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12.10.13

JERUSALEM


Als Premierminister reiste Ben-Gurion 1954 in die USA, um sich mit Präsident Eisenhower zu treffen; er wollte um Hilfe und Unterstützung in den frühen und schwierigen Tagen des Staates Israel anfragen.

John Foster Dulles, damals Außenminister, konfrontierte Ben-Gurion und forderte ihn wie folgt heraus:
„Sagen Sie mir, Herr Premierminister – wen repräsentieren Sie und Ihr Staat? Repräsentieren Sie die Juden Polens, vielleicht die des Jemen, Rumäniens, Marokkos, des Irak, Russlands oder vielleicht Brasiliens? Nach 2000 Jahren Exil, können Sie da von einer einheitlichen Nation, einer einheitlichen Kultur sprechen? Können Sie von einem einheitlichen Erbe oder vielleicht einer einheitlichen jüdischen Tradition sprechen?“

Ben-Gurion antwortete ihm wie folgt:
Sehen Sie, Herr Außenminister – vor ungefähr 300 Jahren setzte die Mayflower in England die Segel und auf ihr befanden sich die ersten Siedler, die sich in dem niederließen, was die größte demokratische Supermacht wurde, die jetzt Vereinigte Staaten von Amerika heißen. Tun Sie mir bitte einen Gefallen: Gehen Sie hinaus auf die Straße und suchen sie zehn amerikanische Kinder. 

Denen stellen Sie folgende Fragen:
Wie war der Name des Kapitäns der Mayflower?
Wie lange dauerte die Reise?
Was aßen die Menschen auf dem Schiff?
Welche Reisebedingungen gab es auf der Überfahrt?
Ich bin sicher, Sie stimmen mir zu, dass die Chance hoch ist, dass Sie keine zuverlässigen Antworten auf diese Fragen bekommen.

Im Gegensatz dazu verließen die Juden das Land Ägypten nicht vor 300, sondern vor mehr als 3000 Jahren.
Ich würde Sie, Herr Außenminister, freundlicherweise bitten, dass Sie auf einer Ihrer Reisen um die Welt versuchen zehn jüdische Kinder in verschiedenen Ländern zu treffen. Stellen Sie ihnen diese Fragen:
Wie war der Name des Anführers, der die Juden aus Ägypten holte?
Wie lange dauerte es, bevor sie ins Land Israel kamen?
Was aßen sie während der Zeit, als sie durch die Wüste wanderten?
Und was geschah mit dem Meer, als sie ihm begegneten?

Haben Sie die Antworten auf diese Fragen, dann überlegen Sie bitte sorgfältig noch einmal die Frage, die Sie mir eben gestellt haben!
 

9.9.13

Uralte Kupferminen unter Kontrolle von David und Salomo

Jahrelang wurde davon ausgegangen, dass die berühmten Kupferminen im Timna-Park (Foto) in der südisraelischen Wüste von den alten Ägyptern betrieben worden waren. Nun konnten Archäologen jedoch nachweisen, dass die Minen von Edomitern betrieben und den Israeliten überwacht wurden – so wie es auch schon in der Bibel steht. Möglich wurde diese Entdeckung durch moderne Technik. 


 Laut dem Archäologenteam aus Tel Aviv lag der Höhepunkt des Kupferabbaus im zehnten Jahrhundert vor Christus. In dieser Zeit herrschten die Könige David und Salomo. Festgestellt wurde das Dank der C-14-Methode – einer Technologie, die es noch nicht gab, als die Stätte zum ersten Mal untersucht worden war. „Zwei Statuen alter Ägypter empfangen jeden, der durch den Eingang geht,“ erklärte Dr. Erez Ben-Yosef. „Dennoch wurde der gesamte Ort 'König Salomos Minen' genannt. Eine Bezeichnung, die der mythologische Archäologe Nelson Glueck in den 1930er Jahren prägte. Der Begriff wurde jedoch schon in den 1960er Jahren wieder abgeschafft.“ Laut Ben-Yosef wurde der Begriff verworfen, nachdem der antike Tempel der ägyptischen Gottheit Hathor in der Nähe der Minen gefunden worden war.
Der Altertums-Wissenschaftler Beno Rothenberg sah den Hathor-Tempel als Beweis, dass der gesamte Bereich vom späten 14. Jahrhundert bis in die ersten Jahrzehnte des 12. Jahrhunderts vor Christus vom neuen ägyptischen Königreich aus unterhalten wurde. „Rothenberg war ein exzellenter Archäologe, aber die C-14-Methode gab es noch nicht, als er seine Recherchen durchführte.“, so Ben-Yosef.

Das Team aus Tel Aviv benutzte elf Proben – zehn Dattel-Samen und einen Oliven-Kern – aus den hunderten Samen und Knochen, die im sogenannten „Sklavenhügel“ gefunden wurden. Dort sollen die Sklaven gelebt haben, die in der Mine arbeiteten. Diese Annahme war jedoch immer umstritten. Ben-Yosef warnte, dass diese neue Entdeckung nicht beweisen kann, wer tatsächlich dort arbeitete. „Es gibt keinen Beweis, der nahelegt, dass Salomo oder David wirklich an dieser Stätte waren. Und wir konnten keinerlei Tongefäße aus Jerusalem entdecken. Aber das ist auch in Ordnung. Akzeptiert man die biblische Geschichte, so haben die Israeliten die Minen nie selbst unterhalten.“ 

„Die Geschehnisse in der Bibel stimmen mit den Funden am Sklavenhügel überein. Es ist denkbar, dass die Bevölkerung nahe der Mine eine antike Gruppe der Edomiter war. Diese standen unter Jerusalemer Kontrolle, als David mit seinen Eroberungen begann,“ erklärte Ben-Yosef. „Ich glaube, Jerusalem hatte eine Garnison dort stationiert, deren Aufgabe es war, das Gebiet zu verteidigen und von den Edomitern Steuern einzutreiben.“ 

israel heute

6.12.11

Buchstäblich genommen: Teil 2

DIE BIBLISCHEN GRENZEN ISRAELS

von David Sedaca, Deutsch: Horst Stresow
 
Was sind die genauen Grenzen des verheißenen Landes, das Abraham und seinen Nachkommen zu gesprochen wurde? Der HERR macht das sehr deutlich. Wie bei jedem modernen Landkauf bestimmen hier die Dokumente die Grenzen: vom Nil (vorwiegend das heutige Ägypten und er Sudan) bis zum Euphrat (heutiger Irak).

Um gewiss zu sein und keinen Zweifel über die Grenzen aufkommen zu lassen, weist die Schrift außerdem auf verschiedene Gruppen von Menschen hin, die in dem Land leben: „... das Land der Keniter, Kenasiter, Kadmoniter, Hethiter, Perisiter, Refaiter, Amoriter, Kanaaniter, Girgaschiter und Jebusiter.“ Wir wissen, diese Menschen leben in den heutigen Ländern Ägypten, Syrien, Irak, einem Teil der asiatischen Türkei, selbstverständlich in ganz Israel – einschließlich Gaza und der Westbank.

Diese Tatsache fügt eine weitere Dimension der Verheißung hinzu: Der HERR gibt Abrahams Nachkommen Land, welches gegenwärtig durch andere Nationen besetzt ist! Die Frage erhebt sich: Wie wird Israel das Land erhalten? Soll es in die Länder einfallen und sie erobern?
Der Text in Genesis 15 gibt keinen Hinweis, dass Israel kämpfen und erobern soll; darum ist die logische Antwort, der Herr wird diese Verheißung erfüllen.

Die Grenzen des verheißenen Landes für Abrahams Nachkommen sind klar in der Bibel umrissen, jedoch wissen wir auch, dass Israel nie die Kontrolle über die ganze Weite des Landes hatte. Der Herr hat nie gesagt, wann das geschehen wird, doch er sagt, es wird geschehen. Ich glaube, dass nach den letzten Kämpfen, die in der Bibel aufgezeigt sind, wenn sich alle Nationen gegen Israel stellen werden, mit dem Wiederkommen Jeschuas Israel siegen wird. Die Verheißung wird sich erfüllen mit der Herstellung des messianischen Königreiches. Wenn er alle Verheißungen bisher erfüllt hat, die uns gegeben sind, können wir sicher sein, er wird die verbleibenden auch erfüllen – eingeschlossen das gesamte Land, das Abrahams Nachkommen verheißen wurde.


23.11.11

Buchstäblich genommen: Teil 1

DIE BIBLISCHEN GRENZEN ISRAELS

von David Sedaca, Deutsch: Horst Stresow

In den letzen Monaten haben wir die sich verändernde politische Landschaft der arabischen Welt beobachtet. In der Mitte all dessen steht die Nation Israel stark da – eine Nation, die seit 2000 Jahren von der Geschichte „abgeschrieben“ wurde. Eine Nation, die mit ihren Menschen über die ganze Welt 2000 Jahre zerstreut war, hat nun wider ihren Platz in der Weltpolitik eingenommen.

Weil die Teilung des heiligen Landes bald wieder in den Nationen diskutiert werden wird, fragt man sich: Welches ist das Land, das Israel gehört? Den Schlüsseltext, diese Frage zu beantworten, finden wir in Genesis 15, 18-21:

An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat: die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.“

Es gibt einige Schlüsselelemente in diesem Vers, die wir betrachten müssen. Zuerst, es ist ein Bund zwischen Gott und Abraham, und als solcher kann er nicht durch menschliches Bemühen aufgehoben werden. Gott zeigt die Bedingungen dieses Bundes: Das verheißene Land wurde nicht Abraham sondern seiner Nachkommenschaft gegeben. Einige könnten argumentieren, dass dies allen Nachkommen Abrahams gilt, doch wir wissen, dieser Pakt war nur an Isaak, dann an Jakob (Israel) und seine Kinder weitergegeben worden.

Der nächste Schlüssel dieser Verheißung ist, das von Gott gegebene Land sollte in späterer Zeit angeeignet werden. „Deinen Nachkommen“ hat keine Zeitbegrenzung! Nur dass sie noch nicht erfüllt ist, schließt nicht aus, dass sei sich in den kommenden Jahren erfülllen wird. Ganz im Gegenteil! Wir sehen, dass Israels Geschichte genau nach dem Plan Gottes abläuft, wie in Deuteronomiunm 30, 2-4 angegeben: die Zerstreuung auf Grund von Ungehorsam und die Rückführung ins Land wegen der unwandelbaren Natur des Bundes:

...und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat.“

Vor hundert Jahren gab es noch keinen Staat Israel und die Hälfte der jüdischen Weltbevölkerung wurde von einer Generation durch den Holocaust der Nazis ausgelöscht. Doch heute steht Israel wieder stark da unter den Nationen. Der Prophet Jesaja fragt in Kapitel 66, 8:

Wer hat so etwas (je) gehört, wer hat dergleichen je gesehen? Wird ein Land an einem einzigen Tag zur Welt gebracht oder eine Nation mit einem Mal geboren?“

Die Antwort ist JA – nicht wegen Israels Macht, sondern wegen Gottes Treue zu seinem Bund!