28.10.14

Heiliges Land: Die Gefahren für die Christen

von Pierre Rehov

 Wenn man im Nahen Osten jemanden nach der Bedeutung der Redewendung: "Erst die Samstagsleute, dann die Sonntagsleute" fragt, wird die Antwort mit einem Lächeln kommen: "Zuerst werden wir die los, die samstags beten und dann die, die sonntags beten."

Eine kürzlich vorgenommene Untersuchung ergab, dass die christliche Bevölkerung in Bethlehem von 90 Prozent im 19. Jahrhundert auf 60 Prozent in den 90er Jahren sank. Heute machen die Christen lediglich 10 Prozent der Bevölkerung aus. Was ist geschehen?

Natürlich sind in den 40er und 60er Jahren viele Christen aus Furcht vor dem Krieg geflohen, oder vielleicht auch auf Grund von massiver Anti-jüdischer Propaganda. Zu der Zeit litten die Christen bereits Diskriminierung durch Muslime und viele stellten sich auch der Wiedergeburt der jüdischen Nation entgegen. Ihre Einstellung - abgesehen von ihrem Glauben - wurde mehr von der örtlichen arabischen Kultur beeinflusst, als von europäischer Aufklärung.

Der eigentliche Niedergang der christlichen Bevölkerung jedoch, entstand als Nebeneffekt der Oslo-Verhandlungen. Ab dem Zeitpunkt, als Arafat und die PLO die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in der Westbank und in Gaza gründete, wurden die Christen verfolgt. 

Trotz des öffentlichen Vorzeigens offizieller Posten für Christen, wie z. B. Bethlehems Bürgermeister, lebten christliche Bewohner in der PA (unter ihnen Hanan Ashrawi, die erste gewählte Frau in der PA) als dimmis: Nach muslimischen Gesetz, zweite-Klasse Bürger, beschützt durch muslimische Autoritäten, solange sie bestimmte Regeln akzeptierten. Eine dieser Regeln verbietet es einem Christen, seinen Besitz - ein Geschäft oder ein Haus - an einen anderen Christen zu verkaufen, wenn er plant ins Ausland zu ziehen. Nur an Muslime. Aber das ist nur der Anfang.

Eine andere Praxis, die die PA anwandte, besonders während er zweiten Intifada Anfang 2000, war, sich in den Häusern der Christen zu verschanzen und von dort aus über das Tal auf die Häuser der Juden zu schießen. Was die israelischen Soldaten sehen, ist dann ein Blitz aus einer Gewehrmündung, das in einem Fenster erscheint und so erwidern sie den Beschuss und schießen zurück. Sie können nicht unterscheiden, ob es von einem "muslimischen" oder einem "christlichen" Fenster kommt. Die Christen also hatten es schließlich satt, beschossen zu werden und zogen aus -- und ihre Nachbarn zogen ein.

Während der Belagerung der Geburtskirche 2002, brauchten die Terroristen dieselbe Strategie, nämlich von der heiligsten Stätte der Christen in Bethlehem auf Israelische Truppen zu schießen und die Stätte innen zu entweihen. Nonnen und Priester riefen um Hilfe, aber niemand hörte sie. Solch eine Geschichte schlägt nur ein, wenn Israel die Schuld gegeben werden kann.

Zwei Jahre zuvor musste Papst Paul II bei seinem Besuch in Bethlehem, stumm die Schmach hinnehmen, dass er mitten in seiner Ansprache von dem Mufti mit dem lauten Aufruf zum Gebet unterbrochen wurde, obwohl es nicht einmal Zeit für das Gebet war. Die Szene hatte Italiens Rai 2 Sender gefilmt und auf Bitte des Vatikan wurde die Sequenz später aus den Archiven gelöscht. Ähnliche Vorgänge gab es während des Besuchs von Papst Franziskus, der angehalten wurde, einen Stopp bei der Sicherheitsmauer zu machen und dort zu beten, die kurz zuvor mit frischer hetzerischer Graffiti besprüht worden war. Dieser Halt war nicht Teil des offiziellen Protokolls, und wäre es auch nicht geworden, selbst wenn seine Delegation aus Höflichkeit darum hätte bitten dürfen. 

Jedenfalls verkündete 2006 Hassan El Masalmeh, ein Mitglied des Bethlehemer Gemeinderats, öffentlich sein Vorhaben, eine diskriminierende Steuer für alle nicht muslimischen Bewohner zu erheben. Diese Steuer namens "dschisiah", gibt es seit der Entstehung des Islam als ein Teil der "Dhimmi"-Gesetze, wie in vielen Ländern im Nahen Osten.

Jetzt haben sich viele christliche Familien bitter beklagt, dass ihre Töchter mit erzwungener Bekehrung zum Islam bedroht werden und, da sie nicht nach islamischer Sitte bedeckt genug bekleidet sind, oft Vergewaltigung zu erwarten haben. 

Offizielle Beschwerden gibt es allerdings, verständlicherweise, kaum. Nach Jahren der Verfolgung haben dhimmis Angst vor Vergeltung und stellen sich, wenn sie in ihren Gebieten und Ortschaften weiterhin leben wollen, wo sie für sich Frieden erhoffen, oft auf die Seite ihrer Verfolger.

In 2012, zum Beispiel, hatte die "Holy Land Christian Ecumenical Foundation" (Christliche ökumenische Stiftung im Heiligen Land), welche für ihre antisemitische Sichtweise bekannt ist, die Bewerbung des Landes "Palästina" für eine Mitgliedschaft in der UNO in Gänze befürwortet, indem sie eine Brief veröffentlicht hat, in dem Israel mit scharfen Worten verurteilt wird:
  • "Wir, die palästinensischen Christen, sind die Nachkommen der ersten Christen. Wir sind ein natürliches und integrales Bestandteil des palästinensischen Volkes. Und ebenso, wie unsere muslimischen Brüder und Schwestern, wurden wir unserer nationalen und menschlichen Rechte fast ein Jahrhundert lang beraubt ... Wir haben 64 Jahre lang Exil und Besetzung ausgehalten und an Seiner Botschaft des Friedens festgehalten. Wir, die palästinensischen Christen sagen: Genug! Unsere Botschaft ist einfach: Um den Frieden zu erlangen, muss die Welt auch "genug" zu Besatzung und Herabsetzung der menschlichen Würde sagen.
Andere christliche Persönlichkeiten, so wie der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams und der Kardinal Cormac Murphy-O'Connor, verbergen ihren grundsätzlichen Antisemitismus gar nicht erst, wenn sie Juden (und sogar auch den Christen) die Schuld dafür geben, dass ihre Schäfchen unter der muslimischen Herrschaft leiden. Was man aus dem Brief nicht herauslesen kann, ist die Realität des Lebens in den meisten Gebieten der Palästinensischen Autonomie.

"Das ganze Gerede darüber, dass Israel hinter der Qual der Christen in den palästinensischen Gebieten stecke, ist völliger Quatsch", sagte ein christlicher Politiker, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. "Die Muslime schüchtern ein. Sie zünden unsere Geschäfte an, stehlen unsere Grundstücke. Sie bauen ihre Moscheen direkt neben unseren Kirchen und sorgen dann dafür, dass ihre lauten Gebetsrufe unsere Gottesdienste stören.
Sie greifen unsere Töchter an und beleidigen sie. Es gibt so viele Fälle von Vergewaltigung, die nie angezeigt worden sind. Die Familien verstecken die Sache aus Scham und ziehen dann weg. Sie fliehen."

2013 haben einige Familien aus Bethlehem und Ramallah schließlich einen Brief an den Präsidenten, Mahmoud Abbas, geschrieben. Mehr als 150 Angriffe auf christlichen Besitz sind dokumentiert und gemeldet worden, einschließlich Landdiebstahl, Zwangsbekehrungen, Todesdrohungen und physische Gewalt.

Weil aber unter Dhimmi-Gesetz Nichtmuslime, die unter muslimischer Herrschaft leben, nicht gegen Muslime aussagen dürfen, ist es geradezu unmöglich für Christen, deren Land gestohlen wurde oder deren Leben bedroht wurde, vor dem örtlichen Rechtssystem zu klagen. Viele, die es gewagt hatten, Beschwerde einzureichen, warten immer noch auf eine Antwort von den Behörden.
In der Zwischenzeit hört die christliche Bevölkerung innerhalb Israels nicht auf, anzusteigen und hat ungefähr die Zahl von 140.000 erreicht.


Es gibt einen orthodoxen Priester, Pater Gabriel Nadav, der kürzlich eine Organisation gegründet hat, die Registrierung von Christen in die israelische Armee (IDF) fördert. Die Zahlen sind von den Verteidigungskräften in Israel noch nicht veröffentlicht worden, aber hunderte Christen, die sich gemeldet haben, haben die Kampfverbände gewählt.

Eine israelische arabische Filmemachterin, Suha Arraf, hat neulich auf dem Filmfestival in Venedig ihr neuestes Werk präsentiert und bekam sehr viel Aufmerksamkeit für den Film "Palestinian", nachdem sie nahezu 400.000 US Dollar vom Israel Film Fund erhalten hatte. Der Film beschreibt angeblich das Leben einer christlichen Familie in Ramallah, die unter einer Identitätskrise leidet ... aufgrund der israelischen Besatzung.

Aber Suha Arraf ist nicht Palästinenserin, sie ist eine israelische christliche Araberin. Natürlich hat das israelische Kultusministerium, da es sich hier betrogen sah, den Preis zurückverlangt - denn der Sinn des Israel Film Funds ist, sich an Produktionen zu beteiligen, die eine eindeutige israelische Identität tragen.
Auf die diesbezügliche Frage der israelischen linksgerichteten Zeitung Haaretz in einem Interview mit der Filmemacherin, antwortete diese, sie sei Israelin, Christin und Araberin aber sie fühle sich als "Palästinenserin", wie die meisten Araber es tun würden, die in Israel leben.

Was Suha Arraf da in einer mehr oder weniger romantisierten Art beschreibt, würde wesentlich schrecklicher sein, wenn sie sich nur an die Fakten gehalten hätte und nicht die politisch korrekte Umschreibung wählte, indem sie die Araber in den Gebieten als die "unter der Besatzung leidenden" beschrieben hat.

Sicherlich gibt es eine Verbindung zwischen der Art, wie Christen in Israel trotz muslimischer und antisemitischer Propaganda behandelt werden und dieser zunehmenden Entschlossenheit, die Religion ihrer Wahl frei ausleben zu können: als christliche Israelis. Ganz bestimmt nicht als Palästinenser.

Tut mir leid, ihr, die ihr denkt, alle Araber in der PA würden unter "der Besatzung leiden". Ihr liegt alle falsch. 


   Pierre Rehov ist Reporter und Dokumentar Filmemacher. Er schuf zwei
   Filme  über die Situation der Christen im Nahen Osten: "Heiliges Land:
   Christen in Gefahr" und "Erst kommt Samstag, dann kommt Sonntag". 
 
GATESTONE

15.10.14

Christen in Gaza

Im Gazastreifen sind die Christen eine verschwindend kleine Minderheit; die meisten von ihnen leben in Gaza-Stadt. Es sind nur ca. 1335 Christen übrig geblieben. Die meisten von ihnen gehören zur griechischorthodoxen Kirche, 150 sind Katholiken, und die wiedergeborenen Christen sind etwa 70 – einige davon gehören zur Baptisten-Gemeinde. Es gibt über 30 Gläubige aus Gaza, die aus ganz verschiedenem Hintergrund gläubig wurden.


Noch vor ein paar Jahren hatte die Baptisten-Gemeinde rund 200 Mitglieder. Viele sind aber weggezogen, nachdem 2007 der Leiter der Bibelgesellschaft von islamistischen Militanten ermordet wurde. Anderen hat die Hamas-Regierung „geraten“, Gaza zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen. 

Es läuft eine anhaltende Kampagne, um die christlichen Familien und Einzelne zum Islam zu bekehren. Muslime benutzen Verse aus dem Koran, in denen Christen als Ungläubige beschrieben werden. In den letzten 15 Jahren sind manche infolge heftiger Bedrohungen tatsächlich zum Islam übergetreten. 

Etliche Gemeindeglieder wurden zu Gewaltopfern, während sich palästinensische Fraktionen bekriegt haben, und zwei wurden im letzten Krieg getötet.

Der Lebensstandard der Christen ist ähnlich wie der vom Rest der Gaza-Bevölkerung – einige sind arm, Arbeiter, Gebildete, Händler, Ärzte, Ingenieure usw. Nach dem letzten Konflikt überlegen sich viele Christen ernsthaft, Wege zu finden, um ins Westjordanland oder in die USA
oder in europäische Länder zu ziehen. Die meisten Christen, die in Gaza leben, sind gegen den Krieg.
 

Ismail Haniyya, früherer Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete Hamas-Anführer, Chalid Maschal, politischer Führer der Hamas, lebt luxuriös im Gastgeberland Katar.

Aus Maoz

28.9.14

Israel ist der einzige Ort, wo Christen sicher sind!

Der griechisch-orthodoxe Priester Pater Gabriel Nadaf, Leiter der Aramäischen Christlichen Minderheit in Israel, sprach am 23. September 2014 vor dem UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) und zeigte dabei seine klare Unterstützung für den jüdischen Staat. 

Obwohl er vor einem Organ stand das in der Vergangenheit Israel immer wieder verurteilt hat - kürzlich berief es ein einseitiges Komitee zur Erforschung von "Kriegsverbrechen" Israels in Gaza und lobte die Menschenrechts-"Errungenschaften" des Hamas und IS unterstützenden Landes Katar - sprach Nadaf selbstsicher, rief die Welt auf, auf der Seite Israels gegen den Terror zu stehen.


"In den letzten zehn Jahren wurden überall im Nahen Osten jedes Jahr 100.000 Christen ermordet. Das bedeutet, dass alle fünf Minuten ein Christ wegen seines Glaubens getötet wird", berichtete Nadaf. "Die, die der Verfolgung muslimischer Extremisten entkommen können, sind geflohen... die, die bleiben, leben als zweite-, wenn nicht gar dritte-Klasse Bürger unter ihren muslimischen Herrschern.

Nadaf fuhr fort: "im Nahen Osten gibt es heute nur ein Land, wo Christen nicht nur nicht verfolgt werden, sondern ihnen von Herzen Redefreiheit, Freiheit, ihren Gottesdienst zu begehen und Sicherheit gewährt werden ... das ist Israel, der jüdische Staat. Israel ist der einzige Ort, wo Christen im Nahen Osten sicher sind."

Nadaf rief bei seiner Rede nach der Podiumsdiskussion über die "Menschenrechtssituation in Palästina und anderen besetzten arabischen Gebieten", "es ist Zeit, das die Welt die Tatsachen wahrnehme, dass die, die den israelischen Staat zerstören wollen, das Todesurteil für die letzten freien Christen im Heiligen Land bedeuten."
"Führer der Völker, Friedenssucher, beendet eure Hexenjagd nach dem einzigen freien Land in der Region", sagte Nadaf und warf damit der UNHRC den Fehdehandschuh hin.

Pater Nadaf, ein Eingeborener Nazareths, der der Griechisch Orthodoxen Kirche in Yafia, nahe seiner Heimatstadt, vorsteht, hat sich - trotz starken Widerstandes der offiziellen Griechisch Orthodoxen Kirche und arabischen Knessetmitgliedern -  für eine intensive Verbindung zu Israel und einem Armeedienst für christliche Bürger eingesetzt.
Die Opposition gegen ihn ist so stark, dass das Griechisch Orthodoxe Patriarchat ihn aus der Verkündigungsbasilika in Nazareth verbannt hat und wiederholt droht ihn von seinem Posten in Yafia zu entlassen.  

Auch arabische Knessetmitglieder haben ihn verurteilt, indem sie ihn "Agent des Zionismus, der die Araber spalten will" nennen. Nadaf bekannte auch, dass ihm mit Gewalt und sogar dem Tod gedroht wurde, aber er besteht darauf, eine beträchtlichen Anteil der christlichen Gemeinschaft in Israel zu vertreten.

"Wir fühlen uns im israelischen Staat sicher", sagt Nadaf, "und wir sehen uns als Bürger eines Landes mit allen dazugehörigen Rechten und auch Pflichten."
Pater Nadafs Reise nach Genf wurde von "The Face of Israel" einer privaten Organisation, die Israel international fördert, arrangiert.23.9.2014
Virtual Jerusalem

19.9.14

Eine neue Nationalität

Israel erkennt die Aramäer als eine eigenständige nationale Bevölkerungsgruppe an. Bisher wurden diese als Araber geführt.

Eine entsprechende Anordnung hatte Innenminister Gideon Sa‘ar am Dienstag unterzeichnet – als eine seiner letzten Amtshandlungen. Am Mittwoch gab er seinen Rücktritt bekannt.

Von der Entscheidung sind fast 200 christliche Familien betroffen. Sie können nun wählen, ob sie sich als Araber oder als Aramäer registrieren lassen möchten.

In den vergangenen Jahren hatten immer wieder zahlreiche Christen beim Innenministerium eine Registrierung als „Aramäer“ beantragt. Drei Expertengutachten kamen schließlich zu dem Schluss, dass die Aramäer die Bedingungen für eine offizielle Anerkennung als Nationalität erfüllten: Sie haben eine gemeinsame Kultur, Religion und Sprache, ein historisches Erbe sowie eine gemeinsame Herkunft.

Die Christlich-Aramäische Vereinigung sprach von einer „gerechten und rechtzeitigen Entscheidung“, die etwas richtig stelle, was lange falsch lief. Sie kündigte an, Israel werde davon einen großen Nutzen haben.

Laut dem israelischen Nachrichtensender „i24News“ leben in Israel etwa 120.000 arabische Christen. Sie machen rund 9 Prozent der arabischen Bevölkerung aus, die sich auf 1,5 Millionen beläuft. Viele dieser Christen sähen sich als Aramäer und nicht als Araber. 

Die Flagge der Aramäer

Knessetmitglied Jariv Levin kündigte weitere Maßnahmen an, um zwischen christlichen und muslimischen Bürgern Israels zu unterscheiden. Dies soll die Integration der christlichen Bevölkerung in die israelische Gesellschaft fördern. Christen sollen zudem ermutigt werden, in der Armee zu dienen. 

Levin hatte sich besonders für die Anerkennung der Aramäer eingesetzt. Bereits im Februar war ein von ihm eingebrachter Gesetzesvorschlag angenommen worden, der die christlichen Araber stärkt und diese als eine separate Minderheitsgruppe betrachtet. Muslimische Araber hatten dies scharf kritisiert.
Die Anerkennung der Aramäer führte ebenso zu heftiger Kritik der Muslime. Knessetmitglied Ahmed Tibi (Vereinigte Arabische Liste) sprach von einem Versuch, die arabische Minderheit in Israel zu spalten. „Die Christen sind ein authentischer Teil der nationalen arabisch-palästinensischen Minderheit in Israel, und keine rechte politische Entscheidung wird diese Tatsache ändern.“
Levin verteidigte die Entscheidung. Er betonte: „Wenn ich ihnen erlaube, sich separat zu registrieren, dann zwinge ich sie zu nichts, sondern gebe ihnen vielmehr die Möglichkeit, zu sein, wer sie sein möchten.“

israelnetz.com

19.8.14

Messianische Gläubige wehren sich gegen palästinensisch – christliches Video

Der folgende Text ist eine Antwort auf ein Video des „Bethlehem Bible College“, in dem Christen in Bethlehem ihre Meinung zum Konflikt in Gaza vor der Kamera ausdrücken.
Traurig für mich ist, dass sich die Einstellung und theologischen Interpretationen, und damit die Haltungen zum Staat Israel von Bshara im Laufe der Jahre - offensichtlich unter dem Druck des zunehmenden Islam im Ort - so sehr gewandelt haben. Denn Bshara Awwad kenne ich aus meinen Jahren in Bethlehem/Beit Jala noch gut. Damals wollte er nichts weiter als in gutem Glauben das Evangelium verbreiten. Jetzt macht er wie andere Kirchenführer politische Propaganda und hetzt gegen Israel.

Bishara Awad (Foto), Gründer und ehemaliger Präsident des „Bethlehem Bible College“, eröffnet das Video mit einer emotionalen Ankündigung: „Es gibt eine Kirche des Jesus Christus hier in diesem Land und es ist die palästinensische Kirche.“ Daraufhin warnt er die Zuschauer, dass „diese Kirche aus diesem Teil der Welt verschwinden wird“, wenn ihr nicht geholfen wird.
Die Kommentare von Awad legen die theologische Basis für die hochpolitische Aussage des kurzen Videoclips. Nach Aussage Awads hat nur die palästinensische Kirche das Recht die Unterstützung der Christen zu bekommen, da nur sie die „Kirche des Jesus Christus“ im Lande ist. Mit diesem Satz hat Awad die Gemeinde des Messias als „Judenrein“ erklärt, während gleichzeitig die Hamas ihren Willen ausdrückt „Palästina“ von allen Juden zu säubern. Awad und Hamas haben eine gemeinsame Theologie, die „Ersatztheologie“: Palästinenser ersetzen die Juden, ob im spirituellen, oder im nationalen Sinne.

Da Awad die Gemeinde der messianischen Juden (zwischen 10.000 – 15.000 Mitglieder) aus der christlichen Gemeinschaft ausgeschlossen hat, lässt er die Lüge fortbestehen, dass der israelisch – arabische Konflikt „ein Krieg der Juden gegen Christen“ ist, weswegen Christen weltweit für ihre Bedrückten palästinensischen Glaubensgenossen intervenieren müssten. Allerdings sind weniger als zwei Prozent der palästinensisch arabischen Bevölkerung offiziell Christen (die meisten sind römisch katholisch und griechisch orthodox). Die große Mehrheit sind Muslime, von denen viele terroristische Organisationen wie die Hamas unterstützen. 

Deswegen ist es nicht überraschend wenn ein Befragter im Video sagt, „Wir leben schon 65 Jahre unter israelischer Besatzung“, also seit der Errichtung des jüdischen Staats im Jahre 1948. Für die Produzenten des Videos kann die Befreiung von der „Besatzung“ nur durch die Zerstörung Israels kommen, also indem die „Nakba“ rückgängig gemacht wird, die Katastrophe, die über die Feinde Israels kam als sie versuchten den neu entstandenen jüdischen Staat bei seiner Geburt zu vernichten.

Anstatt christliche Inhalte zu senden, hat sich die BBC vor den islamistischen Wagen spannen lassen und sich zum „christlichen Sprecher“ einer Bewegung gemacht, die in ihrem Kern eine antichristliche und antisemitische Dschihad Bewegung ist. obwohl Awad mit einer Bitte um Hilfe ... Gebete ... Liebe für die Kirche beginnt, hat sein wahres Ziel nichts mit diesen erhabenen spirituellen Prinzipien zu tun. Stattdessen ist der immer wiederkehrende Refrain im Video zu hören „Druck in den USA auszuüben“, „Die Regierung zu beeinflussen“ und „Abgeordnete, Senatoren und den Präsidenten einzuschalten“.


Das „Bethlehem Bible College“ (Bild) gibt an, eine Kraft für „Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung“ zu sein, im Dienste des „Königreichs Gottes“. Es versucht messianische Juden in ihre Bewegung zu rekrutieren, indem man behauptet „pro palästinensisch und pro Israel“ zu sein. Solche Behauptungen verlieren jedoch in Anbetracht dieses Videos ihre Glaubwürdigkeit, wenn Zitate gefilmt werden wie: „Das Leid wird noch verschlimmert und auf das israelische Land übergehen, wenn sie (die Israelis) so weitermachen ... Das ist kein Krieg, das ist Völkermord“.

Sogar Kinder werden für die Propaganda ausgenutzt und wiederholen die gleichen Texte, die Sprecher der Hamas jeden Tag vor westlichen Medien wiedergeben: „Genug der Unterstützung Israels! Diese Unterstützung zerstört Gaza. Es werden illegale Bomben eingesetzt, die Krankenhäuser, Schulen und Bunker zerstören und damit die die Bevölkerung Gazas.“
Wenn das das Evangelium des Bible College ist, ist es ein „anderes Evangelium“ (Galater 1:6), nicht würdig Dem, in Dessen Dienst es vorgibt zu dienen. 


israelheute

15.8.14

Israelisch-arabische Christen gehen in Haifa zu einem ungewöhnlichen Protest auf die Straße

5. August 2014

Vorwort von Robert Spencer:
"Das ist eine überaus positive Entwicklung. Obwohl Juden und Christen unter islamischem Recht dasselbe Schicksal teilen – Unterwerfung als Dhimmis und Verweigerung von Grundrechten – haben die unglückliche Geschichte des christlichen Antisemitismus und die beinahe universale Realität des islamischen Jihad unter zahllosen weiteren Faktoren die Formierung jeglicher groß angelegter Bemühungen zur Zusammenarbeit verhindert. Die arabische nationalistische Bewegung, die heute fast im Sterben liegt, aber vor nur wenigen Jahren die dominierende Ideologie des Nahen Ostens war, vereinnahmte auch die Arabisch sprechenden Christen beim Nachplappern der islamisch-herrenmenschlichen Agenda über eine „gemeinsame arabische Identität“. Freiheit Liebende mögen hoffen, dass die üble Idee, der Aggressor und die Unterdrückten hätten gemeinsame Interessen, für immer der Mülltonne der Geschichte übergeben wird und dass Demonstrationen wie diese der Anfang von viel mehr jüdisch-christlicher Zusammenarbeit zur Verteidigung der Freiheit sein werden."
 
Eine Gruppe israelisch-arabischer Christen marschierte gestern Abend in Haifa gegen die Verfolgung von christlichen Arabern in der Welt, gegen radikal-islamistische islamische Organisationen wie der Hamas und zugunsten der Militäroperation Israels. Lissy Kaufmann von TFV1 war dort.

Eine Gruppe Araber versammelte sich Sonntagabend auf dem UNESCO-Platz in Haifa und schwenkte israelische Flaggen. Moment – Araber? Nun, die Sprache, die zumeist zu hören war, war in der Tat Arabisch. Doch wenn man fragte, wer sie waren, sagten die Protestierenden etwas völlig anderes:

Ich bin kein Araber, denn ich bin Christ und ich glaube nicht, dass man gleichzeitig Araber und Christ sein kann. Araber sind meiner Meinung nach Muslime. Sie sorgten dafür, dass wir vergaßen, wer wir waren, unsere Identität vergaßen. Ich bin Israeli, ich bin Christ und das ist alles.

Ich bin Israeli, ich bin Christ und ich bin Israeli, also unterstütze ich Israel. Ich lebe hier in Israel und dies ist mein Land.

Ja, ja, ich bin Christ und Israeli und stolz darauf. Nein, überhaupt nicht, du beleidigst mich gerade, denn ich betrachte mich als … Ich spüre, dass ich in zwei Monaten zur Armee gehen werde. Und ich bin die Sorte Mensch, die alles für den eigenen Staat tut – das ist alles.

 
Die Menschen, die auf dem UNESCO-Platz in Haifa zusammenkamen, sind christliche Israelis. Sie schwenkten nicht nur israelische Flaggen, sondern auch die gelb-weiße Flagge des Vatikan. Sie haben sich von der arabischen Bevölkerung und deren Protesten gegen den Krieg in den letzten Wochen distanziert. Diese rund 100 Menschen protestierten gegen die Verfolgung von Christen im Nahen Osten, so in Syrien und im Irak. Einige von ihnen hielten Transparente, die fragten, warum die UNO und der Westen die Augen davor verschließen.
Der Protest richtete sich auch gegen die Hamas. Shadi Khalloul kann erklären warum. Er ist der Sprecher des Forum für die Rekrutierung von Christen, das versucht mehr Christen davon zu überzeugen in der IDF zu dienen. Er war auch einer der Organisatoren des Protests.

Du kannst nicht nur für Christen im Irak und Syrien protestieren und ignorieren, was dir hier, in unserem Land geschieht. Du kannst sehen, wo wir im Krieg waren. Würden wir das ignorieren, die getöteten Soldaten, die getöteten Zivilisten, die vom selben Terror umgebracht wurden, dann würden wir nicht den gerechten Weg gehen, dass wir daran glauben, dass Terror derselbe Terror ist, der dieselben Menschen tötet, dass die Hamas dieselbe Ideologie hat wie al-Qaida, wie Hisbollah und sie akzeptieren niemanden, der anders ist als sie.

Die religiöse Unterstützung kam von Vater Gabriel Nadav, einem Priester aus Nazareth, der auch zusammen mit der Menge betete. Vater Nadav kann nicht mehr ohne Leibwächter aus dem Haus gehen. Viele Menschen, einschließlich solcher aus seiner Heimatstadt Nazareth, opponieren vehement gegen seine Meinung, Christen seien keine Araber, dass sie der jüdischen Religion näher stehen und dass es gut für sie ist in der IDF zu dienen.

Eine der jungen Christinnen, der bald in die Armee gehen wird, ist die 17-jährige Jennifer, die mit der israelischen Flagge vorbeifahrenden Autos zuwinkt und „Hamas weg“ ruft. Ein großes christliches Kreuz hängt an ihrer Halskette. Von allen Ländern des Nahen Ostens kann sie nur in Israel leben wie sie es will, nur hier wird ihr freie Religionsausübung garantiert und das ist ein Grund dankbar zu sein, sagt sie:

Es ist sehr wichtig, denn wir sind hier Christen, wir sind hier sicher. Ich sterbe hier nicht, sie töten mich nicht und das Dank Israel.

Es waren auch jüdische Israelis bei dem christlichen Prozess anwesend. Shadi Khalloul rief den jungen Leuten des Likud, die seinen Überzeugungen am nächsten zu stehen scheinen, zu, sie sollten sich ihm und seinen Leuten anschließen. Der 27-jährige Gal, ein Student aus Haifa, ist einer der Juden, die teilnahmen. Er glaubt, dass Israel sich demselben Problem des islamischen Fundamentalismus gegenüber sieht wie der Irak.

Wir kamen hierher, um Solidarität mit den Christen zu zeigen, die gegen das ethnische Schlachten im Irak demonstrieren, das von der Organisation ISIS begangen wird. Wir glauben, das ist dort dasselbe wie hier.

Juden und Christen, die gemeinsam für den Staat Israel und zugunsten des andauernden Krieges demonstrieren, das fühlt sich wie eine Revolution an. Viele Christen, sagt Shadi, denken so. Doch sie haben Angst sich gegen die arabisch-muslimische Bevölkerung zu äußern. 

Shadi weiß, dass seine Gruppe immer noch eine Minderheit ist und dass viele aus der arabischen Gemeinschaft seine Arbeit nicht schätzen. Das ist einer der Gründe, dass er eine Waffe trägt. Er sagt, dass er sie trägt seit er vor 16 Jahren aus der Armee ausschied, weil viele Menschen seine Entscheidung nicht mochten freiwillig in der IDF zu dienen. 

Doch die christliche Gemeinschaft wird nicht nur von Muslimen angegriffen, sondern auch von Juden. Vor ein paar Monaten wurde Shadis Dorf Gush Haav von radikalen, rechtsgerichteten Juden angegriffen, die auch das Haus seiner Familie besprühten. Doch selbst das lässt ihn seine Meinung nicht ändern:

Sie repräsentieren nicht die gesamte jüdische Bevölkerung, die meisten unterstützen uns und die Regierung repräsentiert die Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung für die Christen in Israel und erlässt viele Gesetze zum Schutz der Bevölkerung, um ihnen mehr Rechte und Freiheiten im Staat zu geben.

Lissy Kaufmann für TLV1.

übersetzt von heplev

30.7.14

Inzwischen ist klar: Christen werden von Muslimen aus Bethlehem gedrängt

Es ist ja bekannt, wie Israel Hasser gerne behaupten, dass die Besatzung durch Israel der Grund dafür ist, dass die Christen gezwungen sind aus Bethlehem auszuwandern, ohne zu erklären, warum ständig mehr Muslime nach Bethlehem ziehen.

aus Standpoint

Obwohl Bethlehem immer noch die beliebteste christliche Stadt in der West Bank ist, schrumpft seine christliche Bevölkerung, wie in der West Bank generell, dramatisch.

Vor nur 50 Jahren stellten die Christen 70 Prozent von Bethlehems Bevölkerung. Heute nur noch 15 Prozent! Es gibt ungefähr 38.000 Christen in der Westbank, was 2 Prozent der Gesamtbevölkerung sind.

"Wir waren einmal viele. Jetzt sind nur noch so wenige übrig. Jeder versucht, weg zu gehen," sagt Samir, ein anderer Verkäufer im benachbarten Laden, wo es orthodoxe Gegenstände zu kaufen gibt. Weil er jedoch Angst vor den Folgen hat, die es wegen seiner Kritik haben könnte, lehnt er es ab, mit seinem richtigen Namen zitiert zu werden. 
"Meine Mutter geht nachts nicht gerne auf die Straße, weil sie kein Kopftuch trägt und manchmal Leute ihr grobe Bemerkungen hinterherrufen," sagt er mir. 
Letzten Dezember, während der Weihnachtsfeierlichkeiten, haben sich junge Frauen, die mit ihren Eltern und Familien aus London zu Besuch gekommen waren und auf dem Krippenplatz standen, um die festlichen Darbietungen anzuschauen, beschwert, von einer Gruppe junger Männer belästigt worden zu sein. Die Jugendlichen hörten nicht auf, bis eine ortsansässige Frau sich dazu stellte und den Männern Einhalt gebot.

Jeder stimmt zu, dass wirtschaftliche harte Umstände und die niedrige Geburtenrate die Hauptursachen für den Rückgang sind. Aber seit den letzten Jahren beklagen die Christen Bethlehems auch ein zunehmendes Klima von Einschüchterungen von islamischen Extremisten. 

Straßenbild in Bethlehems Hauptstraße

"Wir können der Nation freudig verkünden, dass mit der Gnade Gottes die Ideologie des globalen Jihad einen Halt in der West Bank erreicht hat, nachdem jederman versucht hat, den hier gepflanzten Samen zu unterdrücken," hieß es in der Botschaft der "Mudschahedin Schura Counsil", eine mit Al-Kaida verbundene Gruppe, mit der es letzten Dezember seine Anwesenheit in der West Bank erklärte. Drei seiner Mitglieder wurden vom israelischen Innen-Geheimdienst getötet, nachdem herauskam, dass sie einen Terroranschlag geplant hatten.

Mitglieder der "Salafi-Bewegung", eine ultrakonservative Strömung innerhalb des sunnitischen Zweiges des Islam, haben sich im letzten Jahrzehnt im Gazastreifen niedergelassen, aber in den letzten Monaten haben sie ihre Aktivitäten auch auf die West Bank ausgedehnt. Obwohl die meisten Salafisten nicht gewalttätig sind, haben doch die extremistischen Randgruppen starke dschihadistische Elemente von der Al-Kaida Ideologie übernommen, wie man sie in Gaza, Syrien und dem Sinai in den letzten Jahren beobachten konnte. Das festgesetzte Ziel dieser Extremisten ist es, das islamische Kaliphat zu errichten - und Christen, Juden und andere werden als Ungläubige betrachtet.

In Bethlehem berichten die Bewohner von einem zunehmend feindschaftlichen Klima zwischen den Glaubensrichtungen. Wenige Wochen vor dem Besuch des Papstes in Bethlehem, verteilten missionierende Gruppen von Muslimen vor dem Eingang der Geburtskirche Ausgaben des Koran in verschiedenen Sprachen und drängten die Leute zu Allah zu beten, anstatt in die Kirche zu gehen. "Das war beleidigend. Ich habe das Gefühl, nicht mehr in einem christlichen Ort zu leben," sagt Samir und fügt an, dass solche Dinge immer öfter passieren.


Bethlehems Geburtskirche

Tage nach diesem Ereignis vor der Geburtskirche, erzählt Samir, bei dem Fest des Heiligen St. Georg, in einer anderen Kirche außerhalb von Bethlehem, brach ein hitziges Handgemenge zwischen christlichen und muslimischen Gläubigen aus. Steine flogen und ein Video des Vorgangs zeigt Menschen die in Angst davon laufen. Samir sagt, das Ereignis war schrecklich. "Sie werden uns aus unserem eigenen Land werfen." 

aus THE ELDER oF Ziyon

17.7.14

Arabisches Viertel: Christen werden verdrängt

In den vergangenen Wochen war der Jerusalemer Vorort Shuafat einer der schlimmsten Schauplätze der Gewalt auf den Straßen, die die Stadt in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. 

Die Situation eskalierte nur 24 Stunden, nachdem die einzig bedeutsame christliche Präsenz in der Nachbarschaft gezwungen worden war, das Viertel zu verlassen.
Zum Gewaltausbruch in Shuafat kam es vor zwei Wochen, nachdem jüdische Extremisten einen jungen arabischen Jugendlichen aus dieser Gegend entführten und ermordeten. Arabische Jugendliche aus Shuafat und anderen Vierteln gingen daraufhin auf die Straße und forderten Rache.

Diese kriegsähnliche Szenerie brach ca. einen Tag, nachdem die Calvary Church aus Shuafat wegziehen musste, aus. Pastor Steven Khoury zu Israel Heute: „Es ist dort seither nicht mehr so, wie es einmal war.“
Calvary Church ist eine örtliche Gemeinde der „Holy Land Missions“ von Pastor Khoury. Der Dienst richtet sich darauf aus, palästinensische Araber zum Glauben an Jeschua zu bringen. 

Wir berichteten im letzten Jahr, dass die Gemeinde nicht nur regelmäßig von Brandanschlägen betroffen war, sondern auch in temporären Unterkünften arbeiten musste. Immer mehr Vermieter scheuten sich, den Christen Räumlichkeiten zu vermieten. 

Anfang des Monats stieg der Druck derart, dass die Gemeinde ihre Sachen packen und umziehen musste, wie Khoury im folgenden Video erklärt. Der Zeitpunkt hätte nicht schlechter sein können.
Im Video erklärt Khoury den Umzug und den plötzlichen Ausbruch der Gewalt, als er von einem jungen Araber angesprochen wird, der wissen will, wen er vor sich hat. Behutsam erklärt Khoury dem Jungen, dass er ein Christ sei und „mit einer Botschaft der Vergebung“ komme. Der Araber geht darauf nicht ein. “Es gibt keine Vergebung (für die Juden)”, behauptet er.

Es steht eindeutig fest, dass Shuafat, mehr als die meisten Orte im Land, dringend eine starke christliche Präsenz brauchen. Khoury hofft, dass seine Gemeinde eines Tages wieder zurückkehren kann. 


israelheute