1.12.13

Wir leben im Jesus-Land

Arabische Christen im Gazastreifen und im Westjordanland grenzen sich häufig von Israel ab. Vor allem im gazastreifen geschieht dies, um sich als Minderheit nicht zusätzlich der Bedrohung durch radikale Muslime auszusetzen. Inzwischen trauen sich imm mehr arabisch Christen zu einem offenen Bekenntnis zu Israel und distanzieren sich vom Israelhass ihrer muslimischen Umgebung.

Die Haltung mancher israelfeindlicher arabischer Christen spiegelte sich zum Teil auch am Festhalten an der unbiblischen Ersatztheologie, wonach Israel und die Juden von Gott verstoßen seien und heilsgeschichtlich keine Rolle mehr spielten. Zunehmend finden arabische Christen die Einsicht und den Mut, diese Positionen zu revidieren oder sich offen zu ihrer biblischen Sicht der Sache zu bekennen.

Das wird auch in den israelischen Medien zur Kenntnis genommen. So berichtete Israels auflagenstärkste zeitung "Israel Hayom" in einem längeren Artikel über eine wachsende Gruppe arabischer Christen in Nordisrael, welche sich immer mehr mit dem jüdischen Staat identifiziert. Die Zeitung berichtete über eine Konferenz, auf der der griechisch-orthodoxe Pater Gabriel Nadaf darlegte, dass "Juden und Chisten vom selben Bund sind". Er verwies darauf, dass die Christen schon lange vor der arabisch-muslimischen Eroberung im Land lebten: "Wir sind keine Araber, wir sind lediglich Christen, die arabisch sprechen."

Christen, die so etwas äußern, sehen sich Widerstand ausgesetzt, auch Bedrohungen. "Aber wir haben die Barriere der Angst durchbrochen", sagt Gabriel Nadaf und versicherte, es würden noch viele weitere arabische Christen für Israel aufstehen. Schon jetzt melden sich 20 Prozent der arabischen Christen freiwillig zur israelischen Armee. Etliche haben auch Karriere in den israelischen Verteidigungsstreitkräften gemacht.  

"Der Judenstaat ist der einzige Staat im Nahen Osten, in dem Christen respektiert werden un din Frieden leben können", sagt der arabmäische Christ Shahdi Halul der Zeitschrift Israel Heute und betont: Wir sind die einzigen Christen im Nahen Osten, die in Sicherheit und in Frieden leben!" 

Der 38-jährige aus dem galiläischen Dorf Gush Chalav unweit von Safed sagte, viele Christen seien zu feige, "die Wahrheit auszusprechen, wenn sie dem Islam entgegensteht". 

Laut israelischem Ausweis ist er ein Araber, er besteht aber darauf, kein Araber zu sein: "Ich bin Aramäer, und als solcher möchte ich auch vom Staat Israel anerkannt werden." 
Er diente in der israelischen Armee als Offizier. Scharl Jakob aus demselben Dorf erklärt: "Wir leben nicht nur im Jesus-Land, wir sprechen auch die Sprache Jesu." Zu seiner Identität sagt er: "Zuerst sind wir israelische Staatsbürger, unsere Religion ist das Christentum, wir gehörten zur maronitischen Denomination, unsere Nationalität ist aramäisch."

Der Autor des Berichts in "Israel Hayom" kommt zu dem Schluss, dass Israelis "diese mutigen Menschen umarmen müssen. Wir müssen ihnen helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern und sie in unsere Geselllschaft zu integrieren. Und am wichtigsten ist es: wir müssen ihr Leben mit unserem Leben schützen."

Aus: Factum
 

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