheiden zu können, ob sie in der Armee ihres Landes dienen oder nicht. Sie wollen sich nicht von den muslimischen Mitbürgern bevormunden und auch nicht einschüchtern lassen. Wie massiv das aber von Seiten der muslimischen Bevölkerung geschieht, bestätigt auch dieser Bericht.

Dass sie, wenn sie in die israelische Armee eintreten, später einmal gegen ihr arabischen Brüder - innerhalb Israels, in der Westbank oder auch in angrenzenden arabischen Ländern -  kämpfen könnten, muss ihnen bewusst sein. 
Es zeigt sich für sie jedoch mehr und mehr, dass ihre muslimischen Zeitgenossen nicht ihre Brüder, sondern sich schon jetzt als Feinde erweisen, wenn sie sie unter Druck setzen, anfeinden und verfolgen, nur weil sie dienen wollen.

Bedrängte Verbündete


16.5.14

O Bethlehem, du kleine Stadt – wo sind alle deine Christen?

Unbekannte Tatsachen palästinensischer Christen, die nicht erzählt werden


Inmitten der Unzahl von Geschichten, die von denen erzählt werden, die sich über den palästinensisch-israelischen Konflikt äußern, gibt es auch noch eine Stimme, die komplett untergegangen ist. Es ist die Stimme der verfolgten palästinensischen Christen, die zwischen allen Stühlen sitzen. Ja sicher, da gibt es "Sabeel" und "Kairos" und dergleichen, aber diese setzen sich nicht für alle Christen in den palästinensischen Gebieten ein - genau genommen überhaupt nicht.

Um einen Eindruck dieser aufkommenden Tragödie zu bekommen, muss man nur auf die Statistiken schauen. 1931 hat eine britische Erhebung ergeben, dass die christliche Bevölkerung vom Gebiet Bethlehem bei 81% liegt. In den späten 80er Jahren kurz vor der ersten Intifada war die Bevölkerung der Christen immerhin noch 85%, heute sind nur noch 7% Christen und sie nehmen rapide ab.

"Wir nehmen an, dass es in fünf Jahren keine Christen in Bethlehem mehr geben wird", sagt der Pastor einer evangelikalen Untergrundkirche. Seine Kirche hält Versammlungen aus Sicherheitsgründen im Geheimen ab. In Ramallah, der Hauptstadt, gab es 1931 90% Christen, wogegen diese Stadt jetzt islamisch ist. Kritiker behaupten die Christen seien wegen der israelischen Besatzung geflohen. Man sieht aber bei genauer Betrachtung, dass das nicht ganz stimmt. Die Gesamtbevölkerung der palästinensischen Gebiete nimmt Jahr für Jahr um 2,2% zu.

Bethlehem

Ein junger Palästinenser textete mir neulich und sagte: "Wir wollen nicht unter einer PA-Kontrolle leben, wir wollen unter israelischer Herrschaft leben. Wir wollen, das Israel Bethlehem einnimmt, denn das ist besser für uns Christen." 
Die Fakten sind, das heute Gaza 99,99% islamisch ist. Gaza wird von der Hamas regiert, die von einigen westlichen Regierungen als terroristische Gruppe bezeichnet worden ist; eine Partei, die dem winzigen christlichen Überrest, der sich auf 1.300 Menschen von 1,7 Millionen beziffert, die Sharia aufzwingt!

Die Westbank, oder Judäa und Samaria ist zu 95,2% muslimisch. Wenn man also die Gesamtsituation betrachtet, muss man bedenken, dass die palästinensischen Gebiete im wesentlichen islamische Staaten sind und wie bei den benachbarten Cousins, die ideologisch gleich gestrickt sind, nimmt die Radikalisierung der islamischen Kräfte beständig zu; das wiederum führt zu Verfolgung und Diskriminierung der übrigen Christen. 
Ein anderer unserer Kontakte sprach die selbe Botschaft so aus: "Ich wünschte wirklich, dass Israel Bethlehem einnehmen und die Kontrolle darüber übernehmen würde."
Ich fragte warum und bekam das als Antwort: "Der Islam versucht uns aus dem Land hinaus zu drängen und haben uns getötet. Sie nehmen uns alles."

Einen der erstaunlichsten Kommentare, die ich von vielen Palästinensern hörte, ist, "Israels Besatzung ist unser Schutz." 
Viele Christen der Westbank, die mitbekommen haben, was im Gazastreifen passiert ist, sehen Israel als einzige hindernde Kraft, die den Islam in Schach hält. Sie sehen auch, was in Syrien, Jordanien, Irak und Ägypten geschieht. 
Kürzlich erst, Ende Oktober, habe ich extrem erschreckende Videos aus Syrien von drei Christen bekommen, die vor einer johlenden Menge junger Männer und Jugendlichen öffentlich enthauptet worden waren - nur weil sie Christen waren. Als die Messer durch ihre Kehlen fuhren brüllte ein aufgeheizte Meute "Allah hu akbar", während eine Schar Mobiltelefone diesen Moment für die Nachwelt aufzeichnete.

Nonnen des griechisch-orthodoxen Klosters in Betanien schickten dem Palästinenser Präsidenten Mahmoud Abbas einen Brief, in dem sie ihn inständig baten auf die eskalierenden Attacken auf das christliche Haus zu reagieren, das das Werfen von Steinen, zerbrochene Scheiben, Diebstahl und Plünderungen auf dem Klostergelände beinhaltete. "Jemand will uns hier vertreiben", schrieb Schwester Ibraxia an Abbas, "aber wir werden nicht fliehen." Wie es auch zunehmend bei anderen Klöstern der Fall ist - wie das Kloster aus dem fünften Jahrhundert in der Türkei - hat, nach Angaben von Christen dort, eine muslimische palästinensische Familie das Land des Klosters "eigenmächtig" für sich gefordert!

Das Problem mit Organisationen wie Kairos und Sabeel, die behaupten die Christen zu repräsentieren, ist, dass indem sie die weitgefassten politischen und meistens Anti-israelischen Geschichten unterstützen, sie die Position der muslimischen PA verstärken. Das wird am Ende der Christen Schaden sein, denn, wie man es jetzt schon überall sehen kann, werden am Ende die Radikalen versuchen, die christlichen Institutionen zu vertreiben. Das ist einfach nicht logisch - sie schießen sich selbst ins Bein - und die Geschichte lehrt, dass Apeasement mit Arabern nicht funktioniert, die es nur als Schwäche sehen.

Die Kirche muss aufstehen und für Wahrheit und Gottes Gerechtigkeit eintreten. Egal was falsch oder richtig auf beiden Seiten ist, Kairos, Sabeel und all die anderen christlichen  NGOs und Gruppen, die dort operieren müssen die palästinensischen Christen ermutigen, sich zuallererst unter das Wort Gottes zu stellen, so wie es in Hebräer heißt: "Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!" (Hebräer 12,14) Gott kann Gebete von denen, die entgegengesetzt zu seinem Willen leben, nicht erhören.

Als Christ muss ich deshalb die Leute fragen: "Warum versucht ihr den Splitter aus dem Auge Israels zu nehmen, wenn in eurem Auge ein Balken ist?"

"Glückselig sind die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes heißen!" Matthäus 5,9  

Original:

O little town of Bethlehem – where are all your Christians?,HEART of Sussex


14.5.14

Stimmung vor Papstbesuch heizt sich auf


Die Vorbereitungen zum Besuch des Papstes im Heiligen Land laufen auf Hochtouren. Gleichzeitig erhitzen sich die Gemüter auf allen Seiten.  

von Ulrich W. Sahm, 12. Mai 2014
 
Der lateinische Patriarch in Jerusalem, Fouad Twal, befürchtet, dass „Hassverbrechen“, darunter Todesdrohungen und diffamierende Graffiti an kirchlichen Gebäuden die Atmosphäre vor dem Papstbesuch am 25. Mai „vergiften“ könnten. Bestürzt über die „Zeichen der Intoleranz“ verlangt Twal von den israelischen Behörden, diese Vandalen zu stoppen und hart zu bestrafen. „Wer steckt hinter dieser Gewalt. Sind die Attacken das Werk isolierter Individuen? Wer hat ihnen derart schlechtes Benehmen beigebracht? Wie kann es sein, dass die Täter nicht geschnappt werden?“, fragte der Patriarch.

Mutmaßlich stecken radikale Siedler aus dem Westjordanland und Extremisten aus Israel hinter den Schmierereien. Autoreifen werden zerschlissen und Davidsterne auf die Autotüren gesprüht. In Jerusalem wurden Geistliche bespuckt und tätlich angegriffen. „Ich gehe nur noch selten in Kutte auf die Straße“, gestand ein Dominikaner.


Israelische Politiker verurteilen regelmäßig diese „abscheulichen“ Hassverbrechen und fordern von der Polizei ein schnelles Durchgreifen. Das versprach auch der Minister für innere Sicherheit, Yitzhak Aharonovitch, während einer Visite in Umm el-Fahm, Yokneam und Furadis, arabischen Ortschaften mitten in Israel, wo Moscheen beschmiert und Autoreifen arabischer Unternehmer zerstochen worden sind. Es hat Verhaftungen gegeben. Aber den Behörden sind die Hände gebunden, selbst wenn Polizisten wie in Jokneam einen mutmaßlichen Täter auf frischer Tat bei Zerstechen von Autoreifen erwischen. Die Polizei tut sich schwer, gerichtsfeste Beweise beizubringen, während die Richter nur leichte Strafen wegen “Sachbeschädigung” verhängen können. Initiativen von Abgeordneten, diese Graffiti-Attacken als “Terroranschläge” zu definieren, hatten noch keinen Erfolg.

Jüdische Kreise im In- und Ausland werfen Abramowitsch vor, lediglich Hassattacken auf christliche oder muslimische Einrichtungen zu besuchen und zu verurteilen, ähnliche Verunglimpfungen jüdischer oder israelischer Stätten zu ignorieren. So wurden Gedenkstätten für gefallene israelische Soldaten beschädigt, über 50 israelische Flaggen in Jaffo und in Jerusalem am Unabhängigkeitstag mit roter Farbe besprüht. In Hadera, Lod, Beer Schewa und Saffed wurden Hakenkreuze und antisemitische Zeichnungen an Häuserwänden gefunden. In diesen Fällen stehen muslimische Palästinenser unter dringendem Tatverdacht. Ein Sprecher des Ministers, Yaron Zamir, behauptete, dass sein Minister die Hälfte seiner Zeit der Aufklärung antisemitischer Hassverbrechen von Arabern widme. 

Schlagzeilen machte der israelische Schriftsteller Amos Oz. Der bezeichnete die die Hassverbrecher als „Hebräische Neo-Nazis“. Das hat ihm schon eine Klage der Siedlervereinigung wegen Verunglimpfung und Hetze eingetragen, mit der Absicht, Oz „ins Gefängnis zu stecken“.

Während in Israel und internationalen Medien vor allem Hassverbrechen jüdischer Extremisten höchste Aufmerksamkeit erhalten, gibt es kaum beachtete Vorfälle auch in den palästinensischen Gebieten. Hochrangige Kirchenvertreter hätten gemäß einem Bericht von „Camera“ erklärt, dass die Zusammenstöße „vorbei“ seien und dass jetzt alles „fein“ sei. In Bethlehem, wo die radikale Hamas-Bewegung über eine Mehrheit im Stadtrat verfügt und wo nur noch wenige Christen leben, werden antichristliche Ausschreitungen verschwiegen und unter den Teppich gekehrt. 

Das hatte Christy Anastas, eine junge Frau aus Bethlehem, bei gefilmten Auftritten in Schweden und London eindrücklich beschrieben. Die Studentin erhielt Todesdrohungen und ihre in Bethlehem lebende Familie hat sich von ihr distanziert, nachdem sie als „Verräterin“ abgestempelt worden ist. 

Auch der Konflikt um den griechisch-orthodoxen Priester George Nadaf aus Nazareth eskaliert. Der hatte angesichts der Christenverfolgungen in arabischen Ländern behauptet, dass die arabischen Christen keine „Araber“ sondern „Aramäer“ seien, also die Nachfahren der Juden. Junge arabische Christen rief er auf, sich freiwillig zum Militärdienst bei der israelischen Armee zu melden. Die Aufregung bei Moslems wie bei palästinensischen Christen war groß. 

Ein Sprecher des griechischen Patriarchats ließ über die französische Nachrichtenagentur afp verbreiten, dass Nadaf seines Amtes enthoben worden sei. Doch möglicherweise war diese Meldung nur Teil der Kampagne gegen den Priester. Denn gemäß den Statuten hätte einen solchen Schritt allein der Patriarch bei einem persönlichen Treffen aussprechen können. Nadaf behauptet, keine Einladung nach Jerusalem erhalten zu haben. Derweil hat Shadi Khalloul, ein Mitstreiter von Nadaf, um Hilfe gerufen, nachdem beide Todesdrohungen erhalten hätten. 

Auf Facebook hat Sasha Antipus, eine arabische Frau aus Jerusalem, ein Plakat mit der Überschrift „Wanted“ (Gesucht) veröffentlicht. Unter dem Bild von Nadaf und Khalloul wird eine hohe Belohnung „in bar“ angekündigt. Darunter steht die Warnung: „Sie gelten als sehr gefährlich und sind bewaffnet.“

5.5.14

Hassparolen und Gewalt gegen Christen in der Armee

Jungen Christen mit arabischer Muttersprache, die sich freiwillig zum Dienst in der israelischen Armee melden, schlägt von muslimischer Seite Hass und neuerdings auch offene Gewalt entgegen. Gegen die Einberufungsbescheide für Christen gab es nun eine Demonstration auf dem Gelände der hebräischen Universität von Jerusalem, initiiert von der arabischen Balad-Partei und radikalen israelischen Linken.

Nach kurzer Zeit griffen die Demonstranten ihre Gegner an, die sich für den Militärdienst der Christen einsetzen. Schließlich musste die Polizei eingreifen, um die bedrohten Studenten zu schützen.

Priester Gabriel Nadaf (re) bei einer Demonstration
Wenige Tage zuvor hatte die Polizei einen arabisch-christlichen Aktivisten (44) aus Zentralisrael festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Er hatte in Kommentaren auf dem sozialen Netzwerk Facebook den Christen in Diensten der Armee Gewalt angedroht. Nach Angeben des Christlichen Armee-Forums hatte er dazu aufgerufen, „Soldaten der Besatzungsarmee und der Armee des Kreuzes umzubringen.“ Das Forum unterstrich, es werde mit allen rechtlichen Mitteln gegen jene vorgehen, die israelische Soldaten körperlich oder mit Worten verletzten. 

Im Christlichen Armeeforum haben sich Christen verschiedener Glaubensrichtungen (orthodox, maronitisch, aramäisch) zusammengeschlossen. Sie stammen zwar aus Städten und Dörfern in Nordisrael, in denen Arabisch gesprochen wird. Aber sie selbst sind weder Araber noch Muslime, sondern als eigenständige Minderheit anerkannt. Der orthodoxe Priester Gabriel Nadaf hatte die Jugendlichen aufgefordert, sich dem Staat Israel gegenüber loyal zu verhalten und in der Armee zu dienen. 
 
"Christliche Israelis, die Arabisch sprechen" Seit Oktober 2012 hat sich die Zahl der Christen, die bei der IDF dienen, verdoppelt. Nach Angaben des Forums wurden seit Juni 2013 84 christliche Soldaten einberufen.


Schließlich garantiere ihnen Israel Religionsfreiheit wie kein anderer Staat im Nahen Osten.
Die Muslime werfen Nadaf und dem Armeeforum vor, sie spalteten die arabische Gesellschaft in Israel. Nadaf erhielt deshalb Todesdrohungen, sein jüngster Sohn wurde im Dezember in Nazareth von Muslimen verprügelt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

israel heute