Posts mit dem Label Medien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Medien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

11.10.13

Boykotteure, Erpresser, Verleumder

Die Grünen-Nationalräte Geri Müller und Daniel Vischer (Präsident Gesellschaft Schweiz–Palästina) sind an vorderster Front dabei, aber auch der ehemalige NZZ-Nahostkorrespondent Arnold Hottinger oder die Basler Grossrätin Heidi Mück (Grünes Bündnis) mischen mit. Als Mitglieder der internationalen palästinensischen Organisation BDS (Boykott-Desinvestition-Sanktionen gegen Israel) unterstützen, fördern und betreiben sie aktiv die Delegitimierung Israels durch Verleumdung, Hetze und Agitation, die nicht selten in massiven Drohungen gegen jene mündet, die sich der BDS-Ideologie widersetzen. 
So wurde Ex-Beatle Paul McCartney 2008 von Omar Bakri, einem syrischen Terroristen und – wie Müller, Vischer, Hottinger und Mück – enthusiastischen BDS-Unterstützer, mit dem Tod bedroht, sollte er in Israel auftreten.

Die Aktivitäten der BDS France gegen ein Konzert des französischen Jazzpianisten Jacky Terrasson am Red Sea Festival in Israel nahmen derart überhand, dass sich Terrassons Manager und Konzertveranstalter Christophe Deghelt im Januar 2013 mit einem offenen Brief gegen die BDS France an die Presse wandte:
«In meiner Agentur vertrete ich Künstler aller Religionen und Länder. Mein Büro ist eine Ort der Toleranz, des Friedens und Dialogs. Ich habe weltweit mehr als 3000 Konzerte veranstaltet und wurde noch nie einem derartig widerlichen Angriff ausgesetzt. Was mich am meisten stört, ist Ihr blinder und pathologischer Hass auf Israel, versteckt hinter einem Schleier der ‹Politischen Korrektheit› und unter dem Vorwand der Verteidigung der ‹Rechte der Palästinenser›. Wir werden uns jedoch für Ihren kulturellen Boykott nicht instrumentalisieren lassen.»

Das Management des Albino- Sängers Salif Keita («Die goldene Stimme Afrikas») sah sich im August dieses Jahres nach Drohungen der BDS USA gezwungen, Keitas Benefizkonzert im Rahmen des Jerusalem Sacred Music Festival und einen Besuch des Albino-Centers des Hadassah-Spitals in Jerusalem abzusagen:
«Wir wurden monatelang mit Hunderten Mails, Drohungen, Einschüchterungen, Erpressungsversuchen und Verleumdungen bombardiert. BDS drohte ausserdem, die 40-jährige Karriere und den hervorragenden Ruf zu ruinieren, den sich Salif Keita als Botschafter für Menschenrechte und Albinismus erarbeitet hat, indem man ihn als Unterstützer von Apartheid bezeichnete.»

Wie verleumderisch und unhaltbar die Apartheid- Anschuldigungen gegen Israel sind, die auch von BDS Schweiz erhoben werden, illustriert ein Offener Brief von Studentenführern mehrerer afroamerikanischer Universitäten an die “Studenten für Gerechtigkeit in Palästina” (SJP, Organisatoren der von der BDS unterstützten Israel Apartheid Week) vom April 2011:
«Das Ausspielen der ‹Apartheidskarte› ist ein berechnender Versuch, Assoziationen mit dem rassistischen südafrikanischen Regime des 20. Jahrhunderts hervorzu rufen. Diese Strategie ist genauso durchsichtig wie niederträchtig. Anstand, Gerechtigkeit und die Hoffnung auf Frieden und Versöhnung im Nahen Osten bedingen, dass wir eine unver zügliche Beendigung der absichtlichen falschen Verwendung von Worten und der ungeheuerlichen Fehldarstellung Israels fordern.»

Auf der Website der BDS Schweiz findet sich auch der Choreograf Adrian Schriel. Als Mitgründer und General Manager des Basler Cathy Sharp Dance Ensembles profitiert Schriel von einer exorbitanten Subvention von 320 000 Franken im Jahr aus der Kulturvertragspauschale BS/BL – noch bis Ende 2014.
Während im Privatbereich jeder mehr oder weniger tun und lassen kann, was ihm beliebt, muss die Frage erlaubt sein, ob die Regierungen beider Basel eine Tanzgruppe mit Steuergeld unterstützen sollten, deren Manager prominentes Mitglied einer Organisation ist, die wirtschaftlichen, akademischen, kulturellen Boykott Israels betreibt, in dessen Rahmen weltweit Künstler mit dem Tod bedroht werden.

Achse des Guten - von David Klein (er ist Musiker, lebt in Basel.)

Siehe auch Post vom 3.8.13:  Boykott gegen Israel

3.8.13

Boykott gegen Israel - auch in der Kunst und Kultur

Wie Künstler gemobbt werden, nur um nicht in Israel aufzutreten.

Israelische Fans der Golden Oldies der Popmusik werden Eric Burden nicht hören können, wie er seinen Klassiker "House of the Rising Sun" grölt. Der ehemalige Sänger der "Animals" hat seine Aufführung abgesagt, denn er wurde ein Opfter von Einschüchterung, einschließlich Todesdrohungen, wenn er dem jüdischen Staat nicht fern bleibe.

Willkommen beim 'Pro-Frieden' Mobbing, einer weiteren Kampgne der BDS (Boykott/Divestment/Sanctions). Eine neue Bewegung, die sich den öffentlichen Anstrich gibt, "gewaltlosen Druck zur Beendigung der Besatzung" auszuüben. Ihre verhüllten Taktiken reichen von "Vermeidung" bis Drohungen gegenüber Prominenten, die sich weigern der 'großen Lüge' Glauben zu schenken, dass Israel ein 'Apartheid Staat' ist.  

Die neue Fixierung auf prominente Stars, sie in diese ausgefallenen Haltungen zu drängen, macht natürlich Sinn, denn in unserer heutigen Zeit bedeutet berühmt = Medienrummel. Die selbsternannten Prominenten-Nahost-Aktivisten aus Großbritannien haben einen gewissen Elan und Chutzpe in ihr heuchlerisches Anti-Israel Straßentheater gesteckt. 

Letztes Jahr wurde ein Brief verfasst, der von drei Duzend britischen Celebrities unterzeichnet war, darunter auch die Schauspielerin Emma Thompson, nachdem eine Demonstration gegen die Aufführung des Theaterstücks "Der Kaufmann von Venedig" in hebräisch durch das rennomierte israelische Habima Theater im "Old Globe Theater" in London,  erfolglos geblieben war. Habimas angebliches Verbrechen: "ein beschämendes Register von Verwicklungen mit illegalen israelischen Siedlungen auf besetztem palästinensischen Gebiet".

Jedoch war nichts von solch einem Protest über ein Ausleseverfahren kultureller Idole zu vernehmen, als die offizielle Aufführung von Richard III. in Mandarin stattfand trotz der immernoch währenden brutalen chinesischen Unterdrückung in Tibet. Zur selben Zeit sangen die "Beethovianer boykottieren Israel" ihre eigene Version der Ode an die Freude immer wieder dazwischen während eines Konzerts der Israelischen Philharmoniker in der Royal Albert Hall in London.

Stevie Wonder
 Manche der Stars, die dem Druck nachgaben, wie Meg Ryan, Carlos Santana, Elvis Costello und Stevie Wonder, gaben als Entschuldigung "terminliche Konflikte" an.

Das Gehirn hinter dieser Abartigkeit ist Omar Barghouti, Mitbegründer von "Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI)". Er war am Philosophie-Institut an der Tel Aviv Universität. Er hat die Idee der Gehirnwäsche von Berühmtheiten von dem Theoretiker Antonio Gramsci abgeschaut, der sagte, dass der beste Weg, den Feind zu bekämpfen ist, die Vorherrschaft über die Elite Institutionen und die populäre Kultur zu bekommen.
  
Aber während die BDS-Aktivisten sich über ihren neuesten Erfolg auf die Schulter klopfen, Eric Burdon von Israel fern gehalten zu haben, muss man sich fragen, ob sie das Leben eines einzigen Palästinensers dadurch verbessert haben. Und haben sie einen einzigen Israeli davon überzeugt, dass so Hoffnung auf einen "Friedensprozess" entstünde? Im Gegenteil! Jedenfalls haben es die BDSler für die Mission vom Boten-Diplomanten John Kerry noch schwieriger gemacht.

Die BDS Nebel-Taktik, dass Boykott der einzige Weg sei, Israel von den "Besetzten Palästinensischen Gebieten" zu vertreiben, ist eben eine Lüge!
Für jedes verscheuchte "Animal" stehen haufenweise 1a Entertainer bereit, ihr Können in Israel jüdischen und arabischen Fans zu präsentieren, einschließlich Personen wie Aerosmith, Celine Dion, Lady Gaga, und Justin Timberlake.

Als "Farbe Lila" Autorin Alice Walker - eine leidenschaftliche BDS Unterstützerin, die nicht mal zulässt, dass ihr Buch ins Hebräische übersetzt wird - von R+B Star Alicia Keys verlangte, nicht in Israel aufzutreten, weil es ein "Apartheid Land" sei, antwortete die 14-fache Grammy Award Siegerin: "Ich freue mich auf meinen ersten Besuch in Israel. Musik ist eine universelle Sprache, die dazu da ist, Zuhörer in Frieden und Liebe zu vereinen, und das ist auch der Geist unserer Show."

Alicia Keys
 Mit ihrem Auftritt am 4. Juli in Tel Aviv erklärte sich Keys unabhängig von jeglicher Einschüchterung und Erpressung.
Hier ein Hinweis an alle Palästinenser und ihre Unterstützer: Wollt ihr Frieden? Dann zeigt es euren israelischen Nachbarn deutlich, dass ihr es ernst meint und schickt die BDS Lügner in die Wüste.

von Abraham Cooper und Harold Brackman
forbes

17.6.13

Israels Friedens(un-)willigkeit in der Diskussion

Hier ein aufschlussreicher Artikel in der WeltOnline von Michael Wolffsohn. 
Danke Herr Wolffsohn, für diese Einsichten. Beschämend, zu hören, wie egal unseren Politikern das Schicksal der Überlebenden unseres großen Verbrechens, war ... und heute vielen immer noch ist. Uns allen sollte unsere Geschichte nicht egal sein. Deutschlands Verhältnis zu Israel war nie stark genug, dass sich Israel drauf verlassen konnte, von Deutschland im Notfall Beistand zu bekommen. Das haben die Israelis gelernt.
Dass hier einiges am Bild Israels richtiggestellt wird, ist natürlich gut, und wichtig.


Israel, Brandt und die SPD

In Israel haben die Medien engagiert über den Artikel zum Thema "Wie Willy Brandt im Sommer 1973 die nahöstliche Friedenskarte verspielte" berichtet. Deutsche Medien hingegen reagierten kaum auf das Stück, das vergangene Woche in der "Welt am Sonntag" stand. Für die meisten Deutschen ist das Thema Geschichte. "Es war einmal" – kein Märchen, aber: "Lang, lang ist's her."

Diese Sicht ist auch tagespolitisch falsch, denn damals wie heute galt und gilt Israel als kompromisslos, konfrontativ, dickköpfig und friedensunwillig. Die von Hagai Tsoref und mir in dem Artikel vorgelegten Dokumente beweisen das Gegenteil. Man fragt sich, weshalb Willy Brandt 1973 nach der Israel-Reise sein friedenspolitisches Prestige nicht für jene Friedenschance oder danach für ein gerechteres Urteil über Israels Politik in die Waagschale warf. Mehr noch: Nach 1973 schüttete er, gemeinsam mit Österreichs jüdischem (!) und antizionistischem Bundeskanzler Bruno Kreisky Öl ins antiisraelische Feuer und hofierte PLO-Führer Jassir Arafat, dessen Organisation das Münchner Olympiamassaker von 1972 zu verantworten hatte.

Deutsche Medien und Politiker reagierten auf unseren Artikel wohl auch deshalb zurückhaltend, weil sie nicht am "Willy-Brandt-Denkmal" kratzen wollten. Das ist pietätvoll, doch sinnlos. Ein Leser war von Brandts im Artikel erkennbarer Israel-Distanz so begeistert, dass er auf der "Welt"-Website verkündete, im Herbst dieses Jahres SPD wählen zu wollen. Wenn Willy Brandt das wüsste, würde er sich gewiss im Grabe umdrehen. Wie finden das heutige Sozialdemokraten? Sie schweigen. Die Geister, die sie riefen…
In Israel wird nun nicht über Willy Brandt diskutiert, sondern über Golda Meir persönlich sowie politisch über Israels damalige grundsätzliche Friedenswilligkeit oder -unwilligkeit. Von den deutschen Sozialdemokraten erwartet das politische Israel seit Brandt wenig bis nichts.


 Das war nicht immer so. Im Gegenteil, denn von 1948 bis zum Mai 1977 wurde Israel von Sozialdemokraten regiert, und bis zum Sommer 1973 hielt auch Genossin Golda sehr viel von ihrem Genossen Willy. Das änderte sich spätestens seit dem Oktoberkrieg 1973. SPD-Kanzler Helmut Schmidt provozierte mehrfach nicht nur Israels Rechtsparteien, sondern das gesamte Spektrum des jüdischen Staates. Schmidt legte der ägyptisch-israelischen Friedenspolitik, sprich Sadat und Begin, seit 1977 Knüppel zwischen die Beine. Trotzdem wurde im März 1979 zwischen beiden Staaten ein Friedensvertrag geschlossen, der bis heute (wie lange noch?) gültig ist.

Im Herbst 1980 erklärte Kanzler Schmidt Israel zur "größten Gefahr für den Weltfrieden", der bis heute, so weit bekannt, nicht von Israel gebrochen wurde. Im Januar 1981 wollte Schmidt Saudi-Arabien deutsche Leopard-II-Panzer liefern – gegen den Protest Israels. Im April 1981 verkündete Helmut Schmidt in Saudi-Arabien (!), dass deutsche Politik nicht mehr von Auschwitz überschattet werden solle. Bei der Aufzählung der Opfer deutscher Kriegsverbrechen nannte er viele Völker – die Juden blieben unerwähnt. Der nächste SPD-Bundeskanzler war Gerhard Schröder. Er gab nicht einmal vor, Sympathien für Israel zu hegen, weigerte sich seit dem Jahr 2000 (trotz mehrfach ausgesprochener Einladungen), Israel zu besuchen, und ist heute Ehrenpräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft. Das ist durchaus ehrenwert und legitim, aber kein Beleg für eine israelfreundliche Politik. Deshalb diskutierte Israel nicht über Brandt und andere SPD-Kanzler.

In der Jerusalem Post war der Inhalt des Artikels Aufmacher der gedruckten Seite eins und der Online-Ausgabe. Tenor: Wir haben schon immer Frieden gewollt; das wird und wurde verkannt. Die linksliberale Tageszeitung "Haaretz" berichtete, ebenfalls in der Druck- und Onlineausgabe, an prominenter Stelle und zeigte sich (weil grundsätzlich regierungsskeptisch) über die meirsche Friedensgeste überrascht. Man ließ kritische Zeithistoriker zu Wort kommen. Deren Hauptargument: Tsoref und ich hätten nur eine Auswahl, nicht alle Dokumente vorgelegt. Das stimmt, doch die vorgelegten Dokumente belegen den Sachverhalt aller Dokumente. Diese Auseinandersetzung führt freilich ins Fachchinesische und interessiert hier nicht.

Den Artikel griffen auch die große Online-Plattform Ynet und das quoten- sowie qualitativ stärkste Morgenmagazin des Israelischen Rundfunks, Kanal 2, auf. Auch hier widmete man sich vornehmlich der willkommenen Überraschung: dass Israels Politik damals faktisch deutlich kompromissbereiter war als im In- und Ausland wahrgenommen. Nur damals? Vielleicht sollten sich Israelkritiker diese selbstkritische Frage auch heute stellen?
DIE WELT

26.2.13

26. Februar 2013 - Waffenruhe gebrochen - Rakete auf Ashkelon

Erstmals seit Operation Wolkensäule haben palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen heute Morgen eine Rakete auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Rakete des Typs Grad detonierte südlich der Stadt Ashkelon.


„Wir leben unser Leben weiter wie bisher, die Kinder gehen heute ganz normal in die Schule“, so Yair Farjun, Bürgermeister des Bezirks Chof Ashkelon. „Aber wir bleiben angespannt, wie immer seit der Operation Wolkensäule.“


Kam die Nachricht in unseren Medien? – ja zum Teil ( ORF.at, DiePresse, ShortNews, IsraelHeute, Israelnetz ) 
Kam die Neuigkeit in unseren Hauptmedien?
Die Welt?
Focus ?
Die Zeit?
Tagesspiegel?
Süddeutsche Zeitung?
............. Fehlanzeige!

Dass Israel angegriffen wird, interessiert nicht. Erst wenn Israel Gegenmaßnahmen trifft, dann wachen die Medien auf und verurteilen Israel unverhältnismäßig zu reagieren.