8.5.07

Christianisierung der Juden

Warum viele der Juden in Europa nach der Zerstörung des zweiten Tempels Christen wurden

Viele der Juden in Europa wurden integriert oder wurden nach der Zerstörung des zweiten Tempels Christen – hauptsächlich auf Grund der Abtrennung von der rabbinischen Welt in Israel und Babylon.

Eine neue Studie zweier israelischer Historiker hat herausgefunden, dass sich die westliche und östliche Diaspora in der Zeit nach der Zerstörung des zweiten Tempels und dem Exil der Juden im Jahr 68 v. Chr. stark unterschiedlich entwickelten. Der Mangel an Übersetzungen der Mishnah – dem überlieferten Gesetz – in griechisch und andere europäische Sprachen trug hauptsächlich dazu bei, dass dieser gravierende Unterschied zwischen westlicher und östlicher Diaspora entstand. Die Gesetze der fünf Bücher Mose, die ins Griechische übersetzt worden waren, wurden auch größtenteils weiterhin eingehalten, bis Christen durch ihre Missionsarbeit einen großen Teil der jüdischen Bevölkerung dort erfolgreich für sich einnahmen.

Die Studie wurde in der Januar 2007 Ausgabe des „Journal for the Study of the Pseudepigrapha” von Aryeh Edrei der Universität Tel Aviv und Doron Mendels von der Hebräischen Universität Jerusalem veröffentlicht. Doron Mendels, Herausgeber der Fachzeitschrift ist auch Author von einem Buch “Die Medien Revolution der frühen Christenheit“. Darin zeigt er, wie die ersten Christen schon wie moderne Journalisten arbeiteten, in dem sie Geschichten auswählten, formten und für den Volkskonsum zubereiteten, um damit für ihre Religion zu werben. Das beste Beispiel, schreibt Mendels, ist das des Eusebius von Caesarea aus dem 4. Jahrhundert, der das Monumentalwerk „Kirchengeschichte“ schrieb undmit diesem Werk ein öffentliches Instrument hatte, das frühe Christentum voranzutreiben.

Solche Werke fielen bei den Juden in Europa auf fruchtbaren Boden, behaupten Mendels und Edrei, so dass die überlieferte Thora sich dort nicht verbreiten konnte, im Gegensatz zu den östlichen Gebieten. „Daher muss man sich nicht wundern, dass westliche Juden nichts zu der mündlichen Überlieferung des Gesetzes beigetragen haben,“ postulieren die Verfasser. Die überlieferten Gesetze bildeten sich gleich nach dem Exil sehr stark heraus, wobei die Mischna und Gmara schließlich zwei monumentale Schriftstücke wurden – der Jerusalemer Talmud und der babylonische Talmud - in den mittleren Jahrhunderten des ersten Jahrtausends unserer Zeitrechnung.
Die vorangegangenen Jahrhunderte jedoch, waren entscheidend, schreiben Edrei und Mendels, in diesen seien die Gesetze nicht aufgeschrieben und nicht gelehrt worden, zumindest nicht an die Juden des Westens, die nicht Hebräisch oder Aramäisch sprachen.

Die Forscher fügten hinzu, dass die Teilung der zwei jüdischen Populationen auch durch die Tatsache begünstigt wurde, dass Rabbis aus dem Osten nicht oft in den Westen kamen. Obwohl im Talmud oft von den Rabbis erzählt wird, die zwischen dem Heiligen Land und Babylon nach Osten reisten, wird von Reisen in den Westen in dem Zusammenhang kaum etwas erwähnt. Die veröffentlichen Ergebnisse der Untersuchung von Edrei und Mendels geben leider keine genaue Auskunft über die Größe der jüdischen Bevölkerung in Europa in den folgenden Jahren nach der Zerstörung des zweiten Tempels.

Kommentare:

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